Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse Tagesbild TV Termine
© Queer Communications GmbH
http://queer.de/?6051

Bangkok (queer.de) - Das thailändische Gesundheitsministerium hat angekündigt, das Patent des HIV-Medikamentes Efavirenz zu brechen. Man würde in Kürze damit beginnen, Generika herzustellen, berichtet die Zeitung "The Nation". Thailand kopiert bereits Nevirapin und verteilt es für umgerechnet 60 Cent an Positive, allerdings vertragen viele HIV-Patienten dieses Medikament nicht oder sind dagegen resistent. Gesundheitsminister Mongkol na Songkhla behauptet, sein Land breche keine internationalen Gesetze, wenn es die Medizin nur für den Heimatmarkt herstelle. Er erwarte aber Proteste vom Hersteller Merck, Sharp and Dohm, einem US-Pharmakonzern. Tausende würde nach Angaben des Ministeriums ohne die Generika sterben, da sich die meisten Thailänder die teuren Originalprodukte nicht leisten können und Krankenversicherungen in der Regel nicht dafür aufkommen. In Thailand haben sich seit den 80er Jahren bereits über eine Millionen Menschen mit dem HI-Virus infiziert. Mehr als 500.000 sind bereits gestorben. (dk)



13 Kommentare

#1 Axel BerlinAnonym
  • 01.12.2006, 13:12h
  • vollkommen richtig. Das Leben ist ein weitaus höheres Gut als das Patent eines Medikamentes.
    Es ist die legitime Umkehrung des Gedankens: Soziale Unterschiede sind gerechtfertigt, wenn diese im Wohle der Gesellschaft liegen.
    Sie sind nicht mehr gerechtfertigt, wenn diese zum Schaden der Gesellschaft sind.
    Auch der Einzelne muß im Ernstfall bereit sein, Privilegien/Eigentum zum Wohle der Gesellschaft zu opfern.
  • Antworten » | Direktlink »
#2 hwAnonym
#3 SebastianAnonym
  • 01.12.2006, 14:16h
  • Finde diese Entscheidung gut, es wird ja schon seit Jahren darüber disskutiert, das für und wieder abgewogen, man kommt zu dem Schluss das die Medikamente notwendig sind aber weigert sich, sie für alle Menschen greibar zu machen.

    Ich denke mal es ist egal ob man das Medikament jetzt nur armen im eigenen Land zugänglich macht oder es auch in andere arme Gebite Asiens vertreibt, bei der Pest hat man auch nicht drüber nachgedacht wer der erfinder ist und Aids ist ebenso eine tötliche Seuche.

    Die Gesundheit der Welt steht im Vordergrund, besonders bei der steigenden Zahl der Kranken...
  • Antworten » | Direktlink »
#4 GerdAnonym
  • 01.12.2006, 14:25h
  • Das ist natürlich für die HIV-positiven Thailänder sehr zu begrüßen. Man sollte aber nicht die Pharma-Konzerne verteufeln, auch wenn es in der sozialistischen Glückseligkeit hier oft getan wird. Immerhin geben sie Milliarden für Forschung aus und haben dieses Medikament erst ermöglicht. Wenn ihnen das Patent "geklaut" wird, werden sie diese Forschung u.U. nicht fortsetzen, was wiederum schlechte Folge für Positive hätte.
  • Antworten » | Direktlink »
#5 seb1983
  • 01.12.2006, 14:55h
  • Ein zweischneidiges Schwert.

    Bezahlbare Medikamente möchte jeder haben. Gut vorstellbar dass diese Aktion sogar vielen Menschen das Leben rettet.

    Allerdings fallen Medikamente nicht vom Himmel, Pharmakonzerne haben jahrelang milliarden Euro und Resourcen in die Forschung gesteckt, es wurden Tests an Tieren und/oder Menschen gemacht etc etc.
    Hart aber wahr: Pharmaforschung wird nicht gemacht damit es den Menschen besser geht sondern um eben Vorteil gegenüber Mitbewerbern zu erringen (unser Aids Medikament ist besser als die anderen etc) Diese Forschungsarbeit muss beim Preis mit eingerechnet werden.
  • Antworten » | Direktlink »
#6 dogay3bmAnonym
  • 01.12.2006, 15:08h
  • Dazu kann ich nur kommentieren, dass es wohl Wissenschaftler geben soll, die längst Heilmittel gegen HIV entwickelt, aber Angst um ihr Leben haben, da sie gegenüber den großen und reichen Pharmakonzernen als kommerzielle Bedrohung dastehen.

    Kurzum gesagt, die Pharmaindustrie sollte nicht von wirtschaftlichen Unternehmen, sondern überstaatlichen Organisationen bestimmt werden..

    Wer weiß, wie viele Menschen hätten gerettet werden können...
  • Antworten » | Direktlink »
#7 Axel BerlinAnonym
  • 01.12.2006, 15:26h
  • @seb1983 u. gerd
    aus rein wirtschaftlichen gesichtspunkten ist euch beiden ja zuzustimmen.
    aber ich denke, es handelt sich im falle um so was, wie eine "mobilmachung" gegen den tod, gegen den tod eines kontinents.
    wer fragt den soldaten,wenn er in den krieg ziehen muss, ob der einsatz seines lebens wirtschaftlich gerechtfertigt ist?
    manchmal muss man sich von allem scheinbar vernünftigen lösen, denn das unvernünftige hat auch einen sinn.
  • Antworten » | Direktlink »
#8 tux2006Anonym
  • 01.12.2006, 15:39h
  • Grundsätzlich ist zu sagen, das die Patentierung von Medikamenten, die gegen die Folgen einer HIV-Infektion unterbleiben sollte. Auch wenn Pharmakonzerne immer damit werben, sie würden das Geld aus den Patentrechtseinnahmen(Lizenzfertigung) für Forschung einsetzen, so ist doch zu bemängeln, das sich in den ländern mit den höchsten HIV-Infektionsraten niemand die teuren Medikamente leisten kann.
  • Antworten » | Direktlink »
#9 hwAnonym
  • 02.12.2006, 12:05h
  • @ gerd

    luthers haltungen zu not, elend und pein
    in agraischen gesellschaften sind hinlänglich bekannt.

    gleichfalls seine haltungen zum auserwählten volk israels.

    diese highlights waren weit vor marx gesichertes menschheitswissen im
    "alten europa".
    hast du aktien ?
  • Antworten » | Direktlink »
#10 Axel BerlinAnonym
  • 02.12.2006, 13:15h
  • @hw
    die frage nach den Aktien ist sehr intim?
    Über Geld spricht man nicht, man hat es einfach (kommerzielle Koordinierung oder KoKo).
  • Antworten » | Direktlink »