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Jerusalem (queer.de) - Trotz der Absage der Gay-Pride-Parade haben am späten Freitagnachmittag Tausende Schwule und Lesben in Jerusalem für ihre Rechte demonstriert. Als Ersatz für den geplanten Zug durch die israelische Hauptstadt, der aus Sicherheitsgründen gecancelt worden war, fand eine Kundgebung im Stadion auf dem Gelände der Hebräischen Universität in Givat Ram statt. Nach Polizeiangaben kamen etwa 2.000 Demonstranten, die Organisatoren schätzten hingegen, dass die Zahl näher an 10.000 heranreiche. Die Knesset-Abgeordnete Sehava Gal-On von der linksgerichteten Meretz-Partei beglückwünschte in einer Ansprache die Verantwortlichen zu der Kundgebung. Sie lobte ihre "Weisheit und den Mut und die Weise, in der der Kampf um Gleichheit, Redefreiheit und Demokratie geführt wurde". Für die kommenden Jahre kündigte sie wieder Paraden an: "Wir haben diesen Kampf gewonnen; wir werden 2007 und 2008 marschieren." Einige Aktiisten wollten trotz des Sicherheitsrisikos spontan eine Parade in Jerusalem abhalten. Dabei wurden etwa 30 Aktivisten festgenommen. Auch fünf Gegendemonstranten nahm die Polizei fest. Sie waren mit Schlagstöcken, Messern und einer Pistole bewaffnet. Während der Kundgebung versuchte zudem ein Mann, die Bühne zu stürmen und homophobe Slogans zu rufen. Er wurde ebenfalls durch die Polizei aufgehalten und vom Gelände entfernt. Insgesamt waren 3.000 Polizisten im Einsatz, um die Versammlung zu sichern. Jerusalems Polizeikommandeur Ilan Franco zog laut eine Medienberichten eine positive Bilanz: "Die Polizei und die Bewohner Jerusalems haben ein wichtiges Kapitel abgeschlossen. Jetzt sind die Ruhe und die Vernunft zurückgekehrt, die Jerusalem so dringend benötigt." (cw)



30 Kommentare

#1 redforceAnonym
#2 MarkusHHProfil
  • 12.11.2006, 11:55hHamburg
  • Besonders bedauerlich finde ich, dass ausgerechnet Juden, die seit Jahrhunderten zu einer verfolgten Gruppe gehört(t)en, nicht den Anstand besitzen, Schwule und Lesben gewähren zu lassen. Es scheint sie immer und überall zu geben: Schwache, die auf noch Schwächere treten... Schade.
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#3 hwAnonym
  • 12.11.2006, 13:43h
  • @ markus
    die haben alle angst um ihre nichtstaatlichen sozialen sicherungssysteme, familie oder grossfamilie, in zeiten der "moderne", mit dem nicht unbegründeten verdacht, auf einer sehr gut möglichen verliererseite, angst um die existenz haben zu müssen.
    (christen, juden, moslems)
    bei den juden sogar als volk.(geburtenrate,
    iranische atomwaffen). selbst wenn es diese gäbe und sie nie eingesetzt werden würden, würden sie reichen den zuzug von juden aus aller welt nach israel aus angst zu verhindern. olmert und ahmadi nedschad wissen das. geburtenraten sind bekannt. wer´s scheinbar also knallen lassen muss ist klar.
    post-modern scheint zu sein, dass sich z.b. alle acht stunden ein indischer bauer umbringt und alle 5 sekunden ein mensch verhungert. von den normalen kriegen mal abgesehen. ist doch eher mittelalter oder täusche ich mich da ? als schwuler kann man sich da auf athen berufen, war doch ´ne demokratie und die hatten schließlich auch sklaven und schwulen sex.
    hellau und alaaf....
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#4 SimonAnonym
  • 12.11.2006, 14:07h
  • BRAVO!

    Je mehr Menschen zeigen, dass sie sich von religiösen Fanatikern und anderen verwirrten Geistern nicht ihre Grundrechte nehmen lassen, desto besser!

    Es waren stets die aufrechten Menschen mit Rückgrat und Zivilcourage, die etwas geändert haben, nicht die angepassten Ja-Sager.

