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Manchester (queer.de) - Tony Blair hat gestern beim Labour-Parteitag in Manchester unter großem Jubel auf die Fortschritte für Schwule und Lesben unter seiner Regentschaft hingewiesen. Der 53-Jährige, der nächstes Jahr als Premierminister und Parteichef zurücktreten möchte, nannte Großbritannien vor 1997 ein Land, das "nach Wechsel gelechzt hatte". In einer Liste von "Dingen, die niemals verboten werden hätten sollen" nannte er auch Eingetragene Partnerschaften. Dafür erhielt er tosenden Beifall von den Delegierten. Labour hatte die "Civil Partnerships" Ende letzten Jahres eingeführt (queer.de berichtete) und die von Margaret Thatcher eingeführte "Clause 28" wieder aufgehoben, die es Behörden inklusive Schulen verboten hatte, für Homosexualität "zu werben". Außerdem vereinheitliche Labour das Schutzalter, das zuvor für Schwule höher gelegen hatte. Blair wird aller Voraussicht nach Mitte nächsten Jahres seinen Posten an seinen Kronzprinzen, den Schatzkanzler Gordon Brown, abtreten. Trotz innenpolitischer Erfolge gehörte Blair zuletzt zu den unbeliebtesten Politikern auf der Insel, nicht zuletzt wegen seiner kompromisslosen Haltung im Irak-Konflikt. (dk)



#1 gerdAnonym
  • 27.09.2006, 22:43h
  • Seine erfolgreiche Innenpolitik hat Tony Blair auch die Wahlsiege in Großbritannien gebracht und die Einführung der Lebenspartnerschaft hat ihm genauso wie Schröder gegen Stoiber den erneuten Wahlsieg (gerade in den Städten) mitermöglicht.

    Es war nicht die Aussenpolitik, die die Wahlerfolge von Blair erklärt, sondern seine gesellschaftliche Reformpolitik im Inneren, die ihn zum Gewinner der Wahlen in den vergangenen Jahren katapultierte.

    Dies begreifen genauso wie in Deutschland die CDU auch dort die britischen Konservativen und feilen an einer moderneren Gesellschaftspolitik.

    Die Gesellschaften in Frankreich, Grossbritannien oder auch Deutschland sind in ihren Familienmodellen und Lebensentwürfen der einzelnen Mitbürger vielfältiger geworden und auch eine konservative Volkspartei, die gewinnen will, muss dies berücksichtigen.

    Die Sozialdemokraten haben dies unter dem Einfluss der Grünen schneller begriffen und umgesetzt und dies hat Ihnen in Deutschland ihren Vorteil in der Gesellschaftspolitik gegenüber der CDU gebracht.

    Man darf gespannt sein, wie weit es der CDU im Jahre 2006 in Deutschland gelingt, sich in ihrem neuen Parteiprogramm in der Gesellschafts-und Familienpolitik zu erneuern und die gesellschaftliche Vielfalt anzuerkennen.
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#2 madridEUAnonym
  • 28.09.2006, 10:13h
  • @gerd: So und nicht anders muss man Blairs Erfolg mit seiner fortschrittlichen Gesellschaftspolitik deuten, denn die britische Bevölkerung ist keineswegs bedingungslos mit dem Irak-Abenteuer einverstanden und der schlichte Bush gilt auf der Insel nicht gerade als leuchtendes Vorbild. Europafanatisch war man in GB auch noch nie, daher konnte sich der Premier dort Widerstand gegen EU-Beschlüsse leisten.
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