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Austin (queer.de) - Amerikanische Schwule sorgen sich jetzt um den ehemaligen Pastor der "New Life Church", Ted Haggard, der sich nach dem Zwangs-Outing durch seinen Callboy in eine Therapie begeben hat. Dort will er seine homosexuelle Orientierung ablegen.
Die schwul-lesbische Menschenrechtsorganisation "Soulforce" hat nun eine Kampagne gestartet, in der sie Homosexuelle und deren Freunde aufruft, Briefe an den geschassten Präsidenten der nationalen evangelischen Vereinigung zu schreiben. "Das ist auf jeden Fall eine persönliche, familiäre und berufliche Krise für Referend Haggard", meint Soulforce-Pressesprecherin Paige Schilt. "Wir möchten, dass die Stimmen der Intoleranz und Homophobie nicht das Einzige sind, was er in dieser schwierigen Zeit zu hören bekommt." Über die Soulforce-Website können Schwule und Lesben per Formular ihre eigenen positiven Erfahrungen mit einem offenen homosexuellen Leben an Haggard übermitteln.
Haggard hatte sich als Prediger oft scharf gegen Homosexuelle gewandt, gleichzeitig aber ein Doppelleben geführt und jahrelang einen Callboy engagiert, bei dem er Sex und Drogen kaufte. Bei Soulforge ist man sich des Ärgers bewusst, den dieses Feindbild in der Gay Community ausgelöst hat. Aber, so bemerkt Paige Schilt, "wird Haggard nun der selben Behandlung unterzogen, die bereits die mentale und spirituelle Gesundheit zahlreicher Schwulen und Lesben beeinträchtigt hat. Wir hoffen, ihn durch Mitgefühl erreichen zu können."
Diverse amerikanische Verbände von Psychologen kritisieren die in den USA weit verbreiteten Umpolungstherapien. "Selbst in den optimistischsten Studien zu Therapien, durch die Menschen versuchen, ihre sexuelle Orientierung zu ändern, scheitern die meisten Teilnehmer", warnt zum Beispiel die "American Psychiatric Association". (cs)



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