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  • 14. November 2006, noch kein Kommentar

In Frankfurt und München haben die Queer-Filmfestivals begonnen. Köln und Berlin folgen. Was erwartet die Kinofans?

Von Carsten Weidemann

Na, schon der Herbstmüdigkeit erlegen? Nichts da! DVD-Player und Online-Chat haben zu Zeiten von "Verzaubert" Ruhepause: Lasst euch lieber von traumhaften Bildern auf der großen Leinwand verführen. Ein gutes Filmjahr neigt sich dem Ende zu, und die Macher des queeren Filmfestivals haben zum 16. Mal für euch das Beste ausgesucht.

Von der zart schmelzenden ersten Liebe (Teddy-Gewinner The Blossoming of Maximo Oliveros und Abschlusshighlight Whole New Thing( bis zur spätreifen Romanze (Solange du hier bist), vom sexy One Night Standbis zur Long Term Relationship reflektiert Verzaubert 2006 stärker denn je die unglaubliche Vielfalt schwul-lesbisch-bi-transflexiblen Lebens.

Unter den 80 Filmen aus 23 Ländern finden sich zahlreiche deutsche und europäische Premieren und die Bandbreite der vertretenen Genres ist kaum mehr zu toppen: von Slapstick (Strangers with Candy) und Comedy (Little Miss Sunshine) über Musical (The 2 Sides of the Bed, 20 cm) und Doku (Fabulous! und Meth) bis hin zum Trickfilm mit schwuler Ente! Wo Die Umblätterin, The Dying Gaul und In The Blood Chills und Thrills für gute Nerven bieten, kommen Freunde der romantischen Komödie dieses Jahr – ob beim sexy-witzig-verspielten Eröffnungsfilm Boy Culture oder dem vor Kraft und Liebe strotzenden Centerpiece The Gymnast – besonders auf ihre Kosten. Und wer’s gern ein bisschen doller hat, dem seien einige "guilty pleasures" als gänzlich unbeschwerte Vergnügen mit knackigen Jungs und knitterfreien Dialogen empfohlen (Eating Out II, Open Cam und vor allem der schwule "American Pie"-Spoof Another Gay Movie).

Doch auch in Sachen Kinokunst mag die Auswahl beeindrucken. Sei es in Form von britischem Dogma (Gypo) oder einer trans-dänischen Soap. Mit besonders viel Herz wie in Keilers Park, epischer Länge (Lost Generation) und cineastischer Brillanz (Big Bang Love, Quinceanera). Oder dank eines bravourösen Streifzugs durch die internationale Geschichte, bei dem wir nicht nur Bekanntschaft mit dem Korea des 16. Jahrhunderts (King And The Clown) oder den bewegten Achtzigern in Madrid (El Calentito) machen, sondern auch mit einem äußerst menschlichen Heiligen und Helden des 11. Septembers 2001 (Saint 9/11).

Kurzum: ein mit fabrikneuer Ware und heißen Themen randvolles "Verzaubert" 2006…

14.11.-22.11. München (City & Atelier)
15.11.-22.11. Frankfurt (Cinestar Metropolis)
22.11.-29.11. Köln (Cinedom)
29.11.-10.12. Berlin (Kino International)


14. November 2006