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Stuttgart (queer.de) - Bei der jährlichen Bundesmitgliederversammlung haben die Lesben und Schwulen in der Union (LSU) in Stuttgart einen neuen Vorstand gewählt. Neuer Vorsitzender ist der Berliner Arnd Lange, der bisher als Regionalvorsitzender der LSU-Ost tätig gewesen ist. Der bisherige Bundesvorsitzende Roland Heintze trat nicht mehr an. Den Stellvertreterposten übernehmen nun der 33-jährige NRW-Landtagsabgeordnete Marc Ratajczak und Björn Beck (29) aus Wiesbaden. Grußredner der Veranstaltung waren neben dem Stuttgarter Oberbürgermeister Wolfgang Schuster der Generalsekretär der CDU Baden-Württemberg, Thomas Strobl.
Lange: Union soll nicht länger "Bremser-Partei" sein
Der neue Bundesvorsitzende will die CDU/CSU dazu bewegen, in ihrer Gesellschaftspolitik mehr auf Lesben und Schwule einzugehen: "Meine Erfahrung aus Berlin zeigt, dass argumentatives Werben zu modernen Positionen führt, und die Union sich von der bisherigen 'Bremser-Partei' in dieser Frage verabschiedet. Die längst überfällige Beseitigung von steuerlicher Ungleichbehandlung zwischen Ehe und eingetragenen Lebenspartnerschaften muss nun zügig umgesetzt werden, auch das ist Teil einer sinnvollen Reformpolitik", erklärt Lange. "Das neue Grundsatzprogramm der CDU muss diese gesellschaftspolitischen Aspekte widerspiegeln, weshalb wir uns auch hier deutlich vernehmbar in die Diskussion in der Partei einbringen werden". (pm/dk)



46 Kommentare

#1 bastian1983Anonym
  • 10.10.2006, 12:31h
  • Glückwunsch dem neuen Vorsitzenden!

    Und toi toi toi für ein geschicktes Händchen um die Union auch weiterhin auf den richtigen Kurs in Sachen Homopolitik zu bringen...
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#2 RheinSchwuppeAnonym
  • 10.10.2006, 12:33h
  • Wünsche den CDU-Schwuppen viel Glück. Den Einsatz finde ich super, vielleicht bewegen die mal was. Dann kriegt ihr auch mein Kreuzchen
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#3 FelixAnonym
  • 10.10.2006, 12:39h
  • Wo hat denn "argumentatives Werben" in der Union bisher zu moderateren Ansichten geführt?

    Ist eigentlich auch logisch: die Ablehnung der Union ist ja nicht argumentativ begründet (da habe ich noch nichts gehört, was man nicht als falsch entlarven kann), sonderen rein ideologisch. Und bei Ideologie haben Argumente noch nie was gebracht.

    Im Übrigen: Schwule und Lesben werden (vor allem durch die Union und die Kirche) seit Jahrzehnten diskriminiert! Wir wollen nicht warten, bis irgendwann vielleicht (vielleicht aber auch nicht) die Union uns gnädigerweise ein kleines Almosen gibt. Wir wollen VOLLE Gleichberechtigung (die es nur mit Öffnung der Ehe gibt) und zwar JETZT!!

    Aber die LSU, die sich noch nicht mal zu einem CSD traut, die selbst auch nicht die Ehe öffnen will (also keine echte Gleichberechtigung, sondern nur gnädige Almosen will), etc. wird wohl - wie bisher auch - in der Union ungehört bleiben.

    Die Union ist und bleibt für Schwule, Lesben, etc. unwählbar! Daran ändert auch so ein Pseudoverein nichts, der in der Partei kein Gewicht hat und selbst hinter den Forderungen anderer Parteien zurückbleibt!
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#4 bastian1983Anonym
  • 10.10.2006, 13:11h
  • @ felix

    Das ist ja mal wieder ein sehr hoch qualifizierter Beitrag zum Thema Politik!

    Ich bin Schwul und darf dehalb mein Kreuz nicht bei der CSU, bzw. CDU machen?! Und wenn mir vorerst aber die Homo-Ehe nicht das wichtigste in meinem Leben ist, sondern andere politische Themen viel mehr Gewicht haben?!? Was dann? Dann darf ich als Schwuler trotzdem nicht dort mein Kreuz machen? Warst du schon mal wählen? Oder gehörst du zu denen, denen eh alles Wurscht ist und du aber trotzdem gerne mitmoserst...

    Wieder mal ein trauriges Beispiel wie intollerant und engstirnig viele Leute doch sind...
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#5 NormaloAnonym
  • 10.10.2006, 13:13h
  • Na dann herzlichen Glückwunsch zum neuen Bundesvorsitzenden!

    Der Rest der CDU/CSU lacht sich derweil kaputt, dass ihr auf Stimmenfang bei den Homos geht. Klaro, die können ja auch jede Stimme dringend gebrauchen und stopfen gerne Nazis, Schwule, Neoliberale und Fundamental-Katholiken unter ihren großen Volkspartei-Rock.

