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Britische Wissenschaftler glauben, dass sich Raucher bis zu drei Mal eher mit HIV infizieren.

Von Dennis Klein

Die guten Zeiten für Raucher sind vorbei: Nachdem Studien in den letzten Jahren stets argumentiert haben, dass die Glimmstängel weit gesundheitsschädlicher sind als bisher angenommen, soll Rauchen nun auch die Gefahr einer HIV-Ansteckung erhöhen. Das ist das Ergebnis einer Studie britischer Wissenschaftler, die jetzt im Magazin "Sexually Transmitted Infections" veröffentlicht worden ist.

Die Forscher haben dazu mehrere ältere wissenschaftliche Arbeiten aus aller Welt analysiert. Sechs von über 3.000 Studien über die Immunschwächekrankheit haben die Verbindung zwischen HIV und dem Qualmen analysiert. Fünf von ihnen sahen ein zwischen 60 und 300 Prozent erhöhtes Risiko für Raucher, sich mit dem Virus anzustecken. Als Grund für die erhöhte Gefährdung vermuten die Wissenschaftler, dass beim Rauchen die Immunreaktionen verändert werden. So werde die Produktion von Antikörpern reduziert und die Aktivität der weißen Blutkörperchen beeinflusst. Wegen diesen Ergebnissen würde es HIV-Prävention effektiver machen, wenn besonders junge Menschen vom Zigaretten-Konsum abgehalten werden könnten, resümieren die Wissenschaftler.

Des weiteren suchten sie nach Arbeiten, die den Zusammenhang zwischen Zigaretten-Konsum und dem Fortschreiten von Aids untersuchen. Hier gibt es scheinbar eine Entwarnung für die Marlboro-Fans: Neun von zehn Studien zu diesem Thema haben keinen Zusammenhang zwischen Rauchen und einem erhöhten Fortschreiten der Immunschwächekrankheit gefunden.

Allerdings heiße das nicht, dass HIV-Positive fröhlich weiterqualen sollen. "Wir wissen, dass Tabak in die Blutbahn gelangt und das Immunsystem dort beeinflusst", erklärt Dr. Andrew Furber, Hauptautor des Berichts. Er verweist darauf, dass die meisten Studien in den 80er und 90er Jahren ausgeführt worden seien, bevor Aids-Kranke mit antiretroviralen Medikamenten behandelt werden konnten. Diese Kombinationstherapie kann seit 1996 den Ausbruch von Aids verhindern, Patienten müssen aber ein Leben lang starke Medikamente mit diversen Nebenwirkungen schlucken. Und auf diese Medikamente kann der Glimmstängel durchaus Einfluss haben: Anfang dieses Jahres hat eine große US-Studie herausgefunden, dass Frauen 36 Prozent eher eine Aids-spezifische Krankheit innerhalb von fünf Jahren entwickeln als Nichtraucher, obwohl sie antiretrovirale Medikamente genommen haben. Die Wissenschaftler erinnern zudem daran, dass HIV-positive wie -negative Raucher natürlich ihre Lebenserwartung wegen der üblichen Begleiterscheinungen - Herzinfarkt, Schlaganfall, Lungenkrebs - um durchschnittlich mehrere Jahre verkürzen.

25. September 2006



11 Kommentare

#1 HelmutAnonym
  • 25.09.2006, 18:21h
  • Selten so nen Quatsch gelesen!
    HIV bekommt man vom Poppen ohne Kondom - das gilt für
    Raucher wie für Nichtraucher. Oder will hier einen behaupten,
    man(n) könnte bareback poppen, wenn man nur nicht raucht?
    Vielleicht reicht es auch Bus zu fahren um sich nicht mit HIV
    anzustecken? Weniger Kaffee trinken soll auch helfen *lach*
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#2 MichaelAnonym
  • 25.09.2006, 19:22h
  • Fühlt sich scheinbar jemand getroffen und leugnet schlicht die Ergebnisse einer seriösen Studie, nur weil ihm die Wahrheit nicht behagt. Man muss eben auch Dinge hinnehmen, die einem nicht passen.
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#3 FloAnonym
  • 25.09.2006, 20:06h
  • @Helmut:

