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Kapstadt (queer.de) - Ab sofort dürfen schwule und lesbische Paare in Südafrika heiraten. "Vizepräsidentin Phumzile Mlambo-Ngcuka hat das Gesetz unterschrieben", verkündete heute das Büro des Präsidenten äußerst kurz in einer Pressemitteilung. Südafrika ist nach den Niederlanden, Belgien, Spanien und Kanada das fünfte Land, das seine Ehe geöffnet hat - und das erste in Afrika. Mlambo-Ngcuka hat das Gesetz in Vertretung von Präsident Thabo Mbeki unterzeichnet, da sich dieser bei einem Staatsbesuch in Nigeria aufhält. Das Parlament hatte vor zwei Wochen mit überwältigender Mehrheit der Öffnung der Ehe zugestimmt (queer.de berichtete). Es setzte damit eine Entscheidung des Obersten Gerichtshofes vom Dezember letzten Jahres um. Die Richter hatten damals entschieden, dass das Ehe-Verbot für Schwule und Lesben gegen die südafrikanische Verfassung verstößt (queer.de berichtete). Die Post-Apartheid-Verfassung aus dem Jahre 1994 ist die erste weltweit, die Diskriminierung aufgrund sexueller Orientierung verbietet. Als einzige Einschränkung nach dem in Kraft getretenen Gesetz gilt für schwule und lesbische Paare, dass Standesbeamte die Schließung der Ehe "aus moralischen Gründen" ablehnen dürfen. Homo-Gruppen haben bereits angekündigt, gegen diese Ungleichbehandlung Verfassungsbeschwerde einlegen zu wollen. (dk)



#1 hwAnonym
#2 redforceAnonym
  • 30.11.2006, 18:11h
  • Wirklich erfreulich - hoffentlich macht Südafrika in Belangen auch solche Fortschritte, z.B. was AIDS-Prävention und -Behandlung betrifft
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#3 gerdAnonym
  • 30.11.2006, 19:04h
  • Eine sehr schöne Nachricht aus Südafrika, die uns von dort erreicht.

    Für das südliche Afrika darf diese Entwicklung als ein wichtiger Meilenstein angesehen werden, der auf die benachbarten, afrikanischen Länder Einfluss haben dürfte.

    Insbesondere ist es sehr erfreulich, dass die Entscheidung vom ANC in Südafrika mitgetragen wurde.
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#4 SebastianAnonym
  • 01.12.2006, 06:54h
  • So ganz stimmt das ja auch nicht, 1989- 1990 ist in der DDR mit hilfe amerikanischer englischer und deutscher politiker und soziologen ein Verfassungsentwurf geschrieben worden, der für ein zusammengeschlossenes Deutschland geschrieben wurde, ich zitire:

    K 1 A 1 Ab2

    Jeder schuldet jedem die Anerkennung als Gleicher. Niemand darf wegen seiner Rasse, Abstammung, Nationalität, Sprache, seines Geschlechts, seiner sexuellen Orientierung, seiner sozialen Stellung, seines Alters, seiner Behinderrung, seiner religösen, weltanschaulichen oder politischen Überzeugung benachteiligt werden.

    Veröffentlicht wurde das ganze am 6. April 1990

    Und von Helmut Kohl abgelehnt.

    Finde es allerdings phantastisch das die Afrikaner beim Thema Homoehe schon weiter sind als wir Deutschen, da frage ich mich wer im Entwicklungsland lebt, zuumindest was solche dinge anbelangt....
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#5 JanAnonym
  • 01.12.2006, 08:59h
  • Was das eigentlich erfreuliche daran ist: Die
    farbige Bevölkerung tritt nach dem Ende der
    Apartheid nicht nach unten weiter, sondern erinnert
    sich an Zeiten, wo sie selbst unterdrückt wurden.
    Da unterzeichnet die symphatische
    Vizepräsidentin mit dem leider für mich völlig
    unaussprechlichen Namen mal ebenso das Gesetz
    und schafft Fakten. Da kann sich Deutschland mal
    ne Scheibe von abschneiden.
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#6 HennesAnonym
  • 04.12.2006, 16:07h
  • Jetzt ist man also auch in Südafrika weiter als in Deutschland!

    Während man in Südafrika die düsteren Jahre der Apartheid schnell überwunden hat, herrscht in Teilen der deutschen Politik immer noch Naziideologie wenn es um Schwule und Lesben geht.
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