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Paris (queer.de) - Die französischen Sozialisten haben in einer Urwahl die ehemalige Umwelt- und Familienministerin Ségolène Royal zur Präsidentschaftskandidatin bestimmt. Die Wahlen finden im Frühjahr nächsten Jahres statt. Royal hatte vor wenigen Monaten für Aufruhr gesorgt, weil sie sich für Öffnung der Ehe für Schwule und Lesben ausgesprochen hat (queer.de berichtete). Derzeit gibt es in Frankreich nur den Pacte civil de solidarité, der Homo-Paaren eingeschränkte Rechte gewährt. Die moderate Sozialdemokratin setzte sich klar mit 61 Prozent gegen den früheren Finanzminister Dominique Strauss-Kahn (21 Prozent) und Ex-Premier Laurent Fabius (18 Prozent) durch. Die 53-järhige Royal versucht, die Sozialisten auch für Konservative wählbar zu machen. So fordert sie unter anderem Härte bei der Kriminalitätsbekämpfung und stellt die 35-Stunden-Woche in Frage. Ihr wahrscheinlicher Gegenkandidat ist der konservative Innenminister Nicolas Sarkozy, der ebenfalls auf "Law and Order"-Themen setzt. Er hatte sich im September gegen die Öffnung der Ehe ausgesprochen (queer.de berichtete). (dk)



#1 madridEUAnonym
  • 17.11.2006, 19:47h
  • Ja, man kann sich der Euphorie über diese
    Frau nicht entziehen. So ähnlich ging es uns mit Zapatero, als er Präsident wurde, was nun nach fast drei Jahren Legislaturperiode einer gewissen Ernüchterung gewichen ist. Da aber nur sie uns jedoch weitgehende oder totale Gleichstellung verschaffen, sind eben nur sie für uns wählbar.
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#2 SvenAnonym
  • 18.11.2006, 13:16h
  • Naja, ihre Partei hat sie nominiert, jetzt müssen die Franzosen sie auch noch wählen und denn schauen wir mal, ob sie ihre Versprechen hält.
    Aber bis jetzt scheint sie wirklich gut zu sein.
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#3 seb1983
  • 18.11.2006, 15:53h
  • @madridEU

    habe mich über die Frau zwar bisher kaum informiert, man bekommt so ja auch nur mit dass sie es "allen recht machen" will.

    Zapatero scheint in Spanien seine Sache zumindest nicht schlecht zu machen (bei der Homoehe sogar sehr gut).

    Aber dieses "nur sie verschaffen uns volle Gleichberechtigung und sind daher wählbar" finde ich typisch schwul kurzsichtig.

    Beispiel: Sagen wir mal eine sogenannte Neoliberale Partei Deutschlands (hm wie könnte man das ablürzen *g*) legt eine Gesetzesvorlage vor nach der jeder Schwule doppelt soviel Gehalt bekommt wie ein Hetero und osteuropäische Liebessklaven importiert werden. Die Ehe wird abgeschafft, freie Liebe.
    Na die müssten wir dann ja wählen. Im Kleingedruckten wird dann aber der Kündigungsschutz abgeschafft, keine Lohnfortzahlungen mehr und Gewerkschaften werden zerschlagen.

    Und nu? Ich wähle schwul?
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#4 hwAnonym
  • 19.11.2006, 13:52h
  • @ seb1983

    ...natürlich ist nur schwul kein kriterium,
    aber wenn sie den neoliberalen giftzwerg sarkozy verhindert, ist das auch für das soziale und demokratische immunsystem frankreichs bekömmlicher. ohne sarkozy-sarcom, bei relativer sozialer ruhe ist´s schöner knutschen und händchenhalten,
    irgenwie unbeschwerter, bezahlbarer..
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#5 madridEUAnonym
  • 19.11.2006, 14:58h
  • Nun @seb1983: Nicht nur homo- sondern auch gesellschaftspolitisch wäre es für mich undenkbar, eine rechte Partei zu wählen. Die Sozialisten hatten sich seinerzeit in Spanien durch Korruption dermassen bereichert, dass sie abgewählt wurden. Selbst damals wäre ich nie auf die Idee gekommen, deshalb die Konservativen zu wählen, da ich mich von Haus aus wohler "unter Gleichgesinnten" fühle. Ich gebe zu, dass mir schon mal das Verständnis für schwule Sympathisanten der rechten Seite fehlt, aber so geht es Euch doch auch andersrum, oder ?.
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#6 tux2006Anonym
  • 19.11.2006, 16:45h
  • Abngesichts des Sozialen Chaos, das die Neoliberalen in Frankreich hinterlassen haben(man erinnere sich an die ausschreitungen in den Pariser Vororten UND deren Gründe) und den immer stärker werdenden Protesten gegen diese Menschenverachtende Politik wird es Zeit, das in Frankreich wieder die Sozialisten Regieren.

    Man erinnere sich: Die Sozialisten haben schoneinmal in Frankreich regiert. Und sie haben die Privatisierung der Französischen Bahn SNCF verhindert. Noch besser: Unter der Sozialistischen Regierung wurde auch der TGV ins Leben berufen.

    Leider haben die Deutschen das noch nicht Kapiert, obwohl sich bereits Widerstand formiert.

    www.monde-diplomatique.de/pm/2005/07/08/a0016.text.name,askD
    PfeUB.n,0


    www.tacheles-sozialhilfe.de/harry/view.asp?ID=1616
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#7 madridEUAnonym
  • 19.11.2006, 19:54h
  • Ach seb1983: Zu Deinem erstaunlich fantasievollen Entwurf dieser Neo-Dingsbums-Partei, die uns knackige Burschen aus Ostgebieten umsonst verschafft: Gelockerter Kündigungsschutz und gestrichene Lohnfortzahlung käme mir obendrein als selbständiger Arbeitgeber sowieso wie gerufen. Wenn wir uns aber an unsere eigene Geschichte erinnern, sollte uns das soziale Gewissen überrumpeln. Aber Vergesslichkeit ist in diesen Zeiten ein verbreitetes Leiden !
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#8 gerdAnonym
  • 20.11.2006, 09:12h
  • Sie scheint sehr gut zu sein: eine moderne Frau, die mir sehr gut gefällt.

    Hoffentlich wird Sie in Frankreich gewählt.
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#9 AngelpowerAnonym
  • 20.11.2006, 16:29h
  • @madridEu: Das mag zwar sein, abe rim Gegensatz zum spanischen Ministerpräsidenten ist der französische Staatspräsident weitaus mächtiger. Er/ Sie bestimmt Außen-Sicherheits- Verteidgungspolitik. Die präsidiale Form Frankreich ist für eine weltoffene aber auch bürgerlich Soziale Politikerin ein Amt das man einfach anstreben muß! Dort kann man mehr verändern, als mancher Regierungschef! Laßt uns ihr einfach Glück wünschen , daß nach dem Amt des Staatspräsidenten auch das Parlament in Frankreich wieder mehrheitlich links wird!
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