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Ergebnisse der Studie des RKI zu Wissen und Verhalten schwuler Männern bezüglich sexuell übertragbarer Infektionen.

Von Carsten Weidemann

Fast ein Drittel der User von Queer.de hatte im letzten Jahr ungeschützten Analverkehr (ohne Kondom), ohne das Testergebnis des Sexualpartners zu kennen. Dieses ist eines der Ergebnisse der so genannten KABaSTI-Studie. Die hohe "Unsafe Sex"-Quote ist allerdings nicht Queer.de-spezifisch: Sie entspricht etwa dem Durchschnitt der Gesamtstichprobe.

Im Sommer 2006 hatte das Robert Koch-Institut (RKI) mit Unterstützung u.a. von Queer.de eine bundesweite Studie zu Wissen, Einstellungen und Verhalten homo- und bisexueller Männern bezüglich sexuell übertragbarer Infektionen (STI) durchgeführt. Ein großer Teil der Befragung erfolgte dabei über das Internet. Beteiligt waren insgesamt sieben Internetportale. Aus den Portalen Queer.de, Homo.net und Eurogay wurden insgesamt 2.738 ausgefüllte Internetfragebögen berücksichtigt.

Aus Anlass des Welt-Aids-Tages stelllte das Robert-Koch-Institut nun erste Ergebnisse vor, bezogen auf die jeweiligen Portale. "Die Ergebnisse für Homo.net und Queer.de sind sich so ähnlich, dass sie gemeinsam dargestellt werden. Über Eurogay alleine kamen zu wenig Teilnehmer, als dass eine Einzelauswertung sinnvoll gewesen wäre", heißt es in der Zusammenfassung.

Von den Befragten aus den drei Portalen sind rund ein Drittel noch nie auf HIV getestet worden. 62% der Teilnehmer geben an, ein negatives Testergebnis erhalten zu haben. Allerdings lag der Zeitpunkt des letzten Tests durchschnittlich drei Jahre zurück. Der Anteil der HIV-positiv getesteten User bei Queer.de, Homo.net & Eurogay liegt bei 7%. Dies entspricht etwa dem Gesamtdurchschnitt, wenn die Bareback-Portale nicht berücksichtigt werden.

Bezogen auf andere sexuell übertragbare Infektionen liegt der Anteil derer, die sich in den letzten 12 Monaten mit einer Syphilis, einem Tripper oder mit Chlamydien infiziert haben, bei 7% - und damit ebenfalls im Durchschnitt der Stichprobe.

Wenig Wissen über Chlamydien und Hepatitis A

In der KABaSTI-Studie wurde auch das Wissen der Teilnehmer zu Häufigkeit, Schweregrad, Behandelbarkeit, Übertragungswegen und Symptomen von sexuell übertragbaren Infektionen erhoben und als Prozentsatz richtiger Antworten ausgedrückt. Am besten waren die Teilnehmer von Queer.de, Homo.net & Eurogay über HIV und Syphilis informiert - hier erreichten sie durchschnittlich 59% bzw. 58% der Punkte. Weniger gut war der Informationsstand zu Infektionen mit Chlamydien (34%) oder der Hepatitis A (28%).

"Die schlechten Werte dieser Krankheiten legen nahe, dass bei der Aufklärung über STI auch vermehrt über die 'unbekannteren' Krankheiten gesprochen werden sollte", schlussfolgert das Robert-Koch-Institut. Es bestehe ein erheblicher Wissensbedarf: "Informiertheit alleine führt zwar nicht zu präventivem Verhalten, bildet hierfür aber eine unverzichtbare Grundlage." Eine überwältigende Mehrheit der User der drei Portale (80%) bekundete immerhin Interesse an weiteren Informationen zu sexuell übertragbaren Infektionen.

Interessantes Ergebnis der Studie am Rande: Innerhalb fester Beziehungen gibt es kaum Unterschiede, was die Verteilung von "nur aktiv" und "nur passiv" beim Analverkehr anbelangt. Unterschiede bei den bevorzugten Praktiken offenbaren sich erst außerhalb fester Beziehungen: So sind 19% außerhalb fester Partnerschaften ausschließlich "aktiv" und 17% ausschließlich "passiv". Innerhalb fester Beziehungen sind dies nur 13 bzw. 15%.

27. November 2006



#1 Eberhard ZastrauAnonym
  • 01.12.2006, 14:15h
  • Nach österreichischem und Schweizer Vorbild wollen die
    Koalitionsfraktionen im Bundestag nun auch
    strafrechtliches Geschütz gegen HIV auffahren. Gauweiler
    und DDR lassen grüßen.

    Wer zuviel über "Verantwortung" (der Positiven - für ihre
    Sexpartner) redet, kann die Verantwortung für solche
    Reaktionen kaum abweisen.

    Die erfolgreiche Aids-Prävention in der Bundesrepublik
    Deutschland basiert auf anderen Prämissen: auf der
    Verantwortung, die jeder für sich selbst zu übernehmen
    hat. und darauf, dass sich niemand auf ein vermeintlich
    negatives Testergebnis von vorgestern verlassen sollte.

    Und auf der akzeptierenden Präventionsarbeit, die
    staatlich gefördert von Aids-Hilfen und den Netzwerken der
    dem Risiko ausgesetzten Gruppen geleistet wird. Nur dass
    diese Gruppen leider nicht mehr in ausreichendem Maß in
    ihrer Arbeit gefördert werden.

    Trotz eines insgesamt liberaleren Klimas als in Gauweilers
    Blütezeit ist die Wirksamkeit der Gesundheitsämter in der
    Präventionsarbeit für die dem Risiko ausgesetzten
    Gruppen begrenzt.
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#2 tux2006Anonym
#3 OlafAnonym
  • 01.12.2006, 17:16h
  • @tux
    Die Parallelen sind klar: Herr Gauweiler wollte in den Achtzigern Aids-Kranke internieren, die DDR hat ihr ganzes Volk interniert. Beide sind zum Glück gescheitert.
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#4 daveAnonym
  • 07.10.2007, 14:38h
  • ich bin anfang der 30er schlank, ich lasse mich nur mit gummi ficken wobei ich auf ältere ab 60j stehe. allerding lasse ich mich gern im mund sprizen, ich lasse mich jeden 3 ten monat testen, da alles ok, ist im mund weniger gefährlich, oder liegt es nur daran das ich es nur mit ältere ab 60j treibe
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