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Boston Das oberste Verfassungsgericht des US-Bundesstaates Massachusetts hat sein Urteil aus dem letzten Jahr bekräftigt, wonach der Staat lesbischen und schwulen Paaren die Ehe öffnen muss. Auf Antrag der Regierung hatte der Supreme Court geprüft, ob zur Umsetzung des Urteils auch die Einführung einer Regristrierten Partnerschaft reichen würde. Die Richter bekräftigten jedoch die Ansicht von Bürgerrechtsgruppen und vielen Juristen, wonach der Staat den Paaren die Ehe öffnen und entsprechende Zertifikate ausstellen muss. Damit können die ersten Paare am 17. Mai ihre Ehe beantragen, nach mindestens drei Tagen und einem Bluttest dürfen sie dann heiraten. Am 20. Mai werden also die ersten lesbischen und schwulen Paare in den USA eine Ehe eingehen, entsprechende Räume in Hotels der Hauptstadt Boston seien schon ausgebucht, berichten die Medien.
Während sich Homo-Verbände über die Klarstellung des Gerichts freuten, reagierte die Politik zögerlich bis entsetzt. Das Weiße Haus kommentierte die Entscheidung als "höchst problematisch", US-Präsident George W. Bush werde "alles tun, um die Ehe zu schützen und zu verteidigen", so ein Sprecher. Der aussichtsreichste Präsidentschaftskandidat der Demokraten und Senator in Massachusetts, John Kerry, sagte, lesbische und schwule Paare verdienten Rechte und Pflichten in einer registrierten Partnerschaft, aber eine Ehe für Homo-Paare lehne er weiterhin ab. Andere Kandidaten der Demokraten sagten, die Entscheidung müsse jeder Bundesstaat selbst tragen. (nb)



#1 gerdAnonym
  • 05.02.2004, 23:55h
  • Spitzenentscheidung des Gerichts in Massachusetts!!!

    Aber was das für den Wahlkampf in den USA bedeutet ist auch klar.

    Bush muss weg: aber er wird die Karte "Homophobie" jetzt spielen, falls Kerry die demokratischen Vorwahlen gewinnt. Auch wenn die Tochter von Cheney in einer lesbischen Beziehung ist, wird er die Karte wahrscheinlich ausspielen und darauf spekulieren, dass der Süden und Mittlere Westen der USA, der vor allem sehr negativ noch gegenüber einer Öffnung der Ehe eingestellt ist, ihn wählt.

    Die USA ist gesellschaftlich nicht Nord-/West-/Mitteleuropa und daher wird Bush, wenn er im Wahlkampf aufgrund von Staatsverschuldung und Irak-Fiakso weiter unter Druck gerät, das "Banner der schützenswerten Ehe" aufziehen.

    Kerry als Senator stammt aus Massachusetts und muss in seinem Bundesstaat zu dem Urteil Stellung beziehen; auch wenn er sich nur für eine Registrierung ausspricht, so steht er in dieser Frage unter Beschuss durch Bush.

    Der aufziehende amerikanische Wahlkampf wird damit für homosexuelle Menschen in den USA zu einer entscheidenden Weichenstellung in Ihrem Leben.
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