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  • 08. Oktober 2006, noch kein Kommentar

Unser Thailand-Tipp: Dinner auf Kokosmatten am Strand, dazu Beer Chang und halbnackte Artisten

Von Christian Scheuß

Am Wochenende zieht es die Bangkoker ans Meer. Entweder fahren sie ins laute, quirlige Pattaya oder aber es geht auf die kleine Insel Ko Samed, die man in etwa zwei Stunden mit dem Auto erreichen kann. Die Insel ist auch der Ruhepol, den man als Tourist gut gebrauchen kann nach ein paar hektischen Tagen in der lärmenden Hauptstadt. Abgesehen von den Wochenenden ist es hier noch recht ruhig, doch das gestiegene Interesse der Touristen an diesen idyllischen Ort zeigt sich dadurch, dass die ganz einfachen Backpacker-Holzbungalows langsam den neuen, gemauerten Häuschen weichen. Dennoch bekommt man einfache Unterkünfte ab 400 Bath (acht Euro) und die Massage am Strand schlägt mit nur 200 Bath (vier Euro) zu Buche.

Wer mit dem Taxi anreisen möchte, der kann in Bangkok direkt die Taxifahrer ansprechen, 1.500 Bath kostet die zweistündige Tour im Schnitt zuzüglich Autobahngebühren - wenn mehr verlangt wird, lohnt sich das Handeln. Alternativ kann man einen Bus am Bangkoker Eastern Bus Terminal Ekamai besteigen, der allerdings doppelt so lange braucht. Zunächst fährt man zum Küstenort Ban Phe, dort setzt man entweder mit der regulären Fähre über (50 Baht pro Person) oder man organisiert sich ein Speedboat (etwa 800 Baht pro Boot), mit dem man direkt zu dem Strand gebracht wird, wo man absteigen möchte. Wer diesen Weg wählt, der erspart sich derzeit auch die 200 Baht Steuer, die jeder ausländischer Besucher normalerweise entrichten muss. Ko Samed ist nämlich Landschaftsschutzgebiet.

Auch viele heimische schwule Paare aus der Großstadt mögen die Insel, besonders den Tubtim-Strandabschnitt besuchen sie gerne. Wir empfehlen deshalb, sich in der dortigen Bungalowanlage ein Zimmer zu nehmen. Angeblich haben die Strände hier den schönsten Sand Thailands. Tatsache ist, dass es sich hier sehr gut im seichten und badewannenwarmen Wasser baden lässt.

Abends ab acht - wenn sich die Stechmücken zurückgezogen haben - setzt man sich auf Matten direkt an den Strand und lässt sich frischen Fisch und andere original thailändische Gerichte auf kleinen Tischchen servieren. Ein paar Schritte weiter kann man bei einigen großen Flaschen Beer Chang (nur 50 Bath, ca. ein Euro!) halbnackten Jongleuren bei ihren wilden Feuertänzen zusehen oder in der dahinter liegenden Bar mit Ladyboys, Bangkoker Yuppies und Rucksack-Touris tanzen.

Der Tubtim-Beach ist eine sehr kontaktfreudige Gegend, auch ohne den Szenetrubel und die Gogo-Bars, die man von Phuket kennt - und zudem einfach ohne Inlandsflug oder eine 12-Stunden-Busfahrt zu erreichen.

Wer einmal auf Ko Samed war, fährt immer wieder hin. Niemand vergisst so leicht das idyllische Plätzchen, wenn nachts die Fischerboote am Horizont leuchten und der Mond über dem Meer aufsteigt.

9. Oktober 2006