Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse Tagesbild TV Termine
© Queer Communications GmbH
http://queer.de/?6079

Ramallah (queer.de) - Muslimische und christliche palästinensische Führer haben Israel vorgeworfen, durch eine "Verlotterung der Sitten" Aids in die Autonomiegebiete einzuführen, berichtet "Ynet News". Dadurch wolle der jüdische Staat Palästina schaden, so der höchste islamische Würdeträger der Palästinenser, Scheich Tajsir Tamimi, und der griechisch-orthodoxe Bischof Atalla Hanna bei einer Aids-Konferenz in Ramallah. Als angebliche Mittel der Israelis zur Schwächung Palästinas nannten die Geistlichen unter anderem den Drogenhandel und die Förderung der Prostitution. Bischof Hanna führte ferner den CSD in Jerusalem (queer.de berichtete) als Teil der israelischen Verschwörung an: "Vor ein paar Wochen wollten die Israelis eine Parade sexueller Abweichler organisieren. Sie wollten für ihr Recht demonstrieren, sexuell und moralisch das zu tun, was sie wollen und unsere Werte und die Heiligkeit Jerusalems zu verletzen. Ausgerechnet in Jerusalem wollten diese Leute ihre Parade abhalten", so Hanna. Er zitierte einen palästinensischen Zeitungsartikel, wonach eine israelische HIV-positive Frau den Auftrag erhalten habe, junge Palästinenser zu infizieren. Gegen HIV gebe es nur ein Mittel: Den Glaube an Gott. Die zwei religiösen Vertreter sagten gleichzeitig, man dürfe an Aids erkrankte Menschen nicht diskriminieren. Schließlich sei nicht sicher, dass sich alle durch "unmoralische Akte" angesteckt hätten. In Palästina sind bislang 80 HIV-Positive registriert. (dk)



15 Kommentare

#1 martinAnonym
#2 Axel BerlinAnonym
#3 www0815Anonym
  • 06.12.2006, 14:23h
  • Ich kann mich meinem Vorredner nur anschließen. Zwar hat sich schon Orwell darin geirrt, dass Bildung allein viele Probleme löst, aber zumindest gibt es mit Bildung eine Chance, dass die Leute ein wenig intelligenter daher reden...
    Manchmal ist es schon peinlich, wer alles zur Gattung des angeblich intelligenten Menschen gehört! Noch peinlicher wird es erst, wenn mit religiösen Ansichten bei Themen wie Partnerschaft, Krankheiten und bei wissenschaftlichen Erkenntnissen argumentiert wird. Jedem sein Glaube, aber bitte nicht mit dieser Überzeugung und so tun, als sei er die allmächtige Weisheit.
  • Antworten » | Direktlink »
#4 tux2006Anonym
  • 06.12.2006, 15:19h
  • bei dem hilft auch keine bildung mehr....

    wird dies dann als rechtfertigung genommen, um homosexuelle palästinenser zu verfolgen??
  • Antworten » | Direktlink »
#5 madridEUAnonym
  • 06.12.2006, 16:36h
  • Ja, ja. Wenn´s dann so absurd von jenen Moralaposteln tönt, dann schlagen wir uns wohl doch lieber auf die Seite der israelischen Demokratie mit all ihren Widersprüchen, wo wir am Ende sicher besser aufgehoben sind als bei Mullahs, orthodoxen oder röm.-kath.Pfaffen.
  • Antworten » | Direktlink »
#6 AxelAnonym
  • 06.12.2006, 17:40h
  • @madridEU
    ja wenn ich wählen darf, ist mir die Bannbulle aus Rom oder der Fluch eines Rabbis auch lieber als Allah´s Baukran.
  • Antworten » | Direktlink »
#7 FloAnonym
#8 madridEUAnonym
  • 06.12.2006, 18:53h
  • @axel: Nur gut, dass wir die Inquisition hinter uns haben, denn gegen das Lagerfeuer auf dem Marktplatz, wo man uns sachte dahinschmoren lassen würde, wäre mir ja schon der Baukran lieber .
    Natürlich nur, wenn´s denn stimmt, was wir so alles von den bösartigen Muselmanen ungeprüft untergejubelt kriegen. Ich glaube nix mehr so voll und ganz, was unsere Medien süffisant und tendenziös berichten , von wenigen Ausnahmen abgesehen, je nach Ideologie.
  • Antworten » | Direktlink »
#9 rudolfAnonym
  • 07.12.2006, 10:26h
  • Man sollte nicht übersehen, daß der angebliche verderbliche Einfluß 'der Juden' auf die öffentliche Sexualmoral ein altes antisemitisches Klischee ist, daß in der Zwischenkriegszeit von deutschen Rechtsradikalen, aber auch vom polnischen Primas Hlond propagandistisch verbreitet wurde. Das lebt jetzt bei einigen Arabern wieder auf, einschließlich der Vorstellung, daß das Jüdische irgendwie infektiös sein, der Sexualverkehr mit jüdischen Menschen eine 'Sünde wider das Blut' (So der Titel eines verbreiteten antisemitischen Romans in den 20er Jahren).
  • Antworten » | Direktlink »
#10 AxelAnonym
  • 07.12.2006, 11:11h
  • @madridEU
    Das christliche Lagerfeuer ist Vergangenheit; der Baukran die Gegenwart, von der Zukunft lassen wir uns überraschen.
    Wenn wir den Medien das für uns fast unvorstellbare nicht mehr glauben, dann müssen wir abwarten, bis wir zu Veranstaltungen eingeladen werden oder so tun, als ob alles in Ordnung ist.
    Mein Opa hat bis zu seinem Tod nicht an die Mondlandung geglaubt.
  • Antworten » | Direktlink »