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Hamburg (queer.de) - Das Europäische Zentrum für Antiziganismusforschung hat gegen Sacha Baron Cohen, den Hauptdarsteller des heute startenden britischen Kinofilms "Borat", sowie gegen die Produktionsfirma Strafanzeige in Hamburg gestellt. Das berichtet "Spiegel Online". Der Film enthalte diskriminierende Szenen, außerdem verstoße die Benutzung des Wortes "Zigeuner" gegen das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG), argumentiert Marko Knudsen, der Vorsitzende des Vereins, der sich die Ahndung von Rassismus gegen Sinti und Roma auf die Fahnen geschrieben hat. Außerdem wurden RTL, Sat 1, Pro Sieben und MTV verklagt, weil die einen Werbespot für den Film ausgestrahlt hätten, in der Borat fragt, ob er mit einem Wagen in eine Gruppe "Zigeuner" fahren könne. Des weiteren stellte der Verein Strafanzeige gegen die Nachrichtenseite "welt.de", weil sie ein satirisches Interview mit "Borat" führte, in dem nicht klar geworden sei, dass es sich nur um eine Kunstfigur handelte.

In dem Film reist der Cohen als kasachischer Journalist Borat durch die USA, die Reaktionen von Passanten werden mit versteckter Kamera aufgezeichnet. Borat ist dabei ein homophober und frauenfeindlicher Tollpatsch. Der Film "Borat - Kulturelle Lehrung von Amerika um Benefiz zu machen für glorreiche Nation von Kasachstan" wurde bereits in den USA heftigst kritisiert, weil sich Cohen gegen amerikanischen Symbolen wie der Flagge oder der Nationalhymne respektlos verhalten hatte. Cohens Figur Ali G. machte den jüdischen Comedian weltweit bekannt. Beliebt ist auch seine Darstellung Brunos, eines schwulen österreichischen Modejournalisten (hier im Interview mit einem homophoben US-Pastor). (dk)



Kameramann klagt gegen Brüno

Der Comedian Sacha Baron Cohen bekommt Ärger. Sein Filmteam soll einen schwulen Mann verletzt haben.
Aus Brüno wird Freddie Mercury

Der britische Comedian Sacha Baron Cohen soll in einem Film den Frontmann der Band Queen verkörpern.

30 Kommentare

#1 SaschaAnonym
  • 02.11.2006, 16:46h
  • Es ist nur sehr bedauerlich und unverständlich, dass Homo-Organisationen (allen voran der LSVD) nicht mit dem gleichen Nachdruck alle rechtlichen Mittel ausschöpft, um die Verunglimpfung von Homosexuellen in Film und Fernsehen strafrechtlich zu verfolgen und gesellschaftlich zu ächten.
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#2 OlafAnonym
  • 02.11.2006, 16:52h
  • Wenn das durchkommt, wäre alle Satire verboten.

    Cohen finde ich super! Er hält der Gesellschaft einen Spiegel vor. Wenn er dafür bestraft werden soll, wäre das ein Armutszeugnis für unsere Demokratie.
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#3 GynophilAnonym
  • 02.11.2006, 18:02h
  • So kriegt man im Fahrwasser eines berühmten Films selber Publicity. Leider ist dies gelungen, ich wusste vorher noch nichts vom "Europäische Zentrum für Antiziganismusforschung".
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#4 hwAnonym
  • 02.11.2006, 18:02h
  • ..hoffentlich hat man auch allen professionellen "judenverstehern" mitgeteilt, dass der country-song und die erörterungen der arten des abschiessens von judenentlarvend gemeint war.
    das kann noch lustig werden.....also liebe judenversteher,
    des jezd satire, jüdisch=gudd gudd,
    wenn ahmadinedschad= bösss bösss
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#5 FischAnonym
  • 02.11.2006, 18:48h
  • ... Kann die Redaktion bitte den "Kommentar" von "hw" entfernen? Soviel Peinlichkeit ist selbst in der heutigen Zeit selten, und übersteigt jegliches Verständnis für die Meinungsfreiheit um Längen.

    Zumindest meines.

    Wie heisst es so schön in der AGB:
    "Um Missbrauch vorzubeugen, prüfen wir jeden User-Kommentar, bevor wir ihn online stellen. Wir bitten um Verständnis, dass dies unter Umständen etwas dauern kann."

