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Dresden (queer.de) - Der Lesben- und Schwulenverband Sachsen kritisiert das Wissenschaftsministerium des Freistaates scharf, weil es nicht gegen Umpolungsversuche christlicher Organisationen an öffentlichen Universitäten vorgehe. So wirbt an der TU Chemnitz die Organisation "Campus für Christus" dafür, Schwule zu "bekehren" (queer.de berichtete). Das SPD-geführte Wissenschaftsministerium will aber nicht gegen derlei Angebote vorgehen, wie es in einem Brief an den LSVD klarstellte. Frauen und Minderheiten wie Homosexuelle und Behinderte, heißt es in dem Schreiben, "müssten" Diskriminierungen in der Gesellschaft unter dem Mantel der Meinungsfreiheit "akzeptieren lernen". Es sei nicht davon auszugehen "dass abwegige 'Umerziehungsangebote' in einem besonderen Maß gefährlich seien, denn sie funktionierten nicht und deshalb sollte ihnen auch keine Bedeutung beigemessen werden, argumentiert das Ministerium. Der LSVD hält das für "inakzeptabel": Die Regierung "lässt zu, dass sich in staatlichen Bildungseinrichtungen fundamentalistische Ideologien und 'manipulative Bewegungen', so nennt sie Prof. Heumann in seinem Gutachten, ungestört verbreiten können." Der Verband weist darauf hin, dass Organisationen wie die HuK christliche Diskriminierungsopfer betreuten, auf die aufgrund solcher Vorgänge ein immenser Druck ausgeübt werde, der im Extremfall zum Selbstmord führen könne. (pm/dk)



20 Kommentare

#1 tux2006Anonym
  • 07.12.2006, 17:37h
  • Daran sieht man mal wieder, wie Wirklichkeitsfremd manche Ministerien sind. Ergo den Politikern, die im Landtag für diese Ministerien zuständig sind.

    Wozu gibt es eigentlich das AGG? Könnte man nicht Juristisch gegen die vorgehen?? Zumkindest gegen diese Möchtegernchristen da an den Unis müsste es doch ein Rechtliches Mittel geben...??
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#2 manni2Anonym
#3 TorstenAnonym
  • 07.12.2006, 18:00h
  • Ich dachte immer, in unserem Land gäbe es eine Trennung von Staat und Kirche, was hat dann diese "christliche" Organisation in einer staatlichen Hochschule verloren. Hetze gegen Ausländer, böse, Hetze gegen Andersgläubige, auch böse, Hetze gegen Homosexuelle, anscheinend weniger böse, ich habe mir von der SPD eigentlich immer mehr versprochen.
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#4 JoshAnonym
  • 07.12.2006, 18:09h
  • Was war denn das jetzt für ein idiotischer Kommentar manni2? In der DDR gab es wohl nicht mal im Ansatz so viele Christen wie im Westen oder? Und das ist bis heute so... also was soll so ein Kommentar? Bau von mir aus eine Mauer um den Vatikan aber spar dir deine dümmliche Regionalhetze.
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#5 joshAnonym
  • 07.12.2006, 18:51h
  • trennung von staat und kirche gibts doch sowieso nicht, der staat finanziert doch diese bande (ost wie west - auch früher).
    dieses umpolungsgewäsch ist bestandteil der gerade laufenden kampagne zuzr "moralischen" reinheit siehe meisners feierverbot etc.
    für mich siehts so aus als sollten wir immer mehr auf einen neuen christlichen kreuzzug eingeschworen werden und da stören homos nun mal.
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#6 SvenAnonym
  • 07.12.2006, 19:27h
  • Super!

    Hier ein Hinweis für alle Machos:
    "Vergewaltigt Frauen, die SPD findet das okay!"
    Schön, dass er gleich Frauen, Behinderte und Homosexuelle zum Abschuss freigibt. Warum nicht auch noch Juden und Kommunisten ins KZ?

    Der Mann sollte sich mal einen Bart wachsen lassen, vielleicht entführt ihn dann die CIA und er kann erleben, wie schön es ist, in "Freiheit" sich mal ein wenig einzuschränken.

    Die Umpolungsidioten üben Gewalt gegen Menschen aