Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse Tagesbild TV Termine
© Queer Communications GmbH
http://queer.de/?6006

São Paulo (queer.de) - Ein Berufungsgericht im brasilianischen São Paulo hat einem schwulen Paar gestattet, gemeinsam ein Kind zu adoptieren. Der 33-jährige Vasco Pedro da Gama hatte bereits zuvor die jetzt fünfjährige Theodora adoptiert. Nun wird in Theodoras Geburtsurkunde auch der Name von Da Gamas Partner Dorival Pereira de Carvalho Júnior (41) eingetragen. Damit hielt das Berufungsgericht ein Urteil eines vorinstanzlichen Gerichts aufrecht. Es hatte entschieden, dass es keinen Grund gebe, einem gleichgeschlechtlichen Paar die Adoption vorzuenthalten. De Gama und Carvalho sind seit 14 Jahren ein Paar, berichtet Radio Brasil. Ihnen gehört gemeinsam ein Schönheitssalon. (dk)



#1 madridEUAnonym
  • 24.11.2006, 15:59h
  • Bereits vor 30 Jahren hatten die Brasilianer ein weitaus ungezwungeneres Verhältnis zu Homosexuellen als damals die Europäer. Dass ein Gericht nun einem Homo-Paar die Adoption erlaubt, scheint wohl die Folge einer ohnehin schon
    fortschrittlichen Volksmeinung zu sein. Die Konsequenz wäre nun eine entsprechende Gesetzgebung wie in Nederland,Belgien oder Spanien, aber offensichtlich existieren in Lulas Riesenreich noch Probleme ganz anderen Kalibers, für die noch fast unmögliche Lösungen warten, wie z.B. das organisierte Verbrechen oder die brutale Vernichtung des Amazonas.
  • Antworten » | Direktlink »
#2 SaschaAnonym
  • 24.11.2006, 22:15h
  • @madridEU:

    Ja, an Problemen mangelt es im "Land der Zukunft" nicht, und die fragmentierte Parteienlandschaft Brasiliens sowie die immer noch sehr starken Muster "informeller Politik" (Klientelismus etc.) erleichtern das Regieren nicht unbedingt.

    Immerhin haben Lula und die Arbeiterpartei (PT) in ihrem 13 Kapitel umfassenden Regierungsprogramm für die zweite Amtszeit ein ausführliches Kapitel der Gleichberechtigung von Homosexuellen einschließlich der Einführung der Homo-Ehe und vor allem zahlreicher Maßnahmen im Bildungsbereich gewidmet.

    Mit dem enormen Legitimitätsgewinn durch Lulas erfolgreiche und eindeutige Wiederwahl - die insbesondere im Zusammenhang mit den bislang positiven Ergebnissen seiner Regierung im Bereich der Sozialpolitik und der Armutsbekämpfung zu sehen ist - hat seine Regierung im kulturell offenen und vielfältigen Brasilien in den nächsten Jahren sehr gute Chancen, bedeutende gesellschaftspolitische Fortschritte auf den Weg zu bringen.

    An verschiedenen Modellprojekten im Bereich der Sexualerziehung, welche die PT in den großen Metropolen implementiert hat, könnte man sich hierzulande ohnehin schon seit Jahren ein Beispiel nehmen...
  • Antworten » | Direktlink »
#3 hwAnonym
#4 JotaAnonym
  • 27.11.2006, 01:14h
  • Was madridEU schreibt stimmt leider nicht: die Brasilianer haben keineswegs ein ungezwungeneres Verhältnis zu Homosexuellen. Gewaltsame Übergriffe sind an der Tagesordnung, und erst kürzlich ergab eine Umfrage, daß 49% der männlichen Jugendlichen homosexuelle Beziehungen für "krank" und "schamlos" halten (
    www1.folha.uol.com.br/folha/cotidiano/ult95u124323.shtml).
    Miriam Abramovay, die die Studie für die Organização dos Estados Ibero-Americanos para a Educação, a Ciência e a Cultura durchführte, kam zu dem Schluß: "Unsere Gesellschaft ist homophob!
  • Antworten » | Direktlink »
#5 madridEUAnonym
  • 27.11.2006, 10:13h
  • @jota: Du magst recht haben, denn Brasilien ist wohl nicht nur Rio, das wir als äusserst offene und liberale Region kennen.
  • Antworten » | Direktlink »