    Danke.
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#6 LuxuriaAnonym
  • 02.11.2006, 19:13h
  • Ich bitte den Beitrag des Users "HW" zu löschen. Die dämliche Art wie er Jiddisch imitiert ist einfach widerlich. Und die Bezeichnung "professionelle Judenversteher" ist wohl total daneben.

    Zum Thema: Satire ist per Definition nun mal nicht nett. Man könnte ja auch Chaplin vorwerfen, er verherrliche mit dem "großen Diktator" den Faschismus.
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#7 SvenAnonym
  • 02.11.2006, 19:21h
  • Was ich bisher von dem Film gehört hatte klang nicht sehr beeindruckend (Naja, Amis sind halt eh alle blöd!)
    Obwohl mir ja auch Alfons gefällt, scheinbar macht Sacha Baron Cohen das ja gar nicht anders.

    Jetzt wird der Film aber langsam so gar für mich interessant.

    Wenn es wirklich als Satire rüberkommt, darf die Klage auf keinen Fall durchkommen. Ansonsten sollten wir gleich auch noch alle anderen demokratischen Rechte mit der Meinungsfreiheit begraben.
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#8 antosAnonym
  • 02.11.2006, 20:26h
  • @ hw

    Aaah, Witzischkait kennt keine Grenzen.

    Natürlich hast Du Recht: "ahmadinedschad" ist nicht "bösss bösss" - er, in exiliranischen Kreisen als 'Mr. Gnadenschuß' bekannt, ist wirtschaftspolitisch ein Dummkopf und ansonsten nur einer von vielen islamistisch motivierten Killern. Sehr interessant, dass die deutschen Qualitätsmedien dauernd über Mahmuds Mahdiglauben berichten, aber nie über seine tatsächlichen Qualitäten:

    www.peterpilz.at/html/tagekom.php?id=934&monater=JULI&tagges
    er=DIENSTAG&tager=05&jahrer=2005


    Wer möchte darüber mal lachen? Meine Freunde packt da die blanke Wut, diese Partykiller.
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#9 antosAnonym
  • 02.11.2006, 20:45h
  • "Wenn es wirklich als Satire rüberkommt"....

    Himmel, wie dumpf sind wir eigentlich? Sacha Baron Cohen benutzt offensichtlich eine der ältesten Taktiken von Satire überhaupt: Er fegt die Gedankenscheiße öffentlicher und privater Diskurse zusammen und stellt sie in seiner Kunst-Latrine aus - zur Begutachtung und unser aller Lehre.

    Wie kann man nur auf die bescheuerte Idee kommen, da Klagen einzureichen?
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#10 hwAnonym
  • 02.11.2006, 21:44h
  • @) Fisch

    natürlich hast du recht, dass sich über Geschmack streiten läßt und sich jeder blamiert so gut er kann.

    @ luxuria

    ohne die annahme, es sei eine dämliche
    imitation des jiddischen, würde der mitschwingende vorwurf natürlich nicht funktionieren.

    immerhin zeugen die reaktionen von wachsamkeit, was mich wirklich freut.
    "professionelle judenversteher" findest du im springer-verlag, der mit seinen arbeitsvertragsklauseln absichern muss, dass in seiner klause, das nicht geschieht,
    was du bei mir vermutest. antisemitismus.

    mit "judenverstehern" machte mich meine uroma bekannt, die mir bei stadtspaziergängen immer wieder zeigte, in welchen arisierten immobilien diese hausen. deren kult bestand und besteht in der gnadenlosen befürwortung
    jeglicher isaraelischer gewaltaktion seit gründung des staates israel und brd, das schafft sogar noch den erben psychologische entlastung. schaut euch den film an, er ist wirklich spitze, nicht weil´s gegen amerika geht, sondern gegen ignoraten. ich liebe cohens tabubrüche für die "gute" seite.
    ach so, meine tote uroma liebe ich auch, sie half illegale schriften zu verstecken mit kurzer unterbrechung von 1933 bis 1972, juden zu verstecken, brot unter zäunen durchzuschieben für kriegsgefange und brot in die firma zu schmuggeln für zwangsarbeiter. sie brachte mir auch bei, dass man dafür nie alleine sein darf. nur eins hat sie bis ans lebensende nie verwunden, dass sie von den amerikanern befreit wurde, auch wenn die als ersten bürgermeister einen kommunisten einsetzen mussten. es gab halt nicht besseres.
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