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Washington (queer.de) - Der republikanische US-Abgeordnete Mark Foley, bekannt als Verfechter strengerer Gesetze gegen Kinder-Pornografie im Internet, ist wegen eines erotischen Chats mit einem 16-jährigen zurückgetreten. Dem 52-jährigen Politiker aus Florida wird vorgeworfen, einen Pagen im US-Kongress während einer Online-Unterhaltung sexuell belästigt zu haben. Laut einer heimlichen Aufzeichnung des Chats wollte der Abgeordnete u.a. Details über die Wichsgewohnheiten des Jugendlichen wissen. Außerdem forderte er den 16-Jährigen dazu auf, seine "einäugige Schlange" anzufassen. "Es tut mir sehr leid und ich entschuldige mich, meine Familie und die Menschen in Florida im Stich gelassen zu haben", betonte Foley in seinem Rücktrittsschreiben. "Er hat das Richtige getan", kommentierte der Sprecher des Repräsentantenhauses, der Republikaner Dennis Hastert. Im Jahr 2003 hatte Mark Foley öffentlich bestritten, schwul zu sein. Er war seit 1995 Abgeordneter, seine Wiederwahl Anfang November galt als relativ sicher. (cw)



Sex-Chat-Skandal: Keine Anklage gegen Mark Foley

Vor rund zwei Jahren trat der erzkonservative US-Kongressabgeordnete Mark Foley zurück, weil er mit mindestens einem jugendlichen Kongressboten Sex-Chats per Instant Messenger und E-Mail hatte – jetzt ist das Verfahren wegen Verstoßes gegen das Internet-Kinderpornografiegesetz gegen den 54-Jährigen eingestellt worden.
#1 SvenAnonym
#2 SaschaAnonym
  • 01.10.2006, 16:40h
  • @Sven:

    "Das Schlimmste" ist, dass jemand wegen seiner Homosexualität und wegen eines banalen Chats zurücktreten muss, nur um die reaktionären Gesinnungen sowie die verlogene Scheinmoral seiner rechtsextremen Parteigenossen zu befriedigen!
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#3 stephan
  • 01.10.2006, 18:04h
  • Na, dies liefert ja wohl keine neuen Einsichten, sondern bestätigt nur die alte Regel: Diejenigen, die öffentlich für eine restriktivere Sexualmoral einsetzen, haben schon ihren ureigenen Grund dafür - das gilt insbesondere für Menschen mit einer ausgeprägten Homophobie und solche, die nicht eiligeres zu tun haben, als ihre Heterosexualität zu betonen. Reifere, gelassenere Menschen können eben lockerer sein! (Und welche Schlußfolgerungen kann man daraus nun für die ganzen homophoben Pseudochristen, die Evangelkalen, die kath. Kirche und die sog. Konservativen ableiten - es liegt auf der Hand!) Meiner Erfahrung nach ist diese Regel sehr gut bestätigt!
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#4 DanielAnonym
  • 01.10.2006, 19:32h
  • Er hat es nicht anders verdient. Wer sich "extra-rechts-außen" gibt, nur um seine eigentliche sexuelle Identität zu verleugnen hat es nicht anders verdient.

    Solche Leute sind wirklich die schlimmsten.....
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#5 manni2Anonym
#6 xapplexAnonym
  • 01.10.2006, 22:37h
  • 1. Welcher Abgeordnete in Deutschland wäre denn wohl nicht für strengere Gesetze gegen Kinderpornographie im Internet? Ich kenn keinen. Im Einführungstext der Chat-Aufzeichnung steht außerdem, dass Foley ein "gay-friendly voting record" hat. Von Homophobie und extra-rechts-außen kann also keine Rede sein.

    2. Mal angenommen, ein 52jähriger SPD-Bundestagsabegeordneter wäre erwischt worden, wie er einen 16jähringen online nach seiner Schwanzgröße befragt - ich weiß nicht ob Beck und Münte davon so begeistert gewesen wären. So jemand wäre wohl geräuschlos entsorgt worden. Verlogene Scheinmoral? Möglich, gibts aber nicht nur bei "rechtsextremen" Parteien wie den US-Republikanern sondern auch bei deutschen Sozis.

    Foley hat einfach Pech gehabt. Wenn man Politiker
    ist, darf man sich mit bestimmten Sachen eben nicht erwischen lassen.
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#7 HobsAnonym
  • 02.10.2006, 11:23h
  • Das ist doch nichts Neues:
    die Konservativsten sind selbst die Schlimmsten. Sowas scheint aus irgendwelchen Gründen immer zu korrelieren. Vielleicht das schlechte Gewissen... (Wie mit den pädophilen Geistlichen, etc.)

    Das soll natürlich nicht heißen, dass die Positionen gegen Kinderpornographie falsch sind, aber die ultrarechten sind immer die Schlimmsten, die scheinbar von eigenen Schandtaten ablenken wollen.

    Wie Kohl, der immer Law & Order vertrat aber bis heute keine Namen von illegalen CDU-Spendern genannt hat. Der setzt sich einfach hin und sagt "Ich sage nichts!" Jeder andere kommt in den Knast für sowas und der wird nach wie vor in der CDU verehrt!
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#8 tux2006Anonym
  • 02.10.2006, 21:04h
  • @xappplex: "............1. Welcher Abgeordnete in Deutschland wäre denn wohl nicht für strengere Gesetze gegen Kinderpornographie im Internet? Ich kenn keinen..............." Soso, kennst Du nicht? Läufst Du Blind durch die Welt??

    Also, folgende Begebenheit: In Sachsen-Anhalt Sagte 1999 ein DVU-Abgeordneter, das man "Kinderschänder" gefälligst für immer wegschliessen solle(sagte 2002 auch g.schröder) und erhilt dafür Beifall von Seiten der SPD & CDU.

    Keine zwei Minate später wurden auf seinem Privaten und auf seinem Fraktionsrechner!! zig tausende Kipos gefunden!

    Das kommt davon, wenn man mit doppelzüngigkeit agiert..
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#9 hwAnonym
  • 03.10.2006, 14:39h
  • www.heise.de/tp/r4/artikel/23/23678/1.html

    Ein Skandal kommt den Demokraten in den USA zugute........................................

    Ein schwuler republikanischer Abgeordneter musste wegen kompromittierender Emails an Minderjährige zurücktreten, für den weiteren Wahlkampf ist eine Schlammschlacht zu erwarten
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