    Und Schande über die Subjekte, die Glauben pervertieren um Hass zu verbreiten! Denen geht es nicht um religiöse Grundwerte aller Religionen wie Liebe, sondern um ihren persönlichen Hass!
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#5 JörgAnonym
#6 HampiAnonym
  • 13.11.2006, 00:14h
  • ich wohne in der Schweiz in der Nähe von Zürich in einer grösseren Stadt,und in dem Haus wo ich wohne, wohnt über mir ein älterer homosexueller Mann,insgesamt sind es neun Eigentumswohnungen. In einer der letzten Nächte wurde an unsere Hauswand von unbekannten Tätern die Wand neben den Briefkästen mit einem Spray mit der Aufschrift "Schwule raus!" verschmiert. Zwar hat sich eine Nachbarin nun eingesetzt und den Spruch übersprayt mit der Aufschrift "macht den Neonazis des Garaus",trotzdem fühlte ich mich selber auch angegriffen und es geht mir jetzt gefühlsmässig sehr mies.Zwar können wir bei der Polizei Strafanzeige gegen Unbekannt einreichen,aber was nützt das schon? Man wird die Täter nie finden,möglicherweise waren es ja auch Nachbarn aus anderen Häusern denen zwei Homosexuelle in einem einzigen Haus einfach schon zu viel sind. Nicht nur in Israel,auch in der Schweiz, selbst in Städten,ist es nicht gut,offen homosexuell zu leben!
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#7 madridEUAnonym
  • 13.11.2006, 10:01h
  • @hampi: Mich wundern solche Parolen in einer Stadt in der Schweiz, denn gerade in Eurem Land herrscht grosse Vielfalt und Aufklärung, wie ich bei meinen ständigen Aufenthalten südlich des Bodensees feststellen kann. An Deiner Stelle würde ich das nicht überbewerten, denn die Urheber dieser Schmierereien gehören zu einer verschwindenden Minderheit dummer Menschen, denen auf gleiche Weise auch z.B. ledige Mütter, Freimaurer, Italiener oder Chinesen ein Dorn im Auge sind. Du hast also keinen Grund, nicht offen homosexuell zu leben !
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#8 SvenAnonym
  • 13.11.2006, 10:23h
  • Es ist gut, offen homosexuell zu leben.
    Wenn ich nicht lebe, bin ich tot!

    Ich bin homosexuell, das ist eine Eigenschaft und kein Lebensstil, wie es so oft in den Medien heißt.
    Ich kann diese Eingenschaft nicht ändern und es ist keine Entscheidung. Meinen Lebensstil kann ich ändern, habe ich auch schon.
    Als Schüler, pflegte ich einen anderen als als Soldat, als Student, als Arbeitnehmer.
    Schwul war ich immer.
    Ich kann Drogen nehmen und ständig auf Parties abhängen, oder ich gehe ganz bieder arbeiten, schwul bin ich trotzdem.
    Selbst wenn ich mich selbst verleugne und unterdrücke, bleibe ich schwul, auch wenn ich es keinem zeigen oder sage.
    Und derartige Unterdrückung ist in unseren Ländern absolut verboten, oder darf man in der Schweiz menschliche Sklaven halten, einfach irgendjemanden einsperren einfach so zum Spaß? Sicher nicht. Und warum sollte man mit sich selbst tun, was man nicht mal anderen antun darf?

    Und eine Anzeige bringt auch etwas, selbst wenn die Täter nicht sofort verhaftet werden. Erstmal wird die Tat aktenkundig. Man setzt sich zur Wehr, es ist offiziell und man ist nicht mehr allein betroffen, sondern die Gesellschaft, in Form der Polizei ist nun gefordert dagegen vorzugehen.
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#9 JoernAnonym
  • 13.11.2006, 10:59h
  • Zitat: "Nicht nur in Israel,auch in der Schweiz, selbst in Städten,ist es nicht gut,offen homosexuell zu leben! "

    @ Hampi: Wenn alle so denken würden wie du, gäbe es heute noch den Parapraphen 175 und wir Homos würden als Kriminelle verfolgt werden. Schäm dich was, für diesen dümmlichen Spruch. Du Opportunist!
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#10 joshAnonym
  • 13.11.2006, 11:27h
  • @joern:
    es ist nicht ganz so einfach. ich meine, du machst opfer zu tätern. ja hampi sollte offen schwul leben, ok?! sollte er das auch noch, wenn er mit dem tode bedroht wird? oder mit schlägen? oder mit berufsverbot? mit obdachlosigkeit? wie weit würdest du gehen? ich bin inzwischen aus dem job rausgemobbt, muss psychopharmaka nehmen und erhalte drohbriefe und das im achso schwulen berlin. ich frage mich mehr als einmal, ob es das wert war. noch sage ich ja, aber ich breche nicht den stab über jemanden, der vielleicht noch mieser dran ist in irgendsoeinem provinznest auf ner alm. schuld sind nicht die leute die sich ducken, sondern die die zum schlag ausholen.
    trotzdem mehr mut hampi! :)
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