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KwaDukuza (queer.de) - Jacob Zuma, stellvertrender Präsident der Regierungspartei ANC und ehemaliger Vize-Präsident Südafrikas, hat bei einer Veranstaltung in der Stadt KwaDukuza (dem früheren Stanger) am Sonntag Homosexuelle angegriffen und die Ehe-Öffnung scharf kritisiert. "Mir hätte in der Vergangenheit kein Schwuler gegenüberstehen können. Ich hätte ihm eine reingehauen", so der 64-jährige frühere Freiheitskämpfer gegen die Apartheid nach Angaben des "Sowetan". Die geplante Ehe-Öffnung bezeichnete er als "Schande für die Nation und gegenüber Gott". Die Homo-Gruppe Joint Working Group (JWG) nannte die Rede Zumas am Dienstag "hasserfüllt". Der Politiker habe vergessen, dass er einst selbst gegen "staatlich institutionaliserte Diskriminierung und Abgrenzung" protestiert hatte. Zuma verlor 2005 wegen Korruptionsvorwüfen seinen Posten als Vize-Präsident des 47 Millionen Einwohner zählenden Landes und stand Anfang des Jahres wegen Vergewaltigung vor Gericht. Er bestritt den Vorwurf und wurde im Mai freigesprochen. Zum Entsetzen von Aids-Aktivisten gab er aber zu, mit der HIV-positiven Klägerin ohne Kondom einvernehmlichen Sex gehabt zu haben; allerdings habe er sich nach dem Geschlechtsakt gleich geduscht und so die Gefahr einer Ansteckung verringert, erklärte der ANC-Politiker, der Ambitionen auf eine Präsidentschaftskandidatur 2009 hat.
UPDATE: Entschuldigung am Donnerstag
Heute hat Zuma in einer Pressemitteilung gesagt, seine Äußerungen täten ihm Leid: "Ich entschuldige mich ohne Einschränkungen für den Schmerz und die Wut, die meine Rede verursacht hat", ließ er verlautbaren. Seine Worte hätten sich auf die Vernachlässigung von Kindern bezogen, er hätte damit nicht Schwule und Lesben beleidigen wollen. Die Verfassung lege klar fest, dass niemand diskriminiert werden dürfe - und das unterstütze er. Auf die Homo-Ehe ging er nicht direkt ein; er sagte nur, er sei missinterpretiert worden.
Ehe-Öffnung im Dezember
Die Ehe muss in Südafrika nach einer Entscheidung des obersten Gerichtshofes bis Anfang Dezember geöffnet werden (queer.de berichtete). Lediglich eine politisch höchst unwahrscheinliche Verfassungsänderung könnte das noch verhindern. (dk)

aktualisiert um 15:45 Uhr



#1 hwAnonym
  • 28.09.2006, 13:58h
  • "...Am 14. Juni wurde Zuma von Präsident Mbeki seines Amtes als Vizepräsident enthoben und sieht sich nun einer Anklage wegen Korruptionsverdachts ausgesetzt. Nicht ganz 6 Monate nach der Amtsenthebung wurde Zuma abermals eines schweren Deliktes beschuldigt, er soll am 02.November 2005 eine Anti-Aids-Aktivistin aus einer befreundeten Familie in seiner Residenz in Forest Town, Johannesburg, vergewaltigt haben. Das Verfahren wurde formell am Morgen des 6. Dezember 2005 eingeleitet. Bei einer Einvernahme gestand er den Sexualkontakt ein, jedoch unter beidseitiger Einwilligung. Am 8. Mai 2006 wurde er durch Richter Willem van der Merwe der Anschuldigung - unter Jubel seiner Anhänger - freigesprochen, handelte sich jedoch eine Rüge der Richter ein, unverantwortlich gehandelt zu haben, da er beim Sex mit der HIV-infizierten Frau kein Kondom verwendete. Zuma sah in diesem Verhalten kein Problem, da er «nach dem Geschlechtsverkehr geduscht» habe. Sein Verhalten löste weltweit Verwunderung und Bestürzung aus...."

    Am 15. Mai wurde Zuma wieder in das Amt des Vizepräsidenten des ANC aufgenommen.

    ...nomenklatura immer scheisse..
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#2 FloAnonym
  • 28.09.2006, 14:26h
  • ""Mir hätte in der Vergangenheit kein Schwuler gegenüberstehen können. Ich hätte ihm eine reingehauen", so der 64-jährige frühere Freiheitskämpfer gegen die Apartheid nach Angaben des "Sowetan""

    Und darauf ist der auch noch stolz?

    Gerade Schwarze sollten eigentlich toleranter sein, denn es gab auch mal Zeiten, wo sie genauso verfolgt, verachtet und diskriminiert wurden, wie wir.

    Arschlöcher gibt es offenbar überall...
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#3 rudolfAnonym
  • 28.09.2006, 14:54h
  • @hw

    Das hat nicht nur mit Nomenklatura, sondern - wenn man sich diesen Mann mal als Geamtkunstwerk anschaut - auch mit zivilisatorischen Defiziten zu tun. Nicht jeder ist ein Mandela oder Tutu, der sich von unguten 'Traditionen' emanzipieren kann.
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#4 ÜwchenAnonym
  • 28.09.2006, 15:07h
  • Ja und früher hätte man ihm eine reingehauen wenn er es gewagt hätte vor einem weissen zu stehen. Wieso muss er auch ein schwarzer sein kann er sich nicht mit Gottes Hilfe zu einer weissen Hautfarbe beten? Schwule können sich ja auch angeblich Hetero beten also muss das auch möglich sein.
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#5 martinAnonym
  • 28.09.2006, 15:21h
  • @flo
    naja, bei den homos klappt das ja auch nicht immer so ganz mit der toleranz und der solidarität gegenüber anderen minderheiten...
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#6 FelixAnonym
  • 28.09.2006, 15:48h
  • ""Schande für die Nation und gegenüber Gott"."

    Jemand, der seinen Job wegen Korruptionsvorwürfen verliert und wegen Vergewaltigung vor Gericht steht ist wirklich nicht die moralische Instanz, die über andere urteilen sollte!

    Ich glaube, Gott findet seinen Hass schlimmer als unsere Liebe!
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#7 hwAnonym
  • 28.09.2006, 20:20h
  • @ rudolf

    ..kann gut so gewesen sein.

    de.wikipedia.org/wiki/Jacob_Zuma

    zum lesen hatte er wirklich nicht viel zeit.
    und die kp südafrikas hat innerhalb des
    anc in diesen jahren bestimmt keine
    schulungsabende in sachen historischer und dialektischer materialismus gemacht.
    die diskutieren zur zeit die herauslösung vom anc und die gründung von gewerkschaften. das steht chinesischen kommunisten noch bevor, wie´s scheint.
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