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London (queer.de) - Popstars sollen den Gay Pride Moskau im kommenden Jahr schmücken. Elton John ist von dieser Idee laut Medienberichten sehr angetan. "Wir sollten nächstes Jahr geballt nach Moskau kommen", meinte der britische Sänger. Die Scissor Sisters und die Pet Shop Boys würde er gerne mit dabei haben. Die Organisatoren des Moskauer Gay Pride nahmen die Idee begeistert auf: "Wir wollen Dich" heißt es in einer ersten Reaktion. Auch George Michael würden sie gerne auf der Bühne sehen. Auch Peter Tatchell, der britische Homoaktivist, unterstützt diese Idee. "Man kann sich sicher sein, dass Elton John deutliche Worte gegen Homophobie finden würde". Der Sänger war bereits 2005 Mitunterzeichner bei einem Aufruf gegen die wachsende Homofeindlichkeit in Europa". Der Moskauer Oberbürgermeister hatte in diesem Jahr die Parade verboten. Mit internationaler Unterstützung, darunter auch deutsche Aktivisten und Politiker wie Volker Beck (Bündnis 90/Die Grünen), wagten sich dennoch Schwule und Lesben auf die Straße, wo sie von Rechtsradikalen angegriffen wurden.
Enttäuscht zeigte sich die russische Gay Community von der Homo-Ikone Madonna. Sie dankte dem Moskauer Oberbürgermeister dafür, dass ihr Konzert stattfinden durfte, setzte sich aber mit keinem Wort für Schwule und Lesben ein. (cw)



#1 FloAnonym
  • 15.11.2006, 12:07h
  • "Mitunterzeichner bei einem Aufruf gegen die wachsende Homofeindlichkeit in Europa"

    Ja, das sehen viele mit Sorge! Deswegen dürfen wir uns nicht auf bereits Erreichtem ausruhen, sondern müssen den Druck auf Politik und Wirtschaft noch verstärken!

    Ein wichtiges Ziel ist die Öffnung der Ehe für gleichgeschlechtliche Paare in möglichst vielen EU-Staaten! (wie in Niederlande, Belgien und Spanien). Wenn das in Deutschland stattfinden würde, hätte das eine enorme Wirkung auf ganz Europa!
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#2 SaschaAnonym
  • 15.11.2006, 13:51h
  • @Flo:

    Je mehr ich mich mit dieser Materie beschäftige, um so mehr wird mir bewusst, dass die Öffnung der Ehe oder andere legislative Veränderungen - so unbestreitbar notwendig sie sind - noch lange nichts am individuellen und kollektiven Bewusstsein der Menschen verändern werden.

    Dies geht nur über Erziehung (insbesondere die Sexualerziehung in den Schulen) sowie Information und (authentische, kritische) Präsenz in der medialen Welt. Die Homo-Bewegung folgt gerade hierzulande mit ihrer einseitigen Fixierung auf rein formal gleiche Rechte einem sehr konservativen Ansatz, der junge Homosexuelle auf ihrem Weg zur Selbstfindung und zum selbstbewussten Ausleben ihrer Identität erst einmal überhaupt nicht weiterbringt (denn die Aussicht auf eine "eingetragene Lebenspartnerschaft" oder gar die "Ehe" hilft ihnen in ihrer konkreten Situation in einem oftmals von Ängsten, Ignoranz und Homophobie geprägten schulischen Umfeld herzlich wenig).

    Deshalb muss es uns in allererster Linie darum gehen, sexuelle Vielfalt als zentrales Thema der Erziehung junger Menschen in den Schulen zu etablieren, mit speziellen Angeboten für junge Homosexuelle und Maßnahmen gegen homophobe Komplexe und Gewalt.
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#3 hwAnonym
  • 15.11.2006, 15:37h
  • @ sascha

    in den toleranten staaten skandinaviens
    sind in island 80% der bevölkerung, in
    dänemark, finnland, schweden etwa 78-80% der bevölkerung gewerkschaftsmitglieder.
    Der schlüssel zum geheimnis des skandinavischen wohlstandes als unabdingbare basis für toleranzentwicklungen sind die kompromisse, die zwischen den unternehmern und den gewerkschaften geschlossen wurden.
    die kritik am skandinavischen modell, dass ihm das unternehmerische denken fehle, ist falsch. es ist die gleichheit der möglichkeit, die individuelle möglichkeiten schafft . wenn man beispielsweise klassenunterschiede im schulsystem aufrecht erhält, schließt man talentierte menschen aus, die arm sind aus und kann ihr potential nicht nutzen.

    der sozialstaat funktioniert nur auf der basis einer florierenden wirtschaft. die wirtschaft wiederum lebt von hoch qualifizierten, motivierten und zufriedenen arbeitnehmern. dieser balanceakt zwischen sozialem und unternehmerischem denken ist offensichtlich in den skandinavischen ländern verwirklicht.
    die toleranzgeschichte zum thema sexualität und homosexualität in skandinavien kennst du bestimmt, sie wird erfolgreich fortgeschrieben.
    hier seltsamerweise nicht propagiert ?
    woher kommen die blockaden ?
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