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  • 03. November 2006, noch kein Kommentar

In Hamburg räumt die Tanz- und Musik-Show zum Kultfilm gehörig ab. Nun ist die passende CD erschienen.

Von Jan Gebauer

Entweder man liebt oder hasst den Tanzklassiker der 80er Jahre: "Dirty Dancing" gelang das Kunststück mit relativ wenig Handlung (heißer Animateur/Tänzer verliebt sich in graues Mäuschen, die prompt zum schönen Schwan aufblüht), dafür umso packenderen Tanzszenen und fetziger 60s- und 80s-Musik das Kinopublikum in seinen Bann zu ziehen. Auch viele Schwule waren ergriffen und noch heute dudelt der unvergessliche Hit "(I’ve Had) The Time Of My Life" in vielen Discos und Kneipen von Hamburg bis München. "Dirty Dancing", die Musik- und Tanz-Show, hatte 2004 im australischen Sydney Premiere und löste im März 2006 "Tanz der Vampire" in der Hamburger Neuen Flora ab. Die dazugehörige CD macht deutlich, dass es sich hier nicht um ein Musical im klassischen Sinne handelt. Die Musik ist wie ein Live-Soundtrack in die Handlung auf der Bühne integriert und wird von Solisten wie Sabrina Weckerlin gesungen. Eleanor Bergsteins "Dirty Dancing – Das Original Live On Stage" bietet neben den Songs der Show auch Kultzitate, die man immer wieder mit dem Filmerfolg assoziiert. "Ich habe eine Wassermelone getragen" oder "Mein Baby gehört zu mir, ist das klar!?" werden auch heute noch oft zitiert.

Die Show in Hamburg bleibt dem Filmstoff in jeder Hinsicht treu und hält dennoch Überraschungen für Fans des Originals bereit. Mehr Hit-Songs der 60er und 80er Jahre wurden integriert, die Charaktere stärker ausgebaut und einige Szenen ergänzt. Natürlich stehen die heißen Tänze weiterhin im Zentrum der Handlung, da können die beiden Hauptfiguren Johnny und Baby noch so schön Süßholz raspeln. "Als ich anfing, den Film zu schreiben, hatte ich die Musik der 60er Jahre bereits vor Augen", sagte Autorin Eleanor Bergstein in einem Interview zum weltweiten Erfolg des Kultfilms, dem sie vor fast 20 Jahren Leben einhauchte. "Ich wählte jeden Song sehr sorgfältig aus und entwarf die Dialoge in Anlehnung an Musik und Text." Für Musical-Puristen ist die Shows sicher nichts, aber echte Fans des Kultfilms kommen sicher auf ihre Kosten. Wer sich nun von dem Show-Spaß selbst überzeugen möchte, sollte sich auf der Homepage www.dirtydancing.de über die aktuellen Spielzeiten informieren.

3. November 2006