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Jerusalem (queer.de) - Tausende ultraorthodoxer Juden protestierten in Jerusalem gegen den CSD, der in knapp einem Monat stattfinden soll. Wie "Ynet News" berichtet, machten die Demonstranten Schwule und Lesben auch für den Krieg im Libanon verantwortlich. Rabbi Mosche Sternbuch sagte als Redner der Veranstaltung: "Wir haben im Libanon nicht unsere Ziele erreicht, weil im Heiligen Land Unzüchtigkeit und sexuelle Freizügigkeit um sich greift." Es gebe in Israel "keine größere Beeinträchtigung als diese schändliche Parade." Auch Rabbi Ovadia Josef beteiligte sich an der Demonstration. Er kämpfe gegen die "unzüchtige Schmutzparade von Amalekitern, die die Heilige Stadt besudeln wollen". Amalekiter sind ein biblischer Stamm aus dem Land Kanaan und gelten unter Juden als Feinde des Volkes Israels.
Kritik an der Stadt Jerusalem
Die Demonstranten kritisierten auch die Entscheidung der Stadt Jerusalem, nicht gegen die Parade vorzugehen. Der orthodoxe Bürgermeister der Stadt, Uri Lupolianski, hatte sich in den vergangenen Jahren zwar wiederholt gegen die Parade ausgesprochen, hat aber nichts gegen sie unternehmen können. Ende Mai hat Gericht entschieden, dass Jerusalem den CSD wie jede andere Kulturveranstaltung finanziell unterstützen müsse (queer.de berichtete). Ende Juli haben die Organisatoren die geplante Worldpride-Parade wegen des Waffenganges gegen die Hisbollah-Milizen im Libanon abgesagt (queer.de berichtete). Der CSD soll nun am 10. November wiederholt worden. Israel ist das einzige Land in der Region, in der Homosexuelle nicht mit Gefängnisstrafen bedroht werden. (dk)



#1 manni2Anonym
#2 Gay-ACAnonym
  • 19.10.2006, 12:59h
  • Wie bei allen religiös fanatisierten: demokratische Grundrechte wie Meinungsfreiheit, Redefreiheit und Versammlungsfreiheit werden abgelehnt, da sie ihre Ideologie nur in totalitären und autoritären Strukturen durchsetzen können...

    Dass Fanatisten dabei gegen die eigentlichen Werte einer Religion wie Nächstenliebe und Toleranz ankämpfen ist auch stets gleich: Kirchen geht es nicht um Religion, sondern um Geld und Macht!!

    "Wieso bist Du aus der Kirche ausgetreten, bist Du nicht mehr gläubig? - Doch doch, mit denen da oben bin ich sehr zufrieden, nur das Bodenpersonal ist miserabel...."
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#3 hwAnonym
  • 19.10.2006, 13:31h
  • ...ach..na sowas .. die arbeitenden und unteren schichten israels
    haben zur zeit ein voll ausgeprägtes
    SADDUZÄER-PROBLEM und jetzt das noch...

    Die Sadduzäer (wahrscheinlich abgeleitet vom Hohenpriester Sadduk bzw. Zadok) waren eine in Israel von ca. 150 v. Chr. bis zur Zerstörung des Zweiten Tempels 70 n. Chr. verbreitete römerfreundliche Gruppe des Judentums (amerikaner gab´s da noch nicht)
    Sie beherrschten den Tempel und den Tempelkult. Die Sadduzäer waren die größte Kraft im Synhedrium (Hoher Rat zur Zeit des Jüdischen Tempels) und stellten mehrmals den Hohepriester.

    Die Sadduzäer gehörten vor allem den höheren Gesellschaftsschichten an (zum größten Teil Priestergeschlechter und Aristokratie), wobei die Aristokratie von den Pharisäern nicht als solche anerkannt wurde, da sie nicht aus dem Hause David war.

    Sie glaubten, im Gegensatz zu den Pharisäern, nicht an die mündliche Überlieferung, die heute den Talmud bildet, sondern nur an die schriftlichen Gesetze Mose im Alten Testament. Sie glaubten auch nicht an Führung durch Gott, nicht an die Engel (Apg. 23,8) und auch nicht an die Auferstehung von den Toten (Sadduzäerfrage).

    Dafür sahen sie im Tempeldienst den Schwerpunkt jüdisch-religiösen Lebens. Die Bewegung der Sadduzäer endete daher nahezu zeitgleich mit der Zerstörung des Tempels und Jerusalems durch Titus im Jahre 70.

    Von „
    de.wikipedia.org/wiki/Sadduz%C3%A4er
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#4 joshAnonym
  • 19.10.2006, 16:29h
  • zig millionen fanatische gläubige besudeln jeden tag unsere würde und unsere strassen und plätze mit ihrer unglaublichen dummheit und ignoranz. wir nehmen es in demut hin :) - etwas mehr demut würde denen auch gut tun.
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#5 TimAnonym
  • 19.10.2006, 18:50h
  • Wären die wirklich gläubig, würden die nicht ständig Gottes Werk in frage stellen! Aber solchen Menschen geht es nicht um Glauben, sondern um Hass und ihre eigene faschistische Meinung über Gottes Werk zu stellen...
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#6 hwAnonym
#7 AngelpowerAnonym
  • 21.10.2006, 17:11h
  • @hw: Auch wenn in weiten Teilen ich deiner Auslegung eines sehr wohl religiösen toleranten Kultes zustimmen kann. So möchte ich doch feststellen, daß die Sadduzäer gar nicht an Engel glauben konnten, weil dei APG Teil des NT ist und damit für Juden gar nicht bekannt war:-)!
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