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Düsseldorf (queer.de) - Eine 47-jährige transsexuelle Theologin hat die evangelische Kirche der Diskriminierung bezichtigt. In Düsseldorf übergab am Mittwoch Karin Kammann aus Wachtendonk (Kreis Kleve) dem Pressesprecher der rheinischen Kirche "16 Thesen zum Gehorsam gegenüber der Kirche", legte demonstrativ ihren Talar ab und verbrannte eine Brief, in dem ihr die Ordination aberkannt wurde. Sie beschuldigte ihren ehemaligen Arbeitgeber, ihr keine Gemeindepfarrerstelle gegeben zu haben, weil sie transsexuell ist. Kammann unterzog sich 1988 einer Geschlechtsanpassung, wurde 1993 als erste und einzige Transsexuelle ordiniert, bewarb sich aber in der Kirche erfolglos, während sämtliche Kommilitonen Stellen erhalten hätten. Sie arbeitete in Sonderdienstellen, in denen sich aber keine Aufgaben für sie fanden, berichtet die Nachrichtenagentur epd. 1999 klagte sie erfolgreich dagegen, 2000 lief ihr Arbeitsvertrag jedoch aus. Seitdem ist sie als freie Theologin und als Coach aktiv. Der Pressesprecher der rheinischen Kirche wies die Diskriminierungsvorwürfe zurück und drohte im Gegenzug mit einer Strafanzeige gegen Hammann, weil die in einem Brief Mitarbeiter "massiv bedroht" habe. (dk)



#1 SvenAnonym
  • 29.09.2006, 15:36h
  • Tja, Kirche ist Kirche!
    Es ist doch völlig egal, ob christlich, jüdisch oder sonstwas.
    Irgendwie sind sie alle faschistisch.
    Hier mal ein Beispiel der evangelischen Kirche.

    Sehr schön zu lesen für alle, die immer behaupten, die evangelische sei soooo tolerant!

    Wacht auf!
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#2 TimoAnonym
  • 29.09.2006, 18:23h
  • Kirchen diskriminieren jeden, der nicht ihrem Weltbild entspricht und denen ohne Nachfragen folgt.

    Das ist das Wesen von Kirche
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#3 gerdAnonym
  • 29.09.2006, 18:45h
  • Da wäre ich bei der Beurteilung dieses Falles aber sehr viel vorsichtiger und würde erstmal die genauen Umstände besser kennen wollen.

    Allein schon-dass die epd drüber berichtet, zeigt den Unterschied zur katholischen Kirche; dort würde "sowas" kein katholisches Medium überhaupt aufgreifen. Das würde "weggeschwiegen"...wie immer in solchen Fällen.

    Daher würde ich hier eher kein Urteil abgeben, ohne die genauen Umstände zu kennen.

    Da die epd darüber berichtet, zeigt mir dies als Indiz, dass die ALLGEMEINKRITIK an Kirchen so nicht berechtigt ist.

    Für mich gilt daher weiter, es ist ein GROSSER Unterschied, ob man als schwuler Mann Mitglied in der katholischen Kirche oder den Landeskirchen der EKD ist.

    Bei vielen Landeskirchen der EKD kann ein homosexuelles Paar einen öffentlichen Segnungsdiesnt nach Gang zum Standesamt bekommen, bei der katholischen Kirche dagegen ist es weiter Sünde und man bekommt seitens der Kircchenleitung NICHTS, wenn ein Paar zum Standesamt geht.
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#4 kurtAnonym
#5 DanielAnonym
  • 29.09.2006, 20:29h
  • Wenn man so blöd ist und von einem Verein Akzeptanz gegenüber sexuellen Minderheiten erwartet, der geholfen hat, ebendiese auf dem Scheiterhaufen zu verbrennen kann nicht ganz richtig sein...

    Oder treten Ausländer neuerdings der NPD bei?
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#6 holgerAnonym
  • 30.09.2006, 11:28h
  • in der tat muss dieser fall differenziert betrachtet werden.
    ich kenne frau kammann nicht persönlich und werde mir kein urteil über ihren dienst anmaßen.
    ich kann nur sagen, dass ich im selben kirchenkreis als pfarrer arbeite und keine probleme mit der kiche als offen schwuler pfarrer habe. ich lebe mit meinem freund zusammen und bei meiner wahl in meine pfarrstelle war meine homosexualität bekannt: von diskriminierung keine spur.
    BITTE NICHT ALLES ÜBER EINEN KAMM SCHEREN!!!
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