    *kopfschüttel*
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#6 FelixAnonym
  • 10.10.2006, 13:35h
  • @bastian1983:

    Ob ich als Politologe Ahnung von Politik habe, musst Du mir schon überlassen, ebenso, wie ich mich engagiere. Klar könnte ich das hier alles aufzählen, aber ohne Beweis bringt das eh nicht viel.

    Zur Sache:
    Natürlich ist es Dein gutes Recht auch weiterhin eine Partei zu wählen, die Dich weiter diskriminieren will. Aber meine Meinung ist halt: bei einer Partei, die mich diskriminiert, brauche ich gar nicht erst nach ihren anderen Zielen zu fragen, die scheidet von vornherein aus.

    Wenn Du das anders siehst und Wirtschaftspolitik, Verkehrspolitik, oder was auch immer über Grundrechte stellst, ist das Dein gutes Recht - dafür gibt es die Demokratie. Nur solltest Du dann nicht Leute, die das anders sehen und auch begründen persönlich angreifen ohne jegliches Argument zu bringen.

    Und bedenke auch eines: damit diskreditierst Du Dich nur selbst - denn wie bei der Union selbst bringst auch Du keine Argumente, sondern meinst mit persönlichen Angriffen andere mundtot machen zu können. Das hat noch nie funktioniert und wird es auch nie...

    Du kannst mir nicht einen Bereich der Gleichstellungspolitik nennen, wo die Union nicht schlechter als die anderen Parteien ist. Wenn Du andere Ressorts über Grundrechte stellst - bittesehr! Aber mit persönlichen Angriffen a la "Darfst Du überhaupt schon wählen!" statt sachlicher Auseinadersetzung zeigst Du nur noch mehr, wie unwählbar die Union ist.
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#7 hwAnonym
  • 10.10.2006, 13:42h
  • ja man muss ihn unterstützen.
    seiner innerparteilichen plattform ist am besten gedient, wenn er eloquent darauf hinweisen kann, dass bei der cdu noch so viel im argen liegt, dass die mehrheit der schwulen nicht cdu wählt. dieses argument sollten wir ihm nicht aus der hand nehmen.
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#8 Queer as VolkerAnonym
  • 10.10.2006, 13:47h
  • @ "bastian 1983"

    Du behauptest über Felix (ich vermute mal, ohne ihn zu kennen), dass er sich eh nicht engagiert, sondern nur rummosern will. Gleichzeitig stellst Du klar, dass Dir andere politische Ziele wichtiger sind als UNSERE Gleichberechtigung!

    Ich weiß nicht, wie engagiert Felix ist, aber ich weiß wohl, was ich echt verachte: wenn jemand Grundrechte und Gleichberechtigung für (vermeintliche) Vorteile in anderen Bereichen verkauft. Und wenn das auch noch jemand ist, der selbst von genau dieser Diskriminierung betroffen ist, frage ich mich, wie sehr man sich selbst verachten muss, um Diskriminierung zu akzeptieren, wenn nur andere Positionen (vermeintlich) stimmen!

    Gleiche Grundrechte für jeden (ungeachtet seiner sexuellen Orientierung etc.) sind für eine Demorkatie so essentiell, da kann man Diskriminierung nicht durch andere Dinge ausgleichen. Grundrechte haben keinen Preis und sind nicht käuflich.

    Insofern ist mir Deine Haltung unverständlich!
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#9 bastian1983Anonym
  • 10.10.2006, 14:10h
  • Um es mal ehrlich zu sagen, fühle ich mich persönlich nicht diskrimiert, nur weil ein Edmund Stoiber Probleme mit Schwulen hat... (mal ganz abgesehen davon, daß ich durchaus Fortschritte auch in der Union sehe - wofür ja auch die LSU vorhanden ist)... Ich seh das einfach anders... was nützts mir es denn wenn wir eine Regierung aus PDS und SPD dran haben... dann darf ich Heiraten und habe plötzlich mehr schwule Rechte - muss dafür aber in Kauf nehmen, daß wir von Leuten regiert werden, die sonst nicht viel zu Stande bringen... Und wie schon gesagt, weitere Fortschritte in Sachen Homopolitik werden kommen - auch bei der Union (auch wenn sie dafür viel zu lange braucht und gebraucht hat.)

    Aber wie der Fachmann und Politologe schon richtig festgestellt hat, leben wir zum Glück in einem demokratischen Staat, in dem jeder sein Kreuzchen machen kann wo er möchte... Und ich werde meines auch weiterhin hinter der CSU machen. Alles andere ist für MICH "unwählbar" (wie das hier immer so schon zitiert wird).
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#10 WernerAnonym
  • 10.10.2006, 14:10h
  • Wann begreifen einige Möchtegern-Politschwuppen eigentlich endlich mal, dass sexuelle Orientierung und politische Überzeugung zwei Paar Stiefel sind, die per se weder was miteinander zu tun haben, noch sich gegenseitig ausschließen? Anstelle auf den LSUlern herumzutrampeln wäre es eher angebracht, mal den Hut vor ihnen zu ziehen, denn die Leute haben bei ihren Parteien die dicksten Bretter zu durchbohren. Aber es ist ja leichter, den Wohnzimmer-Politiker zu spielen, der seinen Arsch nicht vom Ofen vorkriegt und Leute, die wirklich was zu ändern versuchen, einfach niederzumachen.
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