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Der Schlagerstar ist erfolgreich mit seinem Album "Rom oder Rhodos". Wir stellen ihn mit einem Interview vor.

Von Jan Gebauer

Als attraktiver Schlagersänger zieht man unweigerlich neben den weiblichen auch viele männliche Fans an. Ist Ihnen das bewusst?

Natürlich ist mir das bewusst. Ich bekomme viel Post von weiblichen, aber auch von männlichen Fans. Das ist ein gutes Zeichen, worüber ich mich sehr freue, denn das zeigt, dass ich mit meiner Musik verschiedenste Arten an Publikum erreichen kann. Das spiegelt sich auch bei den Konzerten wieder, zu denen die verschiedensten Menschen anreisen.

Kümmern Sie sich eigentlich um Outfits und Aussehen selber?

Ich nehme gerne Tipps von meinem persönlichen Umfeld auf, meine Freundin ist aber maßgebend an der Kleidungsauswahl beteiligt. Viele Bühnenoutfits habe ich sogar selbst entworfen und sie nach meinen Vorlagen schneidern lassen. Bei gewissen Auftritten im Fernsehen mit einem entsprechenden Titel ist es das Beste, ein speziell passendes Outfit zu tragen wie z. B. in der Show "Das Sommerfest der Volksmusik" mit dem Titel "No más Boleros". Oft ziehe ich auch Kleidung von der Stange an, jedoch müssen da oft die Ärmel und die Hosenbeine etwas verlängert werden!

In welchen Klamotten fühlen Sie sich selbst am wohlsten?

Auf der Bühne fühle ich mich in einem schicken Anzug schon sehr wohl, jedoch privat neige ich zu Jeans und lässigem Hemd. Ich muss mich unbedingt in meiner Kleidung wohlfühlen.

Haben Sie homosexuelle Freunde?

In meinem Freundeskreis sind auch homosexuelle Leute, mit denen ich sehr gut auskomme. Wir waren zwar noch nicht szenemäßig unterwegs, aber ich habe mich mit meiner Freundin mal ein wenig in der Szene auf Gran Canaria umgeschaut. Grundlegend haben wir also kein Problem mit Schwulen. Ich finde es nur seltsam, wie manche Menschen auf sie reagieren, und das in der heutigen Gesellschaft.

In Deutschland haben wir mittlerweile ein Antidiskriminierungsgesetz. Wie denken Sie darüber?

Das ist ein klarer Schritt nach vorne! Ich bin sowieso der Meinung, dass jeder sein Leben so gestalten können sollte, wie er mag, ohne diskriminiert zu werden aufgrund einer Lebensweise, die anderen vielleicht nicht gefällt.

Am 7. Oktober steht ihr erstes großes Solo-Konzert an. Was können wir erwarten und wie groß ist die Nervosität vor so einem Ereignis?

Die Vorbereitungen gehen dem Endspurt entgegen. Das Programm steht und ich bin sichtlich nervös. Eigentlich habe ich keinen Grund dazu. Ich bin schließlich band- und bühnenerprobt, aber wir haben alle Titel des neuen Albums im Programm und viele davon habe ich noch nie mit einer Band aufgeführt. Von den ersten großen Erfolgen bis hin zu den aktuellen Hits werden viele eigene Titel im Programm sein. Aber auch einige Showblöcke mit bekannten Titeln werde ich live mit dem renommierten Orchester Otti Bauer präsentieren. Die Stimmung wird mit Sicherheit super werden, denn es haben sich schon viele Fans angekündigt.

Ich habe gelesen, dass Sie Engelbert oder Tom Jones als Vorbilder sehen. Was fasziniert sie an solchen Persönlichkeiten?

