Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse Tagesbild TV Termine
© Queer Communications GmbH
http://queer.de/?5919

Nachdem zwei schwule Kölner an einer Überdosis "Liquid Ecstasy" verstorben sind, wollen viele wissen: Wie wirkt GBL? Was sind die Risiken?

Von Christian Scheuß & Dennis Klein

Für zwei Kölner endete Anfang November der Partytrip in die schwule Szene tödlich. Ein 38-Jähriger fand seinen gleichaltrigen Partner im Stadtteil Ehrenfeld tot auf. Zwei Tage darauf erwachte dann ein 42-Jähriger neben seinem 34 Jahre alten verstorbenen Bekannten. Eine dritte Person konnte nach der Einlieferung ins Krankenhaus gerettet werden. In allen Fällen war GBL (Liquid Ecstasy) im Spiel, eine Droge, die sich zunehmender Beliebtheit erfreut. Seit den Meldungen in der Presse laufen die Telefone in vielen schwulen Beratungseinrichtungen heiß.

Gamma-Butyrolacton (GBL) ist ein Lösungsmittel, das in der chemischen Industrie verwendet wird. Es wird im Körper zu Gamma-Hydroxy-Buttersäure (GHB) umgewandelt, die eigentliche Droge. Dieser Stoff ist in Deutschland seit 2002 verboten, deshalb stieg die Szene auf GBL um, da es nicht unter das Betäubungsmittelgesetz fällt.

GBL/GHB wird flüssig in kleinen Ampullen oder Fläschchen verkauft. Die richtige Dosierung ist wegen der unbekannten Reinheit und Zusammensetzung schwer einschätzbar. Der nach 15 Minuten einsetzende Rausch kann euphorisierend, antriebssteigernd, entspannend und sexuell stimulierend sein. Bei einer zu hohen Dosierung aber auch einschläfernd, verwirrend und aggressionssteigernd.

Experten schätzen die Risiken beim Konsum von GBL/GHB als hoch ein. Atemlähmungen mit Todesfolge sind, wie in Köln geschehen, möglich. Die Menge eines Schnapsglases ist bereits tödlich. GBL wird oft in Kombination mit anderen Drogen wie Alkohol oder Opiaten eingenommen, was das Risiko einer Atemlähmung um ein Vielfaches erhöht. Ebenfalls lebensgefährlich ist die Verstärkung bei Mischkonsum zwischen antiretroviralen-Medikamenten (Proteasehemmer z.B. Kaletra, Reyataz, Crixivan, Norvir, Invirase) in Kombination mit GHB/GBL, und das schon bei geringer Dosis!

10.11.2006



16 Kommentare

#1 besserwisserAnonym
  • 10.11.2006, 17:00h
  • GBL gehört zur Stoffklasse der Lactone (zyklische Ester). Es muss daher gamma-Butyrolacton heißen und nicht "-laction"
  • Antworten » | Direktlink »
#2 tux2006Anonym
  • 11.11.2006, 20:37h
  • wer angesichts dieser thematik meint, er könne sich getrost zuschütten, sollte auch aufpassen. Denn alkohol ist weiterhin eine Droge. auch wenn dies viele nicht wahr haben wollen.
  • Antworten » | Direktlink »
#3 redforceAnonym
#4 JanAnonym
#5 redforceAnonym
  • 13.11.2006, 15:34h
  • Möcht nicht wissen, was GBL langfristig verursacht...

    Mit welcher Motivation nimmt man so ein Zeug eigentlich?
  • Antworten » | Direktlink »
#6 martinAnonym
  • 13.11.2006, 15:55h
  • @redforce
    man hofft auf einen langsamen, grausamen tod. genauso wie bei allen anderen legalen und illegalen drogen.
  • Antworten » | Direktlink »
#7 seb1983
  • 13.11.2006, 17:49h
  • die Wirkung? Ganz einfach: Hirn aus, Schwanz irgendwo rein (ohne Gummi versteht sich...)

    Mit GBL und Poppers haben Schwule mal wieder einen Trend gesetzt dem Heteros zum Glück nicht nachlaufen
  • Antworten » | Direktlink »
#8 JürgenAnonym
  • 14.11.2006, 02:17h
  • Als ich die Meldung hörte, war ich sehr geschockt, das nach Poppers, wieder eine Droge die schwule Szene ins negative Licht rückt.

    Wenn ich ehrlich bin, es macht mir persönlich Angst auch ein schlechtes Bild zu bekommen, nur weil es halt Leute meinen, auf Droge Spaß zu haben.
    Ich kann es eh nicht verstehen, das man nur unter Drogen eine geilen hemmungslosen Sex erlebt.

    Es reicht schon, wenn man den Ruf hat das alle Bareback und Sex mit Poppers machen.

    Sorry Jungs, ich lehne dieses verantwortsloses Ausleben grundsätzlich ab.

    Ich finde, das es noch deutlicher und vor Ort (Disco's ) Aufklärung betrieben werden muß.
    Aber auch jeder einzelne Gay sollte sofort Handeln, um diesen Trend schnell einzudämmen.

    Denn, man(n) will leben und auch mit allen Sinnen zu genießen, ohne der eigenen, bzw. der anderen Gesundheit zu schädigen.
  • Antworten » | Direktlink »
#9 tux2006Anonym
  • 14.11.2006, 07:24h
  • @redforce: eines vielleicht nicht, allerdings ist die immer mehr zunehmende menge gefährlich. denn alkohol macht langsam abhängig. das ist das sehr gefährliche daran.

    P.S.: Es gibt auch Leute, die kippen sich täglich rund hundert oder mehr schnapsgläschen in die birne(Rein rechnerisch).

    @seb1983: "Zum Glück"?? Naja, ich weiss nicht, ob Du damit nicht uns Homosexuellen einen Bärendienst erweißt, die Heten in den siebten Himmel zu heben....
  • Antworten » | Direktlink »
#10 seb1983
  • 14.11.2006, 13:29h
  • @tux

    Den Bärendienst haben sich Schwule selbst erwisen mit diesem Zeug!
    Und es ist ja bekannt: in der Techno und Schwulenszene gehören Drogen eben zum Alltag

    In den siebten Himmel habe ich Heteros bestimmt nicht gehoben, wie heißt es so schön: Unter den Blinden (Homos) sind die einäugigen (Heteros) König :-))
  • Antworten » | Direktlink »