Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse Tagesbild TV Termine
© Queer Communications GmbH
http://queer.de/?5973

Beim nächsten CSD kann man gemütlich zuhause bleiben und trotzdem mitmachen. Mit dem SMS-Megaphon kein Problem.

Von Christian Scheuß

Auf manchen Gay Pride- und Regenbogenparaden macht sich es sich bereits bemerkbar. Es kommen weniger Leute. Woran es auch immer liegen mag, Technik kann vielleicht helfen, neu zu motivieren.

Die Erfinder des "Armchair-Activists Tools" (Hilfsmittel für Sessel-Aktivisten) haben an all die Parade- und Protestmüden Menschen gedacht. Diejenigen, die schon eine eigene Meinung haben, aber die dies nicht unbedingt mit den klassischen Mitteln wie Transparent oder Flugblatt kundtun wollen. Denen die Parade zu anstrengend oder die Teilnehmer zu schrill sind. Beziehungsweise für die, die noch im Schrank sitzen und sich nicht auf ein solch öffentliches Event trauen.

Was kann das Gerät, von dem hier die Rede ist? Es besteht aus einem Megaphon und einer Box, in der ein Handy mit einem Computer gekoppelt ist. An das Handy kann jeder eine SMS schicken, der Computer setzt die Schrift in Sprache um und schickt die Botschaft über das Megaphon nach draußen. Das Tool kann – an Lampenmasten montiert – so viele Leute erreichen.

Die künstlerisch motivierte und nicht ganz ernst gemeinte Idee stammt nicht von ungefähr aus England. Dort gibt es mit dem Speakers Corner im Hyde Park bereits seit langem die Tradition ritualisierten Protestes. Dort stellen sich aber noch leibhaftige Aktivisten auf Kisten und tun ihre Meinung an alle kund, die es hören wollen. Der elektronische Aktivist kann schnell zur Lärmbelästigung werden und mehr Publikum zum Gay Pride bringt es auch nicht. Wer es ausprobieren möchte, der kann eine SMS an die nebenstehende Nummer schicken. Der Prototyp steht in der Troika-Kunstgalerie in London.

Aktivisten-SMS-Nummer: +44 (0)77 90 27 28 04

20.11.2006



#1 OleAnonym
  • 20.11.2006, 17:54h
  • Was fürn Schwachsinn.
    Aber für Handy und Klingelton-Bekoppte genau das richtige.
    Anrufen bis der Gerichtsvollzieher kommt.
  • Antworten » | Direktlink »
#2 antosAnonym
  • 20.11.2006, 20:24h
  • Eine nette Erfindung. Sie zeigt auf zeitgemäße Art wie unsere Meinungen - in der Luft verpuffen. Gefällt mir.
  • Antworten » | Direktlink »
#3 PhilipAnonym
  • 21.11.2006, 14:04h
  • Also künstlerisches Projekt eine gute Idee. Nur hoffentlich steht das Ding nicht wirklcih auf dem nächsten CSD.
  • Antworten » | Direktlink »