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Boston (queer.de) - Ein Gericht des US-Bundesstaates Massachusetts hat entschieden, dass ein lesbisches Paar aus Rhode Island heiraten darf. Massachusetts ist derzeit der einzige Staat der USA, der Schwulen und Lesben die Ehe erlaubt. Allerdings hat Gouverneur Mitt Romney, ein republikanischer Gegner der Homo-Ehe, die Standesbeamten angewiesen, kein schwules oder lesbisches Paar zu trauen, das außerhalb des Staates lebt. Er beruft sich dabei auf ein Gesetz aus dem Jahre 1913, das einst interrassische Ehen erschweren sollte (queer.de berichtete). Der Oberste Gerichtshof hatte bereits im März entschieden, dass dieses alte Gesetz die Ehe unterbinden kann, falls sie im Heimatstaat der Antragsteller verboten sei (queer.de berichtete). In der jetzigen Entscheidung stellte das Gericht aber fest, dass in Rhode Island die Homo-Ehe zwar nicht erlaubt, aber auch nicht ausdrücklich verboten sei. Schwul-lesbische Gruppen begrüßten die Entscheidung als "einen Schritt in Richtung Ehe-Gleichheit".
Gouverneur akzeptiert Entscheidung, wirbt aber für Verbot
Gouverneur Romney sagte, er werde die Gerichtsentscheidung akzeptieren und keinen Widerspruch einlegen. "Ich muss die Gesetze achten", sagte der Republikaner dem "Boston Globe". "Wir leben in einem Land der Gesetze, auch wenn ich manche nicht mag." Er appellierte jedoch wieder an den Kongress, ein Verbot der Homo-Ehe in die Verfassung aufzunehmen - und damit alle Homo-Ehen in Massachusetts zu unterbinden. Der Mormone Romney will Nachfolger von George W. Bush als Präsident werden und gilt als einer der aussichtsreichsten Kandidaten der republikanischen Partei. (dk)



#1 manni2Anonym
  • 02.10.2006, 15:31h
  • Das ist der richtige Nachfolger fuer W. selber die Vielweiberei erlaueben aber uns die Ehe verbieten!!!
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#2 FloAnonym
  • 03.10.2006, 15:07h
  • Das zeigt wieder mal, welch Geistes Kind die Konservativen sind: um Ihre Ideologie durchzusetzen, sind die sogar bereit ein fast 100 Jahre altes Gesetz zum Verhindern "interrassischen" Ehen zu benutzen.
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#3 xapplexAnonym
  • 03.10.2006, 15:24h
  • Die Vielweiberei wurde bei den Mormonen schon vor 100 Jahren abgeschafft - mit Ausnahme einiger winziger Splittergruppen, denen Romney aber nicht angehört und von denen sich die "Hauptkirche" distanziert.
    Romney mag sich um die Nominierung der Republikaner bemühen - aussichtsreich ist es nicht. Es wird wohl eher auf Rudy Giuliani, Condoleezza Rice oder John McCain hinauslaufen.
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#4 hwAnonym
  • 04.10.2006, 12:10h
  • ja, da hat xapplx als kenner der materie recht, man muss erst den dreck des amerikanischen systems abwarten.

    zur zeit wird beispielsweise für die kommenden wahlen mit allein 60.000.000 us-dollar allein bei den republicanern, "Opposition Research "
    betrieben. heisst:

    "Freiwillige Parteimitglieder und bezahlte Firmen wühlen in Medien-, Gerichts-, Regierungs-, Versicherungs- und Bankenarchiven nach kompromittierenden Aussagen, nach Fotos, Zahlungen und allerlei wahlkampftechnisch verwertbaren "Verfehlungen" des gegnerischen Kandidaten und machen sie öffentlich - in Briefwurfsendungen, TV-Werbung und Pressemitteilungen. Der oppositionelle Kandidat soll damit schrittweise unglaubwürdig gemacht und der eigene Kandidat aufgewertet werden. Diese "negative ads" werden nach Auffassung von Beobachtern im Wahlkampf 2006 eine größere Rolle spielen als in den vergangenen Jahren. "

    www.heise.de/tp/r4/artikel/23/23678/1.html

    "Opposition research" beinhaltet auch Interviews mit Bekannten der anzugreifenden Person oder Enthüllungen über Familienangehörige, die moralische oder finanzielle Verfehlungen begangen haben könnten, und zu "Skandalen" aufgebauscht werden. Selbst Gerüchte, die nicht beweisbar sind, dienen als Wahlkampffutter, zum Beispiel durch "Informationsweitergabe" an die örtliche Presse, die dann in indirekter Rede darüber berichtet. Das Motto "irgendetwas wird schon hängenbleiben" funktioniert immer wieder auch bei Pseudoumfragen, die, wenn sie nur veröffentlicht werden, ihrem Zweck dienen. Eine dieser Umfragen lautet beispielsweise: "Wie würden Sie wählen, wenn beweisbar wäre, dass Kandidat X seine Frau schlägt?". Selten ist nachvollziehbar, ob solche Tricks von der Wahlkommission einer Partei in Auftrag gegeben wurden. Denn es gibt Firmen, die zusammen mit Rechtsanwälten professionell mediale Gerüchteküchen betreiben und über Dritte von den Wahlkampfstrategen angestellt werden. Als wichtigste und billigste Art, solcherlei "opposition research" erfolgreich zu vermarkten, gilt der gute Kontakt zu Journalisten, die sich von "Enthüllungen" Karrierevorsprünge erhoffen und Lügen oder Halbwahrheiten verbreiten.

    inwieweit die für die amerikanische kultur
    spezifischen schulmassaker eingeflochten werden, bleibt abzuwarten.
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