Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse Tagesbild TV Termine
© Queer Communications GmbH
http://queer.de/?5992

US-Wissenschaftler haben herausgefunden, dass männliche Flusskrebse stärkeren Artgenossen auf ganz eigene Weise dienen.

Von Dennis Klein

Krebs-Männchen unterscheiden sich nicht sonderlich von menschlichen Männchen: Sie wollen Herr im Hause sein - oder eben im Bach. Doch was passiert mit den Losern der Ellenbogengesellschaft? Darauf haben jetzt Fadi Issa und Donald Edwards von der Georgia State University in Atlanta eine Antwort gefunden: Die Verlieren lassen passiven Sex mit den Winner-Männchen über sich ergehen.

Die beiden Forscher brachten 20 männliche Flusskrebse in verschiedenen Kombinationen zusammen - und beobachteten sie. Dabei stellten sie fest, dass schwächeren Tiere die Aggression des übermächtigen Gegners abwehrten, indem sie sich mindestens 24 Stunden lang als untergeordneter Sex-Partner zu Verfügung stellten. "Wir haben herausgefunden, dass Flusskrebse ein komplexen Ritual zeigen, wenn zwei männliche Tiere sich scheinbar begatten, um ihr Stärkeverhältnis aufzuzeigen", schrieben Issa und Edwards. "Das führte zu einer Abnahme der Aggressionen und zu einer höheren Wahrscheinlichkeit, dass der Untergebene überlebt." Schwächere Tiere, die sich nicht zum "Objekt der Begierde" machen wollten, erwartete dagegen ein düsteres Schicksal: Diese seien "getötet, verstümmelt und teilweise gefressen" worden, so die Forscher.

Der Homo-Sex zwischen der Wirbelosen spiele sich gleich ab wie der zwischen Männchen und Weibchen. Auch hier gehe es zunächst aggressiv zur Sache, denn das Männchen zeige auch dem "schwachen Geschlecht" gegenüber ein äußerst dominantes Verhalten. Wenn sich das Weibchen ziert, läuft es auch Gefahr, getötet zu werden. Derlei Verhaltensweisen seien auch bei Säugetieren anzutreffen, auch bei Primaten, merken die Wissenschaftler an.

Die Ergebnisse sind im Fachmagazin "Current Biology" veröffentlicht worden.

Kürzlich haben amerikanische und österreichische Wissenschaftler bereits einen genetischen Zusammenhang zwischen (homo-)sexuellem Verhalten und Aggressivität bei Fruchtfliegen festgestellt (queer.de berichtete).

22. November 2006



#1 CarstenFfm
  • 22.11.2006, 17:13h
  • Das mit dem "passiven Sex" würd mich mal genauer interessieren.

    Aktiv/Passiv definiert doch, wer wen penetriert. Einen Penis haben aber nur Säugetiere. Andere Tiere pentrieren sich nicht, soweit ich weiß.
  • Antworten » | Direktlink »
#2 JoernAnonym
#3 hwAnonym
  • 23.11.2006, 11:35h
  • ..also ich pentriere mit und ohne penis.
    der eine oder andere empfindet mich hier
    deshalb vielleicht auch schon als penetrant.
    bei 24 h muss ich dann allerding auch passen.
  • Antworten » | Direktlink »
#4 Tante TanjaAnonym
  • 18.01.2007, 07:52h
  • "Flusskrebse nach Bad in zu heißem Wasser: Lecker!"

    Was soll das denn?? Willst du auch in heisses Wasser geworfen und dann gefressen werden?? Ihr seid so pervers..
  • Antworten » | Direktlink »
#5 joerg NeubauerAnonym
  • 27.01.2007, 03:25h
  • und demnächst wird der SPIEGEL wieder mit der Story "Wissenschaftler haben festgestellt..." das Mysterium der Homosexualität erklären. Mal sinds Knötchen im Hirn, die Mutter im Nachkriegsstress oder die Größe der Ringfinger...
  • Antworten » | Direktlink »
#6 gastonAnonym
  • 22.11.2012, 09:25h
  • ach, wer wünschte da nicht, so ganz insgeheim, bloß ein schwaches flusskrebslein zu sein.
  • Antworten » | Direktlink »