Sie haben es geschafft, Millionen von Menschen mit einem eigenen, interessanten Musikstil zu faszinieren, weltweit Konzerte zu geben – und sie haben es vor allem mit echter, handgemachter Musik erreicht, denn die bekanntesten Lieder dieser Interpreten aus dieser Zeit wurden mit großen Orchestern eingespielt. Genau das habe ich mir bei meiner aktuellen CD "Rom oder Rhodos" zu Herzen genommen und versucht einen eigenen Sound zu kreieren. Vom Schlagzeug bis hin zur Bouzouki habe ich alles live produziert – wie die großen Schlager der 70er. Sogar die Münchner Philharmoniker spielten auf meiner Platte!

Ursprünglich kommen sie aus der volkstümlichen Schlagerecke. In letzter Zeit wechseln viele große Namen dieser Richtung ins "normale" Schlagerfach. Sehen Sie da einen Trend? Welche Gründe könnten vorliegen?

Die ganze Musikszene wandelt sich stetig, so ist volkstümliche Musik eigentlich nicht mehr volkstümlich! Davon abgesehen, dass es für mich eigentlich nur gute und schlechte Musik gibt, verschmilzt doch eigentlich die gesamte Unterhaltungsmusik zu Schlager. Der Begriff Volksmusik dient nur zur Erklärung, nämlich "Musik fürs Volk". Natürlich wird die kommerzielle Unterhaltungsmusik oft mit echter Volksmusik (Blasmusik, Zillertaler Musik etc.) gemischt, denn man will mit den Sendungen ein möglichst breites Publikum ansprechen und es sind nun mal viele ältere Menschen, die diese Sendungen sehen und hören wollen. Die enormen Quoten der Unterhaltungs-Shows beweisen es.

Mit welchen Künstlern würden sie gerne einmal zusammen arbeiten?

Eine Tournee mit den Bee Gees und all ihren großen Hits, das wäre großartig! Da ich selbst viel mit Kopfstimme singe, wäre das genau mein Ding.

Ihr neues Album hat einen deutlichen Latino- und Urlaubstouch? Wie kam es dazu?

Der leichte Latino-Stil hat sich durch die verschiedenen Themen der Titel ergeben. Ich wollte endlich mal ein Album mit einem Konzept, nicht einfach nur so dahin produziert. Zum einen hatte ich die Idee, im Sound der 70er mit Streichorchester zu produzieren, zum anderen sollte die gesamte CD wie eine kleine Weltreise sein in der man von spanischen Gitarren, griechischen Bouzoukis, russischen Balalaikas und mexikanischen Trompeten begleitet wird. Inspiriert hat mich ein Brief eines blinden Mädchens, in dem stand, dass sie sich nur durch die landestypischen Instrumente vorstellen kann, wie die Welt da draußen aussieht.

Welche Songs auf dem neuen Album liegen Ihnen besonders am Herzen und warum?

Gerade diesen Brief des Mädchens habe ich dann gleich zum Anlass genommen, das Lied "Musik ist meine Welt" zu schreiben, das mir unglaublich stark am Herzen liegt. Leider hat sich das Mädchen seit damals nicht wieder gemeldet. Und natürlich meine Glanznummer "No más Boleros", die eben nicht nur auf der Bühne super ankommt sondern auch im Fernsehen. Wie beim "Sommerfest der Volksmusik", bei dem ich meiner Freundin in Verbindung mit diesem Titel einen traumhaften Heiratsantrag vor einem Millionenpublikum gemacht habe.

Wie stellen Sie sich ihre Zukunft vor?

Ich arbeite immer weiter fleißig an mir und hoffe, dass meine Musik immer Zuhörer finden wird. Natürlich hoffe ich auf ewiges Glück mit meiner Freundin Ruth.
Ich versuche all meine Träume zu verwirklichen. Einigen bin ich in diesem Jahr schon näher gekommen. Getreu nach den Zeilen eines meiner Titel: "Ich muss immer weiter, all meinen Träumen hinterher…"!

3. Oktober 2006



#1 Trulla TranseAnonym
#2 svenAnonym
#3 ruderheiniAnonym
  • 11.10.2006, 01:32h
  • ich find den geil! die haare sind doch auch cool! endlich mal einer ausm schlager der nicht so schmalzig grinst
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