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Mit einem erotischen Kalender wollen US-Elitesoldaten verwundeten Kameraden helfen, wieder ins zivile Leben zurückzufinden.

Von Dennis Klein

Über 20.000 amerikanische Soldaten sind nach Angaben der staatlichen Statistikbehörde in den letzten drei Jahren im Irak verwundet worden. Das sind scheinbar selbst für die Supermacht USA zu viele: Die medizinische Versorgung nach der Rückkehr ist meist auf ein Minimum beschränkt, viele Folgekrankheiten wie Depressionen erkennt das Militär erst gar nicht als kriegsbedingt an. Die gemeinnützige Organisation "Freedom Is Not Free" ("Freiheit gibt es nicht gratis") versucht nun, diesen Menschen zu helfen: Sie hat für rund 15 Dollar (12 Euro) den Hochglanzkalender "America's Heroes" herausgebracht, in denen knackige Soldaten von der Eliteeinheit, den Marines, ihre Körper und vor allem die Muckis präsentieren. Auf die Idee mit dem Kalender kam eine Werbefachfrau aus Kalifornien; sie hatte bei einem Treffen der Gruppe die nahe liegende Idee, mit einem ganz einfachen Mittel auf die Nöte der "Helden" aufmerksam zu machen: mit Sex.

"Das ist ein Provisorium, um Menschen zu helfen, denen die Regierungsprogramme keine Aufmerksamkeit schenken", erklärt Rudy Reyes, der zwei Jahre im Irak gedient hat. "So können Bürger Bürgern helfen". Viele Rückkehrer hätten "keinen finanziellen oder emotionalen Beistand, auf den sie nach ihrer militärischen Karriere zurückfallen können", meint auch der 24-jährige Michael Saucier. Der ehemalige Unteroffizier, der ebenfalls zwei Jahre bei Bagdad stationiert war, arbeitet inzwischen als Tischlergeselle.

Viele Soldaten, die nicht von der Statistik erfasst sind, kämen inzwischen mit Verletzungen an Füßen, Knien, Hüften und am Rücken zurück, weil sie manchmal Ausrüstung mit einem Gewicht bis zu 100 Kilo tragen müssten. "Freedom Is Not Free" hilft vielen von ihnen, alltägliche Ausgaben wie die Miete oder Stromrechnungen zu bezahlen. Außerdem erhalten Opfer mit schlimmen Verbrennungen ein besonderes medizinisches Bett.

Die abgebildeten Hobby-Models touren gerade durch die USA, um für ihren Kalender zu werben. TV-Stationen reißen sich um die Marines. Eine Anti-Kriegs-Aktion soll das ganze allerdings nicht sein: In einer Pressemitteilung erklärt "Freedom Is Not Free", man wolle die "Männer und Frauen unserer Truppe unterstützen, die große Opfer bringen, um unsere Freiheit zu bewahren."

16. Oktober 2006



18 Kommentare

#1 HampiAnonym
  • 16.10.2006, 14:49h
  • finanzielle Hilfe für Kriegsopfer ist ja sicher was Gutes, aber heiligt der Zweck alle Mittel? Gewiss, die abgebildeten Jungs sind knackig und geil, und sicher fährt so manche Hetero-Frau und Homo-Mann darauf ab. Aber die abgebildeten Kerle sind ja eben doch Krieger und Soldaten. Wird mit einem solchen Kalender nicht genau auch der Erotik der Gewalt und des Krieges Vorschub geleistet? Das Sexgewerbe bedient sich ja schon länger dieser Gratwanderung, Domina, Meister, und Peitsche lassen grüssen....solange sich jemand freiwillg dem hingibt, ist es ja in Ordnung, aber echter Krieg und Erotik oder gar Sex, passt das wirklich zusammen?
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#2 holga-waldaAnonym
#3 BertiAnonym
  • 16.10.2006, 15:20h
  • Man möchte hier die Kanonen von den Jungs in Aktion sehen. Die können sicher gut schießen, wenn keiner hinguckt. ;-)
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#4 holga-waldaAnonym
  • 16.10.2006, 15:53h
  • @ Berti

    ..nein, nein, nein, berti, das sind wieder die typischen vorurteile gegenüber den GIs,.. "wenn keiner hinguckt"....pfff..
    willst du hier ihre kompetenz anzweifeln ?

    über die erschießung eines gefesselten gehbehinderten vaters von 11 kindern im irak gab´s letztens einen ganzen spiegelartikel. der hat den 1a zu matsch geschossen und alle durften zugucken.
    wie´s bei beweglichen zielen ist weiß ich nicht. also in abu ghraib durften sich die gefangenen auch nicht bewegen, die mussten auf den bildern, die ich gesehen habe ihr loch hinhalten. waren aber nur kameraschüsse, was ja sinn macht, die mußten dort strippen für bushs freund bin laden. der braucht ja auch bildmaterial für seinen guten zweck.
    kennst du einen krieg den die jungs alleine
    so ganz richtig gewonnen haben ?
    ich kenne mich erst so ab dem II. weltkrieg aus, da trugen aber die russen 75 % der kriegslast ?
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#5 SebiAnonym
  • 16.10.2006, 19:36h
  • @Hampi
    Ich kann dir nur voll recht geben. Die Verquickung von Erotik und Gewalt sollte gemieden werden. Es passt nicht zusammen. Die Verquickung ist vermutlich dadurch entstanden, dass sowohl Gewalt als auch Sexualität von der Gesellschaft stets verdammt wurde. Das eine zu recht das andere zu unrecht. Als Folge wurde Gewalt irgendwie "geil".

