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Jerusalem (queer.de) - Jerusalems Polizeipräsident Ilan Franco hat angekündigt, dass die homophoben Proteste keinen Einfluss auf die Genehmigung der für nächsten Freitag geplanten CSD-Parade haben würden. Mit diesem Machtwort widersprach er zuvor öffentlich geäußerten Bedenken von verschiedenen Polizisten, die sagten, bei vermehrten Anti-CSD-Demonstrationen müsste die Parade wegen der Gefährdung der öffentlichen Ordnung verboten werden. Homo-Gruppen hatten wiederholt die Polizei kritisiert, sie würde die seit drei Tagen andauernden gewalttätigen Demonstrationen ultraorthodoxer Juden noch anheizen, wenn sie ein Verbot der Parade von den Protesten abhängig machten. Franco sagte auch, er habe in Gesprächen mit Rabbis die CSD-Strecke und Einschränkungen besprochen. Diese hätten aber die Parade rundweg abgelehnt. Bislang ist der CSD noch nicht endgültig genehmigt worden.
Ultraorthodoxe protestieren weiter, Angriffe auf Synagogen
Auch gestern Abend haben wieder 1.000 ultraorthodoxe Juden in Jerusalem gegen die Parade protestiert. Sie wollten Hauptstraßen blockieren, wurden aber von berittenen Polizisten daran gehindert. Dabei warfen die Demonstranten Steine und Feuerwerkskörper auf die Beamten. In der Siedlung Eli im Westjordanland wurde unterdessen eine kleine Bombe mit der Aufschrift "Sodomiten raus" gefunden. Radikale Homo-Aktivisten haben als Revanche offenbar Synagogen in Tel Aviv beschädigt. Eine wurde mit der Drohung "Wenn wir nicht in Jerusalem marschieren dürfen, dann dürft ihr nicht in Tel Aviv herumlaufen" beschmiert. Bei einer anderen sind die Fensterscheiben mit Steinen eingeworfen worden. (dk)



10 Kommentare

#1 SvenAnonym
  • 03.11.2006, 15:41h
  • Ja Klasse!

    Diese dämlichen Religionsspinner sorgen doch überall nur für Streit, Krieg und Gewalt.
    Religionen mit solchen Auswüchsen gehören verboten!

    Religionsfreiheit kann doch nicht solche Taten rechtfertigen!
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#2 hwAnonym
  • 03.11.2006, 20:41h
  • ach, ich würde die nicht radikale nennen.
    der normale durchschnittsschwule sollte eigentlich immer traditionsverbunden sein.
    eine sehr angenehme art, quasi wertkonservativ, hinzuweisen, dass die klagemauer der schwulen-bewegung stonewall heißt.
    und wenn sich da das eine oder andere steinchen auch in bewegung setzt zeugt das nur vom traditionsbewußtsein dieser
    menschen. der tempel wurde übrigens durch die römer zerstört.
    wenn der irrsinn dort weitergeht, wird´s diesmal die umsetzung der amerikanischen greater middle east politik nach fahrplänenen durchgeknallter trotzkisten in washington sein.
    schön, dass das auch immer mehr israelis so sehen.

    www.guardian.co.uk/usa/story/0,,1938434,00.html
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#3 redforceAnonym
  • 03.11.2006, 22:58h
  • Radikale Homo-Aktivisten... sowas gibt's? Nicht schlecht. Vielleicht haben die Gewalttäter ja Respekt vor Gegengewalt...
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#4 Axel BerlinAnonym
  • 05.11.2006, 14:08h
  • Gibt es denn in Israel das Recht der freien Meinungsäußerung? Ich dachte, so was gibt es nur in den angrenzenden arabischen Staaten.
    Dann sollte man den CSD 2007 in Damaskus veranstalten.
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#5 hwAnonym
  • 05.11.2006, 19:38h
  • ..also ich bin für kairo, der unterdrückungsapparat dort bekommt
    jährlich 2.000.000.000 us-dollar zum einkauf von waffen. wenn man da von einer kugel getroffen wird ist das irgenwie klinischer, glaub ich. damsakus ?
    nee, alte kalaschnikovs, rostige kugeln, vielleicht noch aus sowjet-produktion ?
    nee, nee, dann lieber kairo, die haben
    auch die schöneren prozeß-käfige und die
    bessere polizei-ausbildung, us-ausbilder,
    da weiß man, was man hat.
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#6 Axel BerlinAnonym
  • 05.11.2006, 23:57h
  • also lieber hw, es geht hier überhaupt nicht darum, ob man wo und wann von einer russischen oder amerikanischen kugel getroffen werden kann, sondern lediglich darum, in einem demokratischen staat als schwuler seine meinung kund tun zu können.
    ich denke, in israel wird die demokratie siegen trotz dem aufstand der bärtigen, zotteligen, mosaischen gesetzeshüter im zweckverbund mit ihren muslimischen erzfeinden und christlichen helfeshelfern.
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#7 SaschaAnonym
  • 06.11.2006, 02:35h
  • @ #4:

