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Kapstadt (queer.de) - Das südafrikanische Parlament hat mit überwältigender Mehrheit für die Öffnung der Ehe gestimmt. 230 Abgeordnete votierten für das "Civil Unions Bill", 41 dagegen. Homo-Gruppen begrüßten die Abstimmung: "Im Großen und Ganzen weist das beschlossene Gesetz Versuche zurück, Schwule und Lesben zu Bürgern zweiter Klasse zu machen", erklärt Fikile Vilakazi, Sprecherin von 17 Homo-Gruppen. "Es zeigt in beeindruckender Weise das Engagement unserer Parlamentarier, alle Menschen mit Würde zu behandeln". Schwule und lesbische Aktivisten hatten zuvor allerdings kritisiert, dass die Regierung nicht einfach das Ehe-Recht änderte, sondern in einem neuen Gesetz gleichgeschlechtlichen Paaren die Ehe oder die Eingetragene Partnerschaft ermöglichte. Außerdem gibt der beschlossene Entwurf Standesbeamten die Möglichkeit, die Trauung von Homo-Paaren abzulehnen. Heftige Kritik erntete die Ehe-Öffnung von Teilen der Kirche: So bezeichnete der christliche Abgeordnete Kenneth Meshoe die Verabschiedung als "schwärzesten Tag in den zwölf Jahren Demokratie". Südafrika würde damit "Gottes Zorn auf sich ziehen". In anderen afrikanischen Ländern, in denen Homosexualität verboten ist, gab es vergleichsweise heftige Reaktionen: So bezeichnete nach Angaben der AP der nigerianische Kirchenführer Abraham Umoh die Öffnung der Ehe als "satanisch", Bischof Joseph Ojo aus Lagos kritisierte die "Tier-Rechte" in Südafrika. Dagegen unterstützte der populäre Friedensaktivist und Erzbischof Desmond Tutu die Homo-Ehe. (dk)



#1 redforceAnonym
#2 rudolfAnonym
  • 15.11.2006, 18:52h
  • Wichtig an solchen Schritten (aber auch an den Fortschritten in Lateinamerika) ist u.a., daß den Ideologen im Vatikan und anderen homophoben Kulturpessimisten das Argument entrissen wird, schwule Bürgerrechte seien das Produkt europäischer Dekadenz, gewissermaßen ein klares Symptom für den 'Untergang des Abendlandes', auf die andere Erdteile nur mit Verachtung herabblicken könnten. Stück für Stück wird klar, daß die schwule Frage genauso wie soziale und politische Rechte Bestandteil international und interkulturell gültiger Menschenrechtsfragen ist.
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#3 Wir sind Deutschland:-)Anonym
  • 16.11.2006, 08:04h
  • Und deutlich wird, daß selbst in weitaus religiöseren Staaten ( Südafrika, Mexiko, Teile Lateinamerikas) die Gleichberechtigung größerer Schritte geht als in Europa. Ich finde es schon seltsam, daß gerade da wo Menschen noch mehr glauben und Kirche mehr Einfluß hat wie in Europa trotzdem eine gleichberechtigende Schwulen/Lesbenpolitik einsetzt! Was zumindest teilweise , den schwulen Fundis ihre Argumentationsgrundlage entzieht!
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#4 rudolfAnonym
  • 17.11.2006, 01:41h
  • @wirsinddeutschland

    Dein Bild von Lateinamerika stimmt nur z. T. mit den historischen Fakten überein. Mexiko hat z. B. eine militant antiklerikale Tradition und Uruguay ist seit hundert Jahren ein strikt laizistischer Staat nach französischem Vorbild. Gerade in Uruguay wurden in puncto Schwulenrechte in den letzten Jahren große Erfolge erzielt (auch wenn das auch dort manchem Macho nicht paßt - siehe z. B. den Fußball-Nationaltrainer).
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#5 Wir sind Deutschland:-)Anonym
  • 17.11.2006, 09:17h
  • @rudolf: Hättest du meinen Bericht gelesen, hättest du germekt das ich Teile Lateinamerikas sagte und nicht alle! Ausserdem sprach ich nicht von der Staats-/Regierungsform , sondern von der Bewertung der Bevölkerung! Natürlich hat Uruguay die Trennung von Staat und Kirche, das bedeutet aber dennoch nicht im Umkehrschluß, daß sich die Menschen nicht als gläubig bezeichnen! Und schlielich ist Uruguay das einzige Land das diesen Weg so festgelegt hat! Die Staaten vin denen ich sprach sind alle sehr religiös und in Schwulenrechten wesentlich aufgeschlossener als das so liberale humanistsische und aufgeklärte Europa! Auch hier gibt es Staaten die man nicht zu diesen Werten zählt, aber ich rede ja nicht von allen , sondern von Teilen Europas- alles lesen ist immer von Vorteil:-)!
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