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Den Haag (queer.de) - Die Niederlande erkennt schwule und lesbische Iraner fortan als Asylbewerber an. Das gab das Einwanderungsministerium gestern bekannt. Grund für die Entscheidung sei ein noch unveröffentlichter Bericht der Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch. In diesem werde von einer systematischen Misshandlung Homosexueller im Iran gesprochen. Außerdem verlängerte die Regierung ein Moratorium auf die Abschiedung von Christen in den Iran bis Mai 2007. Einwanderungsministerin Rita Verdonk hatte im März noch angekündigt, Homosexuelle wieder in den Iran zurückzuschicken, da die Sicherheitslage dort nicht zu beanstanden wäre (queer.de berichtete). Nach heftigen Protesten verlängerte sie das nach Hinrichtungen Schwuler eingerichtete Moratorium einen Monat später und kündigte eine endgültige Entscheidung im Herbst an (queer.de berichtete). Im Gegensatz zu Holland hat Schweden Anfang des Monats wieder damit begonnen, Schwule und Lesben in die Islamische Republik abzuschieben (queer.de berichtete). (dk)



#1 joshAnonym
  • 19.10.2006, 16:27h
  • gut so, allerdings wenn für christen das ganze bis 2007 verlängert wurde wieso dann nicht für homosexuelle? is wohl ne rethorische frage
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#2 TimAnonym
  • 19.10.2006, 18:48h
  • BRAVO!!

    Es wäre ein Verbrechen gewesen, Schwule in diesen Barbarenstaat abzuschieben, wo sie ihres Lebens nicht sicher sind und Haft, Folter und Tod erwarten...
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#3 TorstenAnonym
  • 22.10.2006, 01:24h
  • Hallo Tim,
    ich bin nicht sicher, ob der Iran wirklich so unglaublich babarisch ist, oder ob uns einzelne Länder wie die USA das nur glauben lassen wollen. Will nicht behaupten, dass ich dort leben wollte, nur einige westliche Länder, die sich Freiheit und Menschenrechte groß auf die Fahne schreiben, sind auch nicht toll, Beispiel USA, was selber der größte Terrorstaat von allen ist.
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#4 antosAnonym
  • 23.10.2006, 20:17h
  • @ Torsten:

    Du bist dir nicht sicher, "[...] ob der Iran wirklich so unglaublich babarisch ist, oder ob uns einzelne Länder wie die USA das nur glauben lassen wollen."

    Schön, kritisch zu sein bedarf es wenig und wer kritisch ist, ist in jeder Leserbriefecke König. Natürlich ist 'der Iran' kein barbarisches Land; ebenso wenig gibt es 'Länder', die andere 'etwas glauben lassen wollen', glaube mir. Man muss sich schon die unterschiedlichen Interessengruppen, die unterschiedliche Akteure anschauen.

    Hier unterschiedliche Akteure: Die Perserin Marjane Satrapi erinnert sich in ihrem wunderbaren Comic an ihre Kindheit/Jugend zu Zeiten der iranischen Revolution. In ihren einprägsamen Bildern zeigt sie sich zum Beispiel als new-wave-begeisterter Tehraner Teenager, der in seinem Zimmer zu seinem Lieblingslied abrockt: '(We're the) Kids in America'.

    Ungefähr 27 Jahre später, nämlich heute, verkaufen andere Kids aus Amerika der iranischen Regierung Filtersoftware fürs Internet, damit die Kids in Iran sich nicht mit un-islamischen Inhalten beflecken und nicht täglich von der verbrecherischen Herkunft ihrer Regierung lesen. Ein schönes Geschäft, denn andere - ebenfalls persisch-amerikanische Unternehmen können dann wieder die Software entwickeln und verkaufen, die diese Sperren knackt. - Welche Welten liegen zwischen diesen Akteuren? Und was vereint sie?

    www.amazon.de/Persepolis-Eine-Kindheit-im-Iran/dp/3800051281/sr=8-1/
    qid=1161627147/ref=pd_bbs_sr_1/028-5171532-5035730?ie=UTF8

    Aber hier gehts ja um was anderes. Schwule und Lesben haben unter der iranischen Sharia zu leiden - deswegen: keine Abschiebung!
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#5 tux2006Anonym
#6 tux2006Anonym