    Auch wenn es nicht so ganz zum Thema passt: Wie geht es dir jetzt? Wie sieht es mit deinem Ekel bezüglich Homosexualität aus? Es braucht eine gewisse Zeit darüber hinauszukommen und sich selbst zu akzeptieren. Ich hoffe, dass du es schaffst!!!!
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#6 holga-waldaAnonym
  • 16.10.2006, 20:47h
  • ....puh, ich muss mich korrigieren, sowas
    mag ich ja gar nicht.

    also es waren nicht nur die russen, die
    75 % der kriegslast in europatrugen, sondern
    alle völker der sowjetunion. uiguren, tartaren, juden, usbeken, armenier, kasachen, usw.

    mein chinesischer bekannter Bai Zhe Wei
    machte mich auf den sachverhalt aufmerksam, dass wowi in berlin, der unsäglichen propagandaschleuder für staatsterror und angriffskriege,
    aspen institute berlin,
    den städtischen saft abgedreht hat:

    klatsch, klatsch, klatsch...

    die kreise heulen auf:

    www.aspenberlin.org/mediacoverage.php?iGedminId=80
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#7 NachhelferAnonym
  • 16.10.2006, 21:21h
  • Die Russen trugen die Kriegslast, nachdem die glorreiche Sowjetunion fast zwei Jahre lang mit den Nazis offiziell (d.h. per Verträgen!) verbündet und sogar BEFREUNDET war, ihnen Flüchtlinge und Rohstoffe geliefert und einträchtig mit ihnen die osteuropäische Kriegsbeute aufgeteilt hatte, die sie dann hinterher auch behielt. Es gibt schon Gründe dafür, daß bspw. die Polen oder die Balten gar nicht schnell genug in EU und NATO eintreten konnten und sich den Amis an den Hals warfen.
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#8 SvenAnonym
  • 16.10.2006, 21:35h
  • Ich sehe hier weniger die vErbindung von Gewalt und Sex. Schließlich ist in den USA auch nicht beides verboten. Dort ist Sexualität verpöhnt und Gewalt was Alltägliches.
    "Sex sells" so machen es alle. Ist also nichts spezielles. Soldanten stehen quasi für Stärke, Männlichkeit und so'n Kram. Das mit der Gewalt fällt da (im sexuellen Sinne) eher runter.

    Es gibt ja interessante Untersuchungen bei Menschenaffen. Haben die Tiere viel Sex gibt es weniger gewaltsame Auseinandersetzungen unter ihnen, haben sie keinen Sex bringen sie sich teilweise wegen Kleinigkeiten gegenseitig um.
    Als ich das las, dachte ich "Scheiße, 'Ficken für Frieden' trifft wirklich zu!"
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#9 HampiAnonym
  • 17.10.2006, 00:18h
  • @sebi: Danke der Nachfrage, Sebi, nein, es geht mir nicht so gut, ich empfinde es nach wie vor als Defizit, schwul zu fühlen. Ich glaube nicht im Ernst an einen richtigen Erfolg, sich umpolen lassen zu können. Ich würde es mir zwar wünschen, aber es wird wohl nicht wirklich klappen, so wenig wie ein Mann dem ein Bein fehlt je wieder ein Bein nachwachsen wird, er kann sich nur mit einer Krücke behelfen. Ich bin nicht sonderlich religiös, aber für mich ist es auch eine Last oder eben ein Kreuz das ich zu tragen habe.
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#10 hwAnonym
  • 17.10.2006, 00:56h
  • @ nachhelfer

    ...ach, so war das. ich dacht schon, die
    wollten flugs dazu, um mit ihren waffen-ss
    kameraden hier baltische lieder zu singen.

    Deutsch-sowjetischer Nichtangriffspakt

    der stalin war schon eine sau mit diesem pakt luft für die aufrüstung zu haben.

    de.wikipedia.org/wiki/Hitler-Stalin-Pakt

    kennst du diesen journalisten einer großen frankfurter zeitung:

    de.wikipedia.org/wiki/Richard_Sorge

    Der erste politische Vertrag zwischen dem Deutschen Reich und Japan wurde auf Bestreben Japans am 25. November 1936 in Berlin vom japanischen Sonderbotschafter Vicomte Kintomo Mushanokoji und Joachim von Ribbentrop für die Dauer von fünf Jahren unterzeichnet. Das Ziel der Bekämpfung des Kommunismus. Stalin die Sau weigerte sich Däumchen zu drehen.
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