    Gerade bei solchen Themen sollte man zweimal nachdenken, bevor man einfach drauflosschreibt (offenbar ohne den Text richtig gelesen zu haben):

    es geht nicht darum, dass Nichtraucher kein AIDS bekommen können. Es geht darum, wie Rauchen die Ansteckungsgefahr erhöhen kann, bei HIV-Infektion den Ausbruch von AIDS beschleunigen kann und auch die "Behandlung" mit antiretroviralen Medikamenten beeinflusst.

    Und nie vergessen:
    AIDS ist nach wie vor unheilbar!! Medikamente können nur verzögern, aber nicht heilen und haben schwerste Nebenwirkungen!

    Also: Safer Sex!
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#4 JanAnonym
  • 25.09.2006, 20:22h
  • @Helmut: Uiuiui, das Rauchen scheint ja
    bei dir zumindest schonmal das Lese-
    und Textverständnis äußerst negativ
    beeinflusst zu haben, nicht wahr?
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#5 kundkkerlAnonym
  • 26.09.2006, 01:43h
  • sonst noch was? nach sex, nadeln, intensivem küssen, tränen, blut, sperma, vorhaut, wenig schlaf, alkohol, poppers, zähneputzen vorm sex, stress, frust, mobbing, arbeitslosigkeit, syphillis, tripper, kondylome, erkältung, zahnfleischbluten...rauchen...? was wird als nächstes aids (mit-) verursachen? vielleicht mundgeruch, ein pickel am arsch oder gar das leben an sich? sich u. die partner gut schützen beinhaltet doch, dass man damit auch gut leben kann!!! eine inflation der aids-mit-verursacher fördert lebensfrust statt lebenslust!
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#6 martinAnonym
  • 26.09.2006, 10:13h
  • rauchen ist also nicht gesund und auch nicht förderlich fürs immunsystem. wow. das sind ja mal verrückte erkenntnisse. morgen findet wahrscheinlich jemand raus, dass der papst katholisch ist.
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#7 seb1983
  • 27.09.2006, 16:58h
  • die meisten Raucher wirds nicht stören.

    Wobei rauchen + bare ficken ja eh die Traumkombi ist: rauchen verursacht dutzende Arten von Krebs, irgendwann wars halt mal ne Kippe zu viel, weiß jeder aber geht das Risiko ein, beim bare ficken holt man sich schnell mal was, irgendwann war es halt mal der Falsche mit dem man gepopt hat, aber das risiko geht man auch gerne ein, aber hey, man will ja sein Leben leben...
    quasi das Axa Prinzip " Wir geben Ihnen das Gefühl zurück sich um nichts sorgen machen zu müssen"
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#8 qbiAnonym
#9 dantonblnAnonym
  • 28.09.2006, 10:29h
  • Dass Nikotin extrem toxisch auf das Zellsystem wirkt, weiß man schon länger. Insofern liegt ein Zusammenhing zwischen dem ohne geschwächten Immunsystem bei ein HIV-Infektion und Rauchen nahe. Die Studie bringt jedenfalls neue Erkenntnisse in diesen physiologischen Prozess.
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#10 madridEUAnonym
  • 28.09.2006, 13:15h
  • Jawohl@ seb1983: Als junger Mann und starker Raucher bis 1969 habe ich ebenfalls nie geglaubt, was man seiner Lebensqualität mit Nikotingift alles antat. Später kam dann Verdrängung der Popperschädlichkeit oder Verharmlosung des übermässigen Alkoholgenusses in Gesellschaft. Seit Jahren ist es nur noch das Gläschen Wein zum Essen, was ja sogar Ärzte empfehlen und ich blicke doch ein wenig zurück im Zorn, auf alle diese Drogen nicht schon von vornherein verzichtet zu haben. Heute dankt es mir mein Immunsystem und es lebt sich so viel besser und vielleicht sogar länger !
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