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San Diego (queer.de) - Zwei junge Männer sind gestern von einem Gericht zu Gefängnisstrafen verurteilt worden, weil sie am Rande des CSDs San Diego (US-Bundesstaat Kalifornien) Ende Juli sechs schwule Männer angegriffen und teilweise schwer verletzt haben. Der 24-jährige James Carroll muss wegen versuchten Mordes für elf Jahre hinter schwedische Gardinen. Er hatte einen am Boden liegenden Mann mit einem Baseballschläger wiederholt auf den Kopf geschlagen. Der 18 Jahre alte Lyonn Tatum erhielt acht Jahre wegen Körperverletzung, weil er einem um Hilfe schreienden Mann niedergestochen hatte. Des weiteren wurde der 23-jährige Kenneth Lincoln zu 32 Monaten Haft verurteilt. Er hatte nicht an der Tat teilgenommen, aber danach Tatums Kopf rasiert und dessen Arm tätowiert, um so sein Aussehen zu verändern und das Verbrechen zu verschleiern. Alle drei Angeklagten hatten sich im Austausch gegen ein geringeres Strafmaß schuldig bekannt. Staatsanwalt Oscar Garcia war zufrieden mit dem Ausgang des Prozesses und sagte, dass sich Schwule und Lesben jetzt sicherer fühlen könnten. Das am schlimmsten verletzte Opfer hat erst vergangene Woche, nach knapp zwei Monaten, das Krankenhaus verlassen können. Neben den dreien ist noch ein 15-jähriger Junge angeklagt, dessen Name wegen seines Alters nicht veröffentlicht werden darf (queer.de berichtete). Er hat sich auch schuldig bekannt und soll am 4. Oktober verurteilt werden. Ihm drohen bis zu 13 Jahre Haft. (dk)



#1 TimoAnonym
  • 26.09.2006, 14:07h
  • Solche Faschisten können gar nicht lange genug in den Knast kommen. Und feige sind die auch noch: schlagen noch, wenn man schon auf dem Boden liegt.

    Dieses Pack...
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#2 hwAnonym
  • 26.09.2006, 14:55h
  • von solchen öffentlichen anklägern mehr.
    sein kommentar ist gut. er hätte ja auch nichts sagen können.
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#3 SvenAnonym
  • 26.09.2006, 17:38h
  • Der 15jährige sollte lieber eine Resozialisierungsmaßnahme erhalten als 13 Jahre Haft. Er käme dann mit 28 Jahren aus dem Knast und wäre wahrscheinlicher noch homofeindlicher.
    Man braucht ja kein Hellseher zu sein, um zu wissen, was ihm im Knast unter erwachsenen Männern passiert.
    In den USA gibt es nämlich keine generelle Trennung zwischen jugendlichen und erwachsenen Straftätern.
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#4 MarkusAnonym
  • 27.09.2006, 09:40h
  • Mit 15 ist man erwachsen genug um zu wissen, dass man andere Menschen nicht halb tot schlagen darf. Anschließend nach Resozialisierung zu schreien ist vielleicht der falsche Weg. Sinn und Zweck solcher Strafen ist ja auch die Abschreckung!
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#5 tux2006Anonym
  • 27.09.2006, 11:07h
  • @sven; @markus: Ich muss euch beiden bedingt recht geben. Strafe muss auch immer dem Zweck der Resozialisierung dienen. Wegsperren allein nützt nichts. erstens würden dann irgendwann die Strafvollzugsanstalten überquellen und zweitens ist es doch so, das wenn man erstmal mit einfachem wegsperren angefangen hat, dies auch irgendwann den kleinen ladendieb trifft. denn eines ist doch wohl sicher: eine reine wegschliessen-politik bringt keine sicherheit.

    Die einzige logische konsequenz aus derlei verbrechen müsste doch sein, das die ortsansässige Polizei mehr leute einstellt, vielleicht sogar schwule und lesben, denn das würde allen seiten etwas nützen.

    zumal derlei vorfälle nicht unbedingt ein US-phänomen sind, denn auch in unserem land ist schon änliches vorgefallen.
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#6 SaschaAnonym
  • 27.09.2006, 13:31h
  • @tux2006: Und was da alles bei "uns" vorfällt, ohne dass es auch nur irgend jemanden im geringsten interessieren würde.

    Am vergangenen Wochenende saß ich im Whirlpool eines städtischen Mineralbades und durfte mir ein homofeindliches Gespräch oberster Güte anhören, in dessen Rahmen zwei junge Typen davon berichteten, wie sie am Vortag Zeuge tätlicher Angriffe einer Gruppe von offenbar kranken Homophoben gegen einen Homosexuellen geworden waren. Es habe sich um eine Gruppe "XL-gebauter" Typen gehandelt, die den Schwulen, nachdem dieser angeblich einer dieser Proll-Heten ans Hinterteil gefasst habe, "sowas von vermöbelt und bis zum Kopf eingegraben hätten." Ich habe mir dann erlaubt, mich in das äußerst aufschlussreiche Gespräch einzuschalten und die beiden Typen zu fragen, ob sie sich dessen bewusst seien, dass unterlassene Hilfeleistung eine Straftat ist. Denn ihrer Schilderung zu Folge standen sie daneben und amüsierten sich auch noch prächtig über diesen tätlichen Angriff.

    Solange derartige Gesinnungen das kollektive Bewusstsein bestimmen, müssen wir uns auf einiges gefasst machen. Der einzige Weg zu einer neuen Kultur des Respekts ist und bleibt eine umfassende, radikale Reform der Sexualerziehung an den Schulen.
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#7 tux2006Anonym
  • 27.09.2006, 15:30h
  • @sascha: Du hast Recht. Ich hatte mal das Vergnügen an einer so genannten "Wiedereingliederungsmaßnahme" der BA teilzunehmen. Da war einer bei, der berichtete immer so schön, wie er seine Frau behandelt. Als es dann durch war, das ich Schwul bin, fingen die Agressiven, Dummen Schwulenfeindlichen Sprüche an. Als ich Ihn dann mal zur Rede stellte und Ihn unumwunden fragte, ob es normal sei, wie er seine Frau behandele & das er jeden Tag Sturzbesoffen zur arbeit erscheinen würde, wurde ich angeblafft, das ich Ihn doch bitte nicht "anmachen" solle. Meine Reaktion: Ich habe die chefs informiert. Daraufhin flog er aus der Maßnahme.

    Sicher muss auch konsequent in schulen aufgeklärt werden, nur bei einer Gewissen Genaration wird das alles nichts mehr nützen, denn diese sind schon aus der schule raus.

    Vielmehr sollten fehrnsehsender, auch Öffentlich Rechtliche, dazu angehalten werden, Homosexualität nicht immer negativ darzustellen. Auch muss sich in der Gesellschafft viel ändern, denn auch bei der Polizei sieht es teilweise nicht so rosig aus, wie die Erfahrungsberichte auf
    www.velspol.de
    zeigen.

    Und ich glaube auch, das Du mir damit recht gibst, das Wegsperren keine lösung ist.

    Im übrigen gab es im Thüringischen Nordhausen bis vor wenigen Jahren einen jugendrichter, der ganz gute urteile fällte. Ich würde solche dummen Straftäter zu 2 Jahrewn gemeinnütziger arbeit, sofern dies rechtlich vertretbar ist, z.bsp. in einer Aidsklinik schuften lassen. aber nicht hier irgendwie essen austeilen, nein, dem würde ich nen doppelfahreimer, nen klapphalter und nen wischbezug geben. Dazu einen Alkalischen reiniger nicht unter ph9 und einen sanitärreiniger nicht über ph3.
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