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  • 28. September 2006, noch kein Kommentar

Ein Coming-Out mit Hindernissen, aber mit Happy End. Eine Komödie, die so richtig Lust aufs Schwulsein macht.

Von Carsten Weidemann

Eine ganz normale Jugend in einer ganz normalen, amerikanischen Kleinstadt? Kein Thema! Ein ganz normales Coming-Out unter diesen Umständen? Fast undenkbar! Doch da ist Dorian, ein ironisch, witziger Highschool Typ, der selbstbewusst und zielstrebig der Enge der Kleinstadt entkommen will und sein Coming-Out probt. Der Vater spricht von emotionalen Problemen, die Mutter schnappt nach Luft und dann nach ihrer Einkaufsliste.

Allein sein Bruder Nicky, charmant, sexy und durchtrainiert, eben ein All-American Sportsboy, ist der einzige aus der Familie, der zu ihm steht. Unnachahmlich, wie Dorian jetzt durchs Leben marschiert, den Therapeuten verwirrt, den Priester bedrängt, mit Nicky in einem Striplokal landet und schließlich erst in der Großstadt New York, die Männer, die Liebe und sein neues Leben findet.

Vor dem Coming-Out ist nach dem Coming-Out... so könnte man diese herrlich erfrischende Komödie beschreiben, die Regisseur und Drehbuchautor Tennyson Bardwell mit einem großartig aufgelegten Ensemble an Schauspielern realisiert hat. Mit viel Ironie, Sarkasmus und einer temporeich erzählten Geschichte vermittelt "Dorian Blues" eine Leichtigkeit, die ansteckt und neue Lust aufs Schwulsein macht.

28.09.2006