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  • 30. November 2006, noch kein Kommentar

Ottawa (queer.de) - Die konservative Regierung Kanadas will kommende Woche im Parlament über die Homo-Ehe diskutieren, gab das Büro von Premierminister Stephen Harper bekannt. Harper hatte sich beim Wahlkampf vor einem Jahr für ein Ende der Eheschließungen für Schwule und Lesben ausgesprochen (queer.de berichtete). Bei dem Antrag, der am Dienstag eingebracht werden soll, geht es allerdings nur um die Frage, ob das Parlament die 2005 von der damaligen liberalen Regierung beschlossene Öffnung der Ehe überdenken will. Eine Abschaffung ist aber nach Ansicht von politischen Analysten äußerst unwahrscheinlich: Zum einen führt Harper nur eine Minderheitsregierung, alle drei Oppositionsparteien befürworten dagegen die Ehe-Öffnung. Zum anderen würde es gegen die kanadische Verfassung verstoßen, Schwulen und Lesben das Heiraten wieder zu verbieten. Es wird vermutet, Harper wolle sich mit diesem Vorgehen die Unterstützung von der christlichen Rechten sichern. 2007 sind Neuwahlen wegen seiner instabilen Regierung wahrscheinlich. (dk)