    Manch einer hier ässt auch keine noch so unpassende Gelegenheit aus, seine Islamophobie zum Besten zu geben. Oder welchen Bezug hat dieser Kommentar zum Ausgangsthema?
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#8 Axel BerlinAnonym
  • 06.11.2006, 12:11h
  • Sascha:
    Was hat die Umsetzung der amerikanischen Politik im nahen Osten mit dem CSD zu tun?
    So wie junge Israelis auch zurecht an dieser Politik Kritik äußern können (hw), ist es politisch möglich, einen CSD in Israel zu veranstalten.
    Warum unterstellst Du mir deswegen Islamophobie? Warum soll ich den fundamentalen Islam schönreden, wenn ich dies auch nicht bezüglich des fundamentalen Judentums und Christentums tue?
    Ein fluchender Rabbi ist weitaus das kleinere Übel als einen jungen Homosexuellen im Schauprozeß an einem Baukran zu erhängen.
    In Isreael ist Homosexualität kein staatlliches Problem wohl aber in den angrenzenden "Gottesstaaten".
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#9 hwAnonym
  • 06.11.2006, 12:12h
  • @ Axel Berlin

    ja so sehe ich das auch und dabei sollte es auch bleiben, für jede "zivilgesellschaft"
    auf erden. schlecht wäre die instrumentalisierung der schwulenfrage für folgendes:
    der in amerika lebende britische historiker judt:
    "...Die meisten haben einfach ihre intellektuelle
    Eigenständigkeit aufgegeben. Kurz nach den Anschlägen von New York
    sprachen liberale Intellektuelle schon vom Islamofaschismus.
    Als ich das hörte, dachte ich, es gab doch auch jüdische Faschisten und Terroristen,
    auch christliche Terroristen, die in Amerika Abtreibungskliniken bombardieren.
    Aber über sie sprach niemand. Man wollte aus der unleugbaren terroristischen Bedrohung
    ein welthistorisches Problem machen.....
    Es gibt in Amerika seit den Anschlägen vom 11. September eine
    Atmosphäre der Angst und des Konformismus. Man scheut sich, Israel zu kritisieren.
    Und wenn ein Jude wie ich Israel kritisiert, ist man schlecht auf mich zu sprechen.
    .. Israel-Lobby ist eine problematische Bezeichnung, aber man muss die Sache beim Namen
    nennen. Es ist nun einmal eine Lobby, es gibt ja auch die Waffen- und Öllobbys.
    Ich nenne es Israel-Lobby, weil es jetzt auch rechte Christen gibt,
    die wir vor zwanzig Jahren Feinde Israels genannt haben.
    Sie sind Teil der Lobby. Sie geben Geld, viel Geld. Aber das ursprüngliche Ziel des
    American Israel Public Affairs Committee in Washington, des American Jewish Committee
    und der Anti-Defamation League war es, Antisemitismus zu bekämpfen.
    Heute hat die Israel-Lobby zwei Projekte: Das erste ist, die Interessen Israels,
    so wie sie sie versteht, zu verteidigen. Das zweite Projekt ist, Kritiker wie mich zum Schweigen zu bringen.
    ..Dass der Krieg zum ständigen Hintergrund für die Innenpolitik wird, erinnert mich ohnehin an den Faschismus.
    Er zeichnet sich dadurch aus, dass die Rolle des Staats der Krieg ist. Deswegen muss die Gesellschaft in einen
    dauernden Kriegszustand versetzt werden. Die kommunistische Version davon lautet, dass der Staat ständig
    Krieg gegen die Gesellschaft führt, weil sich in ihr dunkle Elemente verstecken....Meine
    Befürchtung ist, dass Amerika sich schlecht für die Globalisierung eignet. Amerikas Beziehung zum Rest der
    Welt ist sehr provinziell. Alle schauen Fox News. Die meisten, auch die meisten Kongressabgeordneten,
    besitzen keinen Reisepass. Wir leben in einer globalisierten Welt, die wegen der Populärkultur so wirkt, als ob
    sie amerikanisiert sei. Tatsächlich ist Amerika fast eine abgeschlossene Provinz."

    www.zeit.de/2006/45/Interview-Judt
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#10 hwAnonym
  • 06.11.2006, 14:28h
  • @ sascha

    Eine Stimme, die fehlt.

    "Natürlich versinke ich im Schmerz. Noch mehr verärgert und schmerzt mich jedoch mein Land und das, was Sie und Ihre Freunde hier anrichten."

    Grossman sieht eine Notwendigkeit mit den Palästinensern zu verhandeln, die radikalen Teile wie Hamas zu isolieren.

    "Wenden Sie sich an die Palästinenser, Herr Olmert, über die Hamas hinweg. Reden Sie mit den gemäßigten unter ihnen, die wie Sie und ich gegen die Hamas sind. Wenden Sie sich an das palästinensische Volk, sprechen Sie zu ihrem tiefen Schmerz und erkennen Sie ihr andauerndes Leid an."( David Grossman, er verlor seinen Sohn Uri bei der Operation Israels im Libanon.)

    www.juedische.at/TCgi/_v2/TCgi.cgi?target=home&Param_Kat=16&
    Param_RB=&Param_Red=6773
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