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Mit "An Ancient Muse" veröffentlicht Loreena McKennitt ihr erstes Album seit sieben Jahren. Kann sie an alte Erfolge anknüpfen?

Von Carsten Weidemann

Sieben Jahre liegt Loreena McKennitts letztes Album "Live in Paris and Toronto" zurück – das letzte Studio-Album "The Book Of Secrets" sogar fast zehn Jahre. Da bedarf es schon eines großen Talents, um diese Schaffenspause unbeschadet zu überstehen. "Dieses Album ist ein bisschen, als würde man einen Interrail-Pass kaufen. Es ist, als ob man sagt: ich weiß nicht, wohin die Reise führen wird. Ich steige einfach in den Zug und lasse mich von den Begegnungen unterwegs leiten", beschreibt McKennitt "An Ancient Muse". Auf ihrem siebten Studioalbum folgt die gebürtige Kanadierin ihrer Muse durch die Zeiten und über Kontinente – vom Griechenland Homers über das ottomanische Istanbul bis ins England der Kreuzzüge. Wie bei früheren Alben, insbesondere dem mehrfach mit Platin ausgezeichneten "The Book Of Secrets", gewinnt die Künstlerin ihre Inspiration aus der Geschichte und den Wanderungen der Kelten.

So vereint sich die melodische Sensibilität der schottischen und irischen Balladenkunst mit den musikalischen Traditionen Griechenlands, der Türkei, Spanien und sogar Skandinaviens. Die Musik selbst jedoch ist nicht auf eine spezielle Epoche oder einen Stil beschränkt, ganz im Gegenteil. McKennitt nutzt Einflüsse unterschiedlichster Natur und wechselt mit Leichtigkeit vom geschmeidigen Seidenstraßenklang in ‚Caravanserai‘ zu höfischer Zurückhaltung in ‚The English Ladye And The Knight‘ samt Knabenchor und Gamben. Zu vertrauten Begleitmusikern wie Brian Hughes, Donald Quan, Hugh Marsh, Caroline Lavelle und Rick Lazar gesellt sich eine Reihe weiterer international bekannter Künstler. Trotz der unterschiedlichen Instrumentalisierung [die lautenähnliche Oud, die griechische Lyra, das dreieckige Kanoun (eine orientalische Version der Zither), sowie die schwedische "Tastenfiedel" Nyckelharpa] haben die Stücke auf "An Ancient Muse" alle ihren Ursprung in einer ähnlichen Inspiration, die McKennitt als die "Landschaft" eines Songs bezeichnet.

"An Ancient Muse" erscheint am 17. November 2006.

11. November 2006



#1 StefanAnonym
  • 17.11.2006, 09:30h
  • Und ob sie anknüpfen kann. Gerade bei "Beneath A Phrygian Sky", dem vorletzten Stück, merkt man, das sie nichts von ihrem musikalischen Können eingebüßt hat
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