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Für viele Schwule ist sie eine Stilikone: Marie Antoinette. Passend zum Kinoepos gibt es auch einen überraschenden Soundtrack.

Von Carsten Weidemann

"Die Leute haben kein Brot? Sollen sie doch Kuchen essen." So oder ähnlich ignorant soll Marie Antoinette (1755-93), die österreichische Erzherzogin und französische Königin, auf den Unmut ihrer Untertanen reagiert haben, der bald darauf in der französischen Revolution mündete. Sie war eine "Rock- und Rokoko-Königin" (Le Monde) und echte "Pop Prinzessin" (Der Spiegel) und als solche porträtiert sie Sofia Coppola in ihrem fantastischen neuen Film. Basierend auf Antonia Frasers Biographie "Marie Antoinette: Eine Reise" umschifft die 35-jährige Regisseurin, deren Filme "The Virgin Suicides" und "Lost In Translation" die Amerikanerin bereits jenseits ihres Nachnamens berühmt machten, die Konventions-Klippen eines Kostümfilms und erzählt stattdessen in schnellen Bildern eine spannende Geschichte über jugendliche Ängste und Emotionen. Mit einer entweder extrem aufgetakelten oder nur mit einem Fächer bekleideten Kirsten Dunst in der Hauptrolle, dazu den Schauspielern Jason Schwartzman, Rip Torn und Steve Coogan und Marianne Faithfull als Kaiserin Maria-Theresia, allesamt in Schuhen von Manolo Blahnik, gerät "Marie Antoinette" zu einer "wilden Mischung aus Versailles Chic und Jungmädchenträumen im 21. Jahrhundert" (Sonntagszeitung).

Mehr noch: "Marie Antoinette" badet in jenem Zeitgeist-Pop-Soundtrack, der auch schon "Lost in Translation" auszeichnete, und ist Zucker für Auge und Ohr." (Tagblatt) Um diesen Soundtrack, der dem Film eine extrem moderne Note verleiht, wurde bereits im Vorwege einiges Aufhebens gemacht. Bevor der Film am 2. November 2006 in die deutschen Kinos kommt, steht uns damit also mehr als nur ein Vorgeschmack auf dieses cineastische Ereignis ins Haus: Mit Gespür für historische Parallelen und die Historie des Pop bringt der von Drummer und Filmmusikexperte Brian Reitzell produzierte und zusammengestellte Soundtrack Vivaldi und New Order, The Strokes und Siouxsie & The Banshees zusammen. "Hong Kong Garden", die erste Single der von John Peel geförderten Sex Pistols-Fans unter Siouxsie Sioux, die schon im August 1978 die britischen Charts eroberte, eröffnet den Soundtrack. Konsequenterweise sind anschließend Bow Wow Wow zu hören, die immerhin von Sex Pistols-Manager Malcolm McLaren ins Leben gerufen wurden. Ihr Hit "Aphrodisiac" von 1983 ist im Original dabei, während später "I Want Candy" und "Fools Rush In" im Remix von Kevin Shields (My Bloody Valentine) auftauchen. Keine Angst: Die prinzesslichen Parallelen werden nicht so weit getrieben, dass hier nur Post-Punk-Phänomene mit quirligen Frontfrauen präsentiert werden. Somit schlägt der Soundtrack von "Marie Antoinette" Brücken – über knapp 300 Jahre populärer Musik.

26. Oktober 2006



#1 ChrisAnonym
  • 28.10.2006, 18:28h
  • "Für viele Schwule ist sie eine Stilikone" - Hallo - jemand zu Hause? Marie Antoinette eine Stilikone für Schwule? Stimmt - ich fühle mich auch schon ganz kopflos.... Also Mädels - Film ansehen und wissen, warum sie sich wirklich nicht zur Stilikone eignet....
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