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  • 21. Oktober 2006, noch kein Kommentar

Der faire Afrika-Shop "Tendo Sawa" hat ein Benefiz-Angebot für alle Fans der schwulen TV-Serie

Von Carsten Weidemann

Was hat ein Afrika-Shop bloß mit "Queer as Folk" zu tun, werden sich viele wundern. Tobias Kirsch von "Tendo Sawa" antwortet mit einer Gegenfrage: "Ist dir schon einmal Brians Armband aufgefallen?" Genau so eines aus Leder und Kauri-Muscheln hat er nämlich in seinem Angebot. Als "Queer-as-Folk"-Fan bietet Kirsch das Armband nun auf einer eigenen Webseite zum Preis von 8,90 Euro. In dem Verkaufspreis ist eine Sozialprämie von zwei Euro enthalten, die je zur Hälfte an den Aids-Hospizdienst Tauwerk Berlin und an Aids-Projekte in Afrika geht.

Nun ist Brian der Charakter in "Queer as Folk", an dem sich die Geister scheiden – die einen lieben ihn, die anderen hassen ihn. "Brian verkörpert alles, was sich viele von uns wünschen: er hat einen guten Job, braucht sich um sein Liebesleben keine Sorgen zu machen, er geht Kompromisse nur ein, wenn es wirklich sein muss, und sieht dabei auch noch verdammt gut aus", entgegnet Tobias Kirsch. Dazu passt der Name des Armbands: "Mumo" ist ein Mädchen-Name bei den in Kenia lebenden Akamba und beschreibt eine Person, die beharrlich auch unangenehme Situationen oder ein schweres Leben meistert.

Tendo Sawa ist der erste Internetversand für fair gehandelte afrikanische Produkte in Deutschland. Neben Schmuck bietet Tobias Kirsch Dekorationsartikel und Musik aus Kenia und Südafrika an. Der Shop-Name ist Kisuaheli und bedeutet "Faire Aktion". Der Name ist für Tobias Kirsch Programm. Der 25-jährige legt großen Wert darauf, seine Geschäftsidee mit gesellschaftlichem Engagement zu verbinden. So half er etwa den Handwerkern, die mit Tendo Sawa zusammenarbeiten, während einer Dürreperiode, indem er Mais einkaufte und verteilte. Ein Großteil der Einnahmen von Tendo Sawa fließen zudem in das von Kirsch ins Leben gerufene Stipendienprogramm students-for-students, das durch Spenden deutscher Studenten Stipendien für Studenten in Afrika und Südamerika finanziert.

23. Oktober 2006