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Colorado Springs (queer.de) - Ted Haggard will seine homosexuellen Tendenzen von einer christlichen Gruppe wegtherapieren lassen. James Dobson, Anführer des fundamentalistischen Vereins "Focus on the Family", sagte der Presse, er wolle Haggard von "sexueller Sünde" befreien. "Ted war ein enger Freund von mir und ein Kollege seit vielen Jahren", so der 70-jährige Psychologe. "Er hat es wunderbar verstanden, das Evangelium Jesu Christi in der ganzen Welt zu verbreiten. Er wird weiterhin mein Freund sein, auch wenn die schlimmsten der Anschuldigungen zuträfen. Nichtsdestotrotz hat sexuelle Sünde, egal ob homo- oder heterosexuell, gravierende Konsequenzen. Wir sind in tiefer Sorge um Ted, seine Familie und seine Kirche." Dobson rief seine Anhänger auf, für den gefallenen Pfarrer zu beten. Die Therapie werde "Restauration" genannt und könne Jahre dauern, sagte ein Sprecher von Focus on the Family. Ted Haggard selbst gab in einer schriftlichen Erklärung bekannt, er freue sich auf die Behandlung. "Diese Männer werden gründliche Analyse meines mentalen, spirituellen, emotionalen und körperlichen Lebens durchführen. Sie werden mich durch ein Programm führen, das zum Ziel hat, mein Leben, meine Ehe und meine Familie wiederherzustellen." Ted Haggard hatte drei Jahre lang "Geschäftsbeziehungen" mit einem Callboy unterhalten. (dk)



Haggard: Hohes Alter rettete mich vor Bisexualität

Der gefallene evangelikale Pfarrer Ted Haggard erklärte, er würde sich nur bisexuell fühlen, wenn er jung wäre - zudem habe er mit Callboy Mike Jones nie richtigen Sex gehabt.
"Geheilter" Ted Haggard wird Reality-TV-Star

Der frühere Evangelikalen-Chef Ted Haggard, der nach einer Callboy-Affäre zurücktreten musste, kehrt mit einer Reality-Show im US-Kabelfernsehen zurück in die Öffentlichkeit.

15 Kommentare

#1 JonasAnonym
  • 08.11.2006, 17:33h
  • Wenn diese religiösen Fanatiker aller Richtungen nicht so gefährlich wären und so viel Unheil anrichten würden, könnte man nur noch über die Dummheit dieser Spinner lachen!

    Die schrecken nicht mal vor Gehirnwäsche zurück!
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#2 CarstenFfm
  • 08.11.2006, 17:36h
  • Das war ja zu befürchten!
    Jetzt versucht dieser Mistkerl noch, Profit daraus zu schlagen. :-(

    Dann warten wir mal, bis er sich in einem Jahr als "geheilt" präsentiert und wieder gegen Schwule lästert....
    .....und nach einem weiteren Jahr auf einer Klappe "erwischt" wird. ;-)
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#3 SvenAnonym
  • 08.11.2006, 17:38h
  • Das klingt nach einem schwulen Nazi, der froh ist ins KZ zu gehen!

    Wie bekloppt sind die denn eigentlich???
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#4 AngelAnonym
  • 08.11.2006, 17:40h
  • Beten für Haggard - kein Problem ! Aber sicher nicht für seine Heilung von der Sünde Homosexualität sondern viel mehr für mehr Selbstvertrauen in die eigenen Gefühle und Fähigkeiten- Für mehr Nächstenliebe, Toleranz und Akzeptanz. Aber ich vermute, das dies nutzlos vergeudete Zeit ist, da diese Christen demagogisch ins Feld ziehen und jegliche Form der Toleranz diesbezüglich vernichten und die Menschen gleich dazu.
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#5 www0815Anonym
  • 08.11.2006, 18:37h
  • Na das sowas jetzt kommen musste war ja klar.
    Ich selbst habe mich mit einem Mann unterhalten, der ebenfalls jahrelang der sog. "Ex-Gay"-Bewegung angehörte. Mittlerweile (nach fast 20 Jahren) hat er erkannt, dass es der völlig falsche Weg ist.
    Er predigt mittlerweile in der ganzen Welt nun das genaue Gegenteil, nämlich dafür das Schwule, Lesben und Transgender sich unbedingt annehmen sollen wie sie sind und auf GAR KEINEN FALL sich umtherapieren lassen sollen.
    Er verwies dabei auf seine Erfahrungen, dass es in über 15 Jahren nicht gelungen sei einen solchen "Fall" zu "heilen". Er betont, dass es einfach nicht möglich ist, von Homosexualität geheilt zu werden und vor allem, dass es falsch ist. Er hat am eigenen Leib erfahren, wie schlimm es für die Beteiligten ist, die oftmals selbst den innigsten Wunsch hegen heterosexuell zu werden und am Ende jedesmal scheitern müssen.

    Das ist vorallem für die "Patienten" die schlimmste Belastung und eine Art Akt der Vergewaltigung an der Seele eines Menschen, die die Bibel niemals befürworten würde!!!!

    Hinzu kam, dass er mittlerweile selbst erkannt hat, schwul zu sein.

    Letztlich ist es doch ein offenes Geheimnis. Alle, die Homosexualität verteufeln oder ablehnen, sind meist selbst schwul. Das liegt einfach daran, dass ich etwas nur ablehnen kann, wenn ich davon betroffen bin. Jemand, der so etwas radikal ablehnt, möchte entweder selbst nicht schwul sein, ist es aber. Oder hat vielleicht mal was Schlimmes erlebt, was mit einem Schwulen zusammenhing (Vergewaltigung, o.ä.)
    Daher finde ich, dass solchen Menschen unbedingt geholfen werden muss. Ich meine hier allerdings nur Menschen, die Homosexualität wirklich radikal ablehnen, der Rest sind oft einfach nur Mitläufer.

    Na dann beten wir für Haggard, dass die Vernunft am Ende doch noch siegen wird. Immerhin hat Gott ihm ja ein Gehirn gegeben, ich hoffe, er schaltet es bei diesem Mann auch irgendwann mal ein!
    Aber Dummheit ist nicht tot zu kriegen, da kann man mit noch soviel Aufklärung dagegen angehen.
    Viel wichtiger ist es daher, vor allem in Deutschland, denn hier ist noch viel Bedarf sich kräftig zu engagieren. Man kann allein die Welt nicht verändern. Doch wenn jeder einen Teil seiner Umwelt beeinflusst und in seinem Kreis dafür sorgt, dass alle aufgeklärt sind, dann kommen wir wohl schon sehr weit.
    Vor allem müssen "wir" selbst aufhören, über besimmte "Sonderformen" von Sexualität zu streiten oder wenn man noch nicht geoutet ist, aufpassen, dass man selbst seine Homosexualität nicht leugnet (so wie Haggard).
    Wichtig ist das innere Outing, danach die Umwelt verändern, immer in der Reihenfolge.
    Übrigens weil ich in dem Artikel gerade Psychologe lese. Wäre dieser Mann ein halbwegs seriöser Psychologe würde er niemals jmd. von Homosexualität versuchen zu heilen, sondern damit zurechtzukommen. Immerhin ist weltweit unter Psychologen Homosexualität als KEINE Krankheit akzeptiert.
    Was gibts noch dazu zu sagen? Amerika halt.
    Ein Land voller Extremer und leider auch einiger Bekloppter und natürlich auch ein Land von Leuten, die Bibel nach gutdünken, nicht aber seriös auslegen. Wer ein historisches Buch ohne geschichtlichen Bezug auslegt, der ist entweder geistig minderbemittelt oder kennt die Bedeutung von "wissenschaftlichen Methoden" nicht.

    Dass die Bibel das Wort Homosexualität gar nicht kennen kann, dürfte jedem klar sein, es wurde ja gerade erst vor mehr als 100 Jahren erfunden, die Bibel ist aber schon ein paar Tage älter. Doch auch die katholischen Theologen blenden diese Wahrheit gerne mal aus. Jene Doppel-Moral bekommen sie ja bisher ganz wunderbar hin.
    Das ist hier bei den Evangelikalen nicht anders.

    Mein Tipp: Weniger glauben, mehr selbst denken.
    (Dafür gab Gott jedem Einzelnen ein Gehirn, bitte immer benutzen!!)
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#6 WolfgangAnonym
  • 08.11.2006, 19:11h
  • Religion ist das Ende der Welt.

    ER wird sein leben lang unter den Folgen dieser "Therapie" leiden, so habe ich es in meinem Berufsalltag als Psychologe festgestellt.

    Er hat es aber auch verdient
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#7 hwAnonym
#8 gerdAnonym
  • 08.11.2006, 19:37h
  • Vor allem wird Haggard nach dem Besuch dieser Veranstaltung des Gesundbetens berichten, dass es ihm wundervoll geholfen habe. Das wird er allein "deswegen machen", damit seine Familie "nicht auseinanderbricht und seine Frau die Scheidung einreicht".

    Glauben aber wird dies ihm die Mehrheit selbst bei den Amerikanern nicht mehr.

    Und so wie Haggard gibt es viele Männer, die heimlich Sex mit Männern haben und nach aussen hin eine "wunderbare" Show im Leben liefern...auch bei uns in Deutschland. Richtig schlimm aber wird es dann, wenn sie wie Haggard auch noch zu geistigen/theologischen Brandstiftern werden und Homohasspredigten halten.

    Jones hat den Homo-Orden mehr als verdient , und sollte er noch als Callboy arbeiten, müßten ihm seine Freier einen "Zuschlag" zahlen.
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#9 antosAnonym
  • 08.11.2006, 21:03h
  • @ gerd

    "Richtig schlimm aber wird es dann, wenn sie wie Haggard auch noch zu geistigen/theologischen Brandstiftern werden und Homohasspredigten halten."

    Das ist natürlich scheiße. Ebenfalls 'richtig schlimm' sind allerdings auch die Schwulen und Lesben, die - ohne den ganzen theologischen Schmuh - ihr ganz alltägliches verlogenes Doppelleben leben. Ihr Leben ist eine stille Homohasspredigt.

    Ich sehe das mit zunehmender Erfahrung [haha= Alter] immer radikaler. In einer Coming-Out-Phase mag man zweifeln, vor Angst hin- und hergerissen sein und alle möglichen Ausflüchte testen, irgendwann sollte man aber so weit sein, straight zu sich und seinem Begehren - auch gegen Widerstände - zu stehen.

    Ehrliche Homos werden - so meine Erfahrung - respektiert, Lügner und Lügnerinnen haben immer unter der allgegenwärtigen Verdächtigung zu leiden.
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#10 The BoyAnonym
  • 08.11.2006, 21:08h
  • Das Beste ist, dass sich Haggard schon bald der Öffentlichkeit als "geheilt" präsentieren und somit bestätigen wird, dass Homosexualität eine "Krankheit" (hahahaha) ist, die geheilt werden kann. Furchtbar! Eigentlich finde ich es immer doof, wenn Sprüche wie "Diese Welt ist verrückt" oder "Amis spinnen" kommen, aber so langsam kann auch ich nur noch den Kopf darüber schütteln, was hier und dort passiert. Hilfe! ;-)
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