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  • 24. November 2006, noch kein Kommentar

Nach zahlreichen Alben mit Standards hat Rod Stewart seine Liebe für Rockballaden wiederentdeckt: "Still The Same"!

Von Jan Gebauer

Wenn der Erfolg einem Recht gibt, dann kann sich Rock-Oldie Rod Stewart (61) nicht beschweren, denn sein aktuelles Album "Still The Same... Great Rock Classics Of Our Time" hat den Sprung auf Platz eins der US-Charts geschafft. Auch seine letzten vier Alben, allesamt mit Standards bestückt, konnten ähnlichen Notierungen in Amerika verzeichnen. Auf seinem neuen Werk wendet er sich wieder seinem eigentlichen Genre zu – der Rockmusik. Doch halt, ein bisschen riecht das Ganze nach Etikettenschwindel. Wer nämlich glaubt, Stewart würde so rocken wie zu seinen besten Mercury-Zeiten Anfang der 70er Jahre, dürfte enttäuscht sein. Aber wahrscheinlich hat sowieso niemand daran geglaubt, dass Stewart diese Fade noch einmal beschreiten würde. "Still The Same" hält infolgedessen dreizehn mehr oder weniger große Klassiker bereit, die eher nach Schmuseballade als nach Rock klingen.

Sei es drum, hier geht es wie schon bei den Standardwerken eher um die Interpretation, also Stewarts Stimme. Es ist fraglich, ob Bonnie Tylers "It’s A Heartache", Cat Stevens’ "Father & Son" oder John Waites "Missing You" wirklich eine Neuinterpretation im glatten Mainstreamsound brauchen, oder ob Stewart Evergreens wie "Love Hurts" (Nazareth, Original von den Everly Brothers) noch etwas Neues abgewinnen kann. Immerhin klingt Stewart im "Rock"-Kontext wesentlich natürlicher als bei Swingballaden des Great American Songbooks. Die hatten sich zuletzt übrigens überall verkauft nur nicht in Deutschland. Letzte Woche stand "Still The Same" dann in den deutschen Top-Ten. Also gibt ihm endlich auch hier der Erfolg wieder Recht!

24. November 2006