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Berlin (queer.de) - Der Lesben- und Schwulenverband hat das katholische Kolpingwerk wegen seiner "unbarmherzigen Haltung" gegenüber einem schwulen Mitarbeiter kritisiert. Der Sozialverband hatte einen Mitarbeiter fristolos entlassen, weil er ein Chatprofil in einem Internetportal für Schwule hatte (queer.de berichtete). "25 Jahre lang hat der Sozialpädagoge sein Leben der christlichen Jugendarbeit gewidmet und sich niemals eines Vergehens schuldig gemacht. Dann wird er von einem Tag auf den anderen entlassen, als bekannt wird, dass er homosexuell ist. Eine solche Maßnahme ist unmenschlich, unsozial und moralisch verwerflich", so LSVD-Sprecher Manfred Bruns. Es sei schlimm, wie die katholische Kirche Schwule dazu aufforderten, ihre sexuelle Orientierung zu verstecken. "Hier sind die Verantwortlichen des Kolpingwerkes aber noch einen Schritt weiter gegangen: Sie verlangen, dass die Angestellten auch im Privatleben ihre Identität unterdrücken. Das ist eine Verdammung der Homosexualität an sich", so Bruns.
LSVD fordert Mail-Aktion gegen Kolpingwerk
Der LSVD ruft daher "alle Betroffenen auf, ihrer Empörung Ausdruck zu verleihen und sich über diesen unchristlichen Umgang mit Homosexuellen beim Vorsitzenden des Kolpingwerks der Diözese Limburg, Herrn Wolfgang Aumüller, zu beschweren" (Web-Auftritt: www.kolpingwerk-limburg.de). (pm/dk)



Auch Westerwelle lobt Papst

Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) hat sich positiv über die Aussagen von Papst Franziskus zur Homosexualität geäußert.

14 Kommentare

#1 maenneAnonym
  • 28.11.2006, 17:08h
  • Hier wäre es extrem wichtig, dass es zu einer richterlichen
    Entscheidung kommt und nicht zu einem Vergleich. Das Gerichtsurteil wäre
    wegweisend für alle anderen schwulen Kirchenmitarbeiter. Genau das wird aber
    die Katholische Kirche bis April 2007 mit allen Mitteln zu verhindern
    versuchen.
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#2 gerdAnonym
  • 28.11.2006, 18:01h
  • Das sehe ich genauso; kein Gerichtsvergleich sondern ein Gerichtsurteil. Hier soll endlich Klarheit in dieses Thema.
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#3 HampiAnonym
  • 28.11.2006, 20:46h
  • auch wenn hier viele ein Gerichtsurteil möchten,so wird es vermutlich keines geben, zuviel spricht dagegen: Ein Arbeitgeber kann leider durchaus bestimmte Vorgaben machen, unter welchen Bedinungen er jemdanden einstellen will oder nicht.Die katholische Kirche stellt ja auch nur unverheiratete Priester ein,und wenn's rauskommt dass der Priester halt doch "heimlich verheiratet" ist, muss er weg. Ein ganz anderes Beispiel:Der Arbeitgeber X, Hersteller von schwuler Erotikkleidung,verlangt bei der Anstellung ausdrücklich,dass er nur schwule Männer einstellt für diese Arbeit. Aber nach drei Jahren fliegt durch einen Zufall auf, dass der Angestellte Y hetero ist und eine feste Freundin hat! Der Arbeitgeber darf nun Y kündigen, da sein hetero Angestellter den Arbeitsvertrag verletzt hat. Hier handelt es sich ja auch um einen Eingriff in die Privatspähre, der aber,soweit ich weiss,erlaubt ist,sofern die Begründung bereits im Zeitpunkt der Anstellung bekannt war!
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#4 MikeAnonym
  • 28.11.2006, 20:53h
  • kann ich wirklich nur unterstützen, daß hier ein deutliches Signal gesetzt werden muß. Denn schließlich ist das Kolpingwerk eine nicht ganz unwichtige (christliche) Einrichtung. Ich habe einen Beschwerdebrief an Herrn Aumüller geschrieben, werde ihn mit Erlaubnis die Tage hier reinstellen oder der Redaktion zur Verfügung stellen, damit ihn andere bei Interesse verwenden können
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#5 tux2006Anonym
#6 GuddsjeAnonym
  • 29.11.2006, 06:05h
  • Wir haben ein Antidiskriminierungsgesetz, worunter auch die Gleichbehandlung in Hinblick auf die sexuelle Orientierung festgeschrieben ist. Danach wird es sich kein Gericht erlauben, hier dem Kolpingwerk die Kündigung wegen der Homosexualtiät durchgehen zu lassen. So einfach ist das nicht, auch ein kirchennaher Verein muss sich daran halten.
    Ausnahme ist allerdings in der Kirche, dass es nur männliche Priester geben kann.
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#7 SchorschAnonym
  • 29.11.2006, 08:55h
  • Bitte schaut mal unter "Tendenzbetrieb" bei Wikipedia nach. Ich bin mir nicht sicher, aber ich fürchte, dass auch das Kolpingwerk hier einige Sonderrechte hat.

    Aber was mich bei solchen Meldungen immer am meisten wundert: Wie kann man denn überhaupt als Schwuler auf den Gedanken kommen, sich als Arbeitgeber einer christlichen, noch dazu katholischen Organisation anzuvertrauen? Dass aus dieser Richtung in Sachen Toleranz, Öffnung oder Fortschritt garantiert nichts zu erwarten ist, dürfte doch jedem klar sein.
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#8 MiGeAnonym
  • 29.11.2006, 11:22h
  • @Hampi
    Ganz so einfach ist das nicht. Als arbeitgeber kann man nur weinige Vorgaben an eine Anstellung knüpfen: das eine ist die notwendige Qualifikation (Ausbildung, Berifserfahrung, etc.) und das andere sind Ausschlussgründed, die eine Ausübung des Berifes unmöglich machen.
    Sexuelle Orientierung oder gar Geschlecht sind nahezu nie ein zulässiger Verweigerungsgrund. Ein Betreuer von Jugendlichen währe zwar ungeeignet, wenn er Pädophil veranlagt währe. Aber selbst die katholische Kirche sollte mitlerweile verstanden haben, das das nicht das selbe wie Homosexualität ist.
    Die Kolping kann sich höchstens auf einen Sonderstatus als Katholische Organisation berufen. Frag mich wie das vor Gericht gewertet wird? Vielleicht als "nicht zurechnungsfahig"?
    Dein Beispiel von dem Kleidungshersteller, der nur schwule einstellt würde vor Gericht den Bach runtergehen. Eine solche Klausel im Arbeitsvertrag währe unzulässig. Besonders wenn der Arbeitnehmer bereits während seiner Anstellung bewiesen hat, dass er fachlich qualifiziert ist.
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#9 MiGeAnonym
  • 29.11.2006, 11:30h
  • @Schorsch
    Auch wenn sich die Kolpingfamilie auf den Status als Tendenzbetrieb beruft hat sie trotzdem noch einen doppelten wertesalto rückwärts zu machen.
    Zum einen ist homosexualität und Kirche ja nicht ganz so unmöglich, wie es immer gemacht wird. Man wird als offen lebende Schwuler ja nicht direkt exkommuniziert oder vom Gottesdienst ausgeschlossen. Sonst gäbe es ja auch keine Vereine homosexueller Katholiken.
    Zum andern müssten die Kolping-Vorstände eindeutig aussagen, dass sie Homosexualität und Pädophilie gleichsetzen. Der Image-Schaden, der ja eh schon am Rollen ist, währe nicht mehr reparabel.
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#10 ChrisAnonym
  • 29.11.2006, 15:50h
  • Würd gern wissen inwieweit die Inbox des Kolpingwerks in Limburg heute morgen übergegangen ist, vor lauter protest-mails!
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