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London (queer.de) - In einem Radiointerview sind Mitglieder der Gruppe Take That verbal entgleist. Wofür sich die Moderatorin anschließend entschuldigte.

Die wiedervereinigte ehemalige Boyband mit Howard Donald, Jason Orange, Gary Barlow und Mark Owen veröffentlichen in diesen Tagen ihr Comeback-Album, und sind deshalb auf Promotiontour. BBC Radio One hatte die Truppe live on air, und Moderatorin Jo Whiley fragte, was die Jungs denn in ihrer Freizeit gerne unternehmen würden.

"Ich gehe Skifahren in meiner Freizeit", antwortete Orange. "Snowboarden ist ein bisschen schwul, nicht wahr?" Dem widersprach Donald: "Von wegen, Skifahren ist schwul. Die tragen alle diese einteiligen Skianzüge, die sind definitiv schwul." Jo Whiley entschuldigte sich im Anschluss des Interviews bei den Hörern: "Ich denke, die Jungs wollten niemandem zu nahe treten, sie haben einfach nur Spaß gemacht".

Tatsächlich wird es auch in Deutschland immer schicker, das Wort "schwul" als negative Wertung für irgendwelche missliebigen Dinge zu nutzen, besonders unter Jugendlichen. Bei dem britischen Sender scheint man dafür eine besondere Sensibilität zu besitzen. So wurde bereits zuvor der BBC-Moderator Chris Moyles umgehend kritisiert, weil er einmal flapsig einen Handy-Klingelton als "gay" bezeichnet hatte. (cw)



13 Kommentare

#1 SaschaAnonym
  • 23.11.2006, 13:53h
  • Dieses "Einfach nur ein bisschen Spaß machen" muss endlich konsequent unter Strafe gestellt werden. Sonst können wir auch gleich wieder Witze über Juden reißen...
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#2 FluginsApricotAnonym
  • 23.11.2006, 17:03h
  • Da haben die Jungs doch tatsächlich vergessen, das ein großer Teil ihrer früheren Fans schwul ist.

    Dieser Schuß ist wohl nach hinten losgegangen.
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#3 gab1980Anonym
  • 23.11.2006, 21:36h
  • Genau. Strafen muss sein. Wo kämen wir denn dahin. Da könnte ja jeder kommen. Am besten Knast. Oder verbieten. Oder, oder...
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#4 JohnboyHUAnonym
  • 24.11.2006, 01:36h
  • Genau Sascha! Unter Strafe stellen! Sofort! Und am besten ein "Schwulenfeindlichensprachengleisungsgesetz" verabschieden!
    Mann! Wie wäre es mal wenn einfach jeder die Klappe aufmacht, wenn "schwul" und andere Worte (z.B. "Jude) als Schimpfwort gebraucht wird? Wäre vielleicht der einfachere und effektivere Weg.
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#5 seb1983
  • 26.11.2006, 16:03h
  • kleine Anekdote dazu:

    Abi Feier von meinem Bruder, in einer Runde mit alten Schulkollegen von mir.
    Der bereits etwas angetrunkene Martin: " .... und ich mein bei uns war das doch alles besser seht euch das mal an und dann erst die schwule rosa Tischdeko (alles guckt auf den Boden), öhm, ich mein, die ist doch echt blöd, ähm, ich hol mir noch n Bier" und weg isser. Man glaubt es kaum, manches geht in Deutschland auch ohne Gesetze.
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#6 hwAnonym
  • 26.11.2006, 18:10h
  • @ seb1983

    ..viel in dem moment eine 1- oder 2-euro-münze auf den boden ?
    parkett, fliesen oder hobbykellerwaschbeton ?
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#7 hwAnonym
#8 HampiAnonym
  • 27.11.2006, 00:47h
  • lol - auch meine beiden Schweizer Neffen 13 und 15 Jahre alt (Landeier und klar nicht schwul) brauchen für negative Beschreibungen ganz selbstverständlich den Begriff "das ist schwul". So was lässt sich wohl nicht verhindern,da kommt mir der Vergleich in den Sinn, Herr und Frau X sagen zu den Nachbarn "nun sind wir schon fünf Jahre verheiratet,und haben es immer und immer wieder versucht,aber wir können einfach keine eigenen Kinder bekommen!" Häufigste Reaktion: Mitgefühl. Dass ein Homo-Paar das selbe niemals zu den gleichen Nachbarn sagen kann,versteht sich ja von selbst,und ist ja auch klar, dass daher kein Mitgefühl entsteht. Adoption ist doch bei Heteros fast immer nur die mindere,zweite Wahl.welches Hetero-Paar sagt schon, "wir sind beide echt zeugungsfähig,aber wir tun lieber was Gutes und adoptieren,statt selber zu zeugen"??
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#9 madridEUAnonym
  • 27.11.2006, 10:41h
  • @hampi: Da sind wir ausnahmsweise mal einer Meinung. Auch hier in Spanien ist "maricón" (Schwuler) trotz unermüdlicher Medienaufklärung und totaler Homo-Gleichstellung ein Schimpfwort. Erste Schritte in Form von verordneter Sexualerziehung an öffentlichen Schulen lassen auf Umdenken hoffen. Aber man gibt sich keinen Illusionen hin, denn die Konservativen werden bei einem zu erwartenden Wahlsieg 2008 wieder alte Verhältnisse herstellen.
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#10 HampiAnonym
  • 28.11.2006, 02:19h
  • @madridEU: bitte? Du rechnest mit einem Wahlsieg der Konservativen in Spanien 2008? Da lese ich hier doch dauernd wie erfolgreich und super Zapatero+Co.sind,und jetzt werden die im 2008 doch wieder abgewählt?Verstehe ich nun aber echt nicht....die sind doch so extrem schwulenfreundlich und haben erst noch dafür gesorgt dass die spanische Armee im Irak den Schwanz ein- und also aus dem Land abgezogen sind?Was ist los bei Euch in Spanien?Oder hat Zapatero vor lauter Schwulenaktivismus und Friedenspolitik etwa auch, so wie Wowi in Berlin,die Finanzen nicht im Griff und es gibt immer mehr Sozialhilfeabhängige bei Euch? Im Ernst,ich will Dich nicht verhöhnen,aber die Schweiz nimmt einen ähnlichen Weg: Die äusserste Rechte (die Schweizerische Volkspartei)hat fast die Hälfte des Schweizer Volkes hinter sich mit extrem konservativen Meinungen,absolut kein Geld ins EU-Ausland schicken,Invalidenrente abschaffen,keine Homo-Ehe,der Staat wird aufs Minimum reduziert,um den Schuldenberg der Mitte-und Linksparteien abzutragen,mit den entsprechend unangenehmen Folgen für die Armen in der Schweiz(jaja,die gibts bei uns auch,und wenn die SVP tatsächlich die Macht übernehmen sollte,dann werden wir auch in der Schweiz wieder-was jetzt nicht mehr ist-das pittoreske Bild von Bettlern auf der Strasse haben und Menschen die ihre Nahrung im Müll der Abfalleimer zusammensuchen,Bilder wie sie in grossen Städten der U.S.A. ja an der Tagesordnung sind!)
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