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Houston (queer.de) - Damit hätte das Ehepaar Todd und Sabrina Farber aus Houston nicht gerechnet. Die Landschaftspfleger hatten Ende Oktober einem schwulen Paar nach einer Anfrage mit höflichen Worten abgesagt: "Wir müssen Ihnen leider mitteilen, das wir uns mit Ihnen nicht treffen können, weil wir beschlossen haben, nicht für Homosexuelle zu arbeiten". Diese E-Mail zog Kreise, und jetzt fürchtet das Paar um sein Leben.
Ganz klar: Die Antwort des christlich orientierten Gärtner-Ehepaars mit vier Kindern ist extrem diskriminierend, daran gibt es nichts zu deuteln. Doch die E-Mail, die von dem konsternierten schwulen Paar an Freunde weitergeleitet wurde, und von dort aus in allen möglichen Kanälen weiter verbreitet wurde, sorgte für wütende Reaktionen, die über alle Stränge schlugen. Hunderte von Nachrichten mit Beschimpfungen landeten im Posteingang der Gärtner, ständig meldeten sich Unbekannte per Telefon, ließen Hasstiraden hören. Sogar mit Mord wurde gedroht. Mittlerweile mussten sie ihr Bürotelefon ausstöpseln und ihre Telefonnummer nahmen sie von ihrer Website sowie aus den öffentlichen Telefonbüchern.
Reagierte das Paar, befragt von der Presse, zunächst noch zickig: "Wir sind nun in der Lage zu sehen, was passiert, wenn man die Homosexuellen und den Teufel verrückt macht", gab es wenige Tage später auf deren Website eine Art von Entschuldigung: "Wir hassen Homosexuelle nicht und es tut uns leid, das wir das schwule Paar verletzt haben. Wir wollten nur klar machen, das wir als kleiner Laden das Recht haben, uns unsere Kunden auszusuchen." In Houston gibt es keine Gesetze, die Diskriminierung aufgrund von sexueller Orientierung verbieten. (cs)



Melbourne: Gay-Bar muss Heteros reinlassen

Der schwule Pub "The Peel Hotel" im australischen Melbourne darf seine Gäste nicht mehr nach der sexuellen Orientierung fragen.
Gericht: Feuerwehrmänner auf CSD "belästigt"

Eine Jury in San Diego hat am Dienstag vier heterosexuellen Feuerwehrmännern insgesamt 34.300 Dollar (27.200 Euro) wegen sexueller Belästigung zugesprochen, weil ihr Arbeitgeber sie 2007 gezwungen hatte, in einem Feuerwehrwagen an der CSD-Parade teilzunehmen.
Gericht: Auch ein Hetero kann Opfer von Homophobie sein

Ein heterosexueller Mann darf in England klagen, wenn er aus Schwulenfeindlichkeit gemobbt wird. Das entschied ein Berufungsgericht.
#1 SvenAnonym
  • 30.10.2006, 13:44h
  • Morddrohungen? Naja, eben Amis, die müssen immer gleich übertreiben.
    Ansonsten sehr vernünftig, sich so ein Verhalten nicht gefallen zu lassen.
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#2 DanielAnonym
  • 30.10.2006, 17:05h
  • Das Verteilen der Mail war vollkommen in Ordnung, Reaktionen darauf wohl auch erwünscht.

    Dabei gibt es immer wieder Personen die über die Stränge schlagen. Morddrohungen (sofern wirklich geschehen) und Beschimpfungen (kann´ich mir gut vorstellen) sind absolut nicht in Ordnung.

    ABer es ist doch auch mal schön wenn Sie merken, wie sich Schwule und Lesben im Ami-Land manchmal fühlen...
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#3 JanAnonym
  • 30.10.2006, 20:31h
  • Also ich finde daran gar nichts schön. Die
    Argumentation "sollen die doch auch mal sehen,
    wie das so ist" ist m.E. nicht überzeugend. Siehst
    du vlt. bei nähere Betrachtung genauso, ich gehe
    mal davon aus, dass sie eine spontane Reaktion
    war. Also ich finde schon, dass sie sich aussuchen
    können sollten, für wen sie arbeiten als kleines
    Privatunternehmen. Hättet ihr Lust für irgendeinen
    Neonazi den Garten zu pflegen? Ich glaube auch
    nicht, dass man das so reglementieren kann. Am
    Ende halten sie es halt geheim und sagen: Uns ist
    ein wichtiger Auftrag dazwischen gekommen. Ich
    Rede hier nur vom Privatbereich wohlgemerkt.
    Beim AGG bin ich zwar auch dagegen, finde aber
    dass das nochmal anders diskutiert werden müsste
    als bei diesem Fall, weil es da doch hauptsächlich
    um etwas größere Unternehmen geht und nicht 2
    Privatleute, die irgendwo Gärten pflegen.
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#4 DavidAnonym
  • 30.10.2006, 21:07h
  • Natürlich ist das deren privates Recht. Und die Leute terrorisieren geht auch zuweit - aber trotzdem fand ich es richtig die Sache öffentlich zu machen.
    Eine Frage:
    Was wäre gewesen, wenn anstelle des Paares eben ein Farbiges oder ein jüdisches Paar gefragt hätte, und man dann mit "wir arbeiten nicht für Schwarze" oder "wir arbeiten nicht für Juden" geantwortet hätte?
    DAS sollten sich die Leute mal fragen! Und dann mal überlegen, wie die Betroffenen sich gefühlt hätten. Und dann mal überlegen, was man selber davon halten würde, bzw. wie man handeln würde.
    Darum finde ich den Wirbel, den das losgetreten hat, schon wichtig. Die Leute sollten selber mal in eine solche Situation kommen und erfahren wie es ist, aufgrund eines Vorurteils abgelehnt zu werden.
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#5 SafriAnonym
  • 02.11.2006, 10:24h
  • @Jan

    "Hättet ihr Lust für irgendeinen
    Neonazi den Garten zu pflegen?"

    Toller vergleich.

    Applaus.
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#6 DanielAnonym
  • 03.11.2006, 20:09h
  • Ich vergleiche Schwule auch iimmmmmer mit Neonazis......

    Schwarze immer mit Guerilla-Kämpfern....

    So schwachsinnige Vergleiche....
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