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Monotone Gitarren - präzise und doch schrammlig, lässig und doch völlig kontrolliert: die Berliner Newcomer Laxrosa.

Von Carsten Weidemann

Laxrosa sind Karen (Gesang), Tine (Bass), Inka (Schlagzeug) und Andy, und der ist kein "Quotenmann", sondern einfach der Gitarrist. Vor allem ist diese Gruppe eine gelebte, gewachsene Freundschaft von Menschen, die in ihrem Leben etwas Eigenes gestalten wollten: "Lass uns doch was machen!" Den Anstoß gab Inka, nachdem sie von einem Stereo-Total-Konzert kam, und überwältigt von der Einfachheit der Mittel, ihre Freundinnen überzeugte: "So schwer sah das nicht aus, so was kriegen wir auch hin!" Und so hockten sich im Winter 1999 vier Mädchen zusammen, die gerade aus verschiedenen Winkeln der Republik in Berlin gelandet waren, um zu studieren.

Keine hatte je ein Instrument in der Hand, sie fingen am absoluten Nullpunkt an. Aber das war bei den Ramones genauso. Oder bei Jesus & The Mary Chain. Oder bei Wire. Die Gitarristin stieg bald aus, ihr wurde die Musik zu "indie". Was zu erwarten war, wenn man weiß, dass die anderen glühende Verehrerinnen von Neil Young, Nirvana, NoFX, Ramones (Tine), Sleater-Kinney (Inka), Nick Drake (Karen), Tocotronic und den Sternen (alle) sind. Mit dem Nachfolgegitarristen kam der erste Bub in die Band und schuf das handwerkliche Fundament. Andy ist der dritte Gitarrist und seit Januar 2005 dabei.

So ging’s los. Große Ziele gab es keine, wohl aber eine Haltung: "Wir haben uns von Anfang an total ernst genommen", erinnert sich Tine und schmunzelt darüber, wie sie einmal waren. Im Einklang mit ihrer Ernsthaftigkeit trugen sie hilfreiche Scheuklappen: "Wir haben auch jedweden Widerstand von Anfang an ausgeblendet, es gab einfach nichts, was unserer Lust aufs Musikmachen im Weg stand", sagt Karen. Klar, dass die ersten Gehversuche in Sachen Rock auf ihre Weise minimal waren. Aber genau darin konnten sie früh ihre Kunst beweisen: Wenig einsetzen, viel bewirken.

Von diesem bedingungslosen Aufbruch zeugen vor allem die innig entrückten Stücke auf ihrem nun erscheinenden, selbst betitelten Debütalbum. "Was anderes", "Träume sind Schäume" und vor allem "Geschichten" erzählen ohne Umschweife aus den Gemütern der Mitglieder von Laxrosa und bilden das Epizentrum ihres musikalischen Kraftfeldes. "Berliner Schraddelpop" nennen sie das treffend. Woraus er sich speist, steht klipp und klar auf ihrer Homepage: "Laxrosa ist das musikalische Lebensgefühl unserer Generation, gedankenverloren und wütend, ein Chaos aus Realität und idealisierten Träumen." Träume zur Realität machen – und genau darüber singen, das ist das eigentliche "Laxrosa-Ding".

On Tour:

13.12.06, Frankfurt – Das Bett
15.12.06, Ludwigshafen – Das Haus
13.01.07, Hannover, Indiego Glocksee

27. Oktober 2006



#1 karniggelAnonym
#2 melliAnonym
  • 02.11.2006, 20:59h
  • echt? Was zu tun ist ist viiiieell cooler!!!
    Aber so ganz genau weiß ich es eigenltich auch nicht, sind alle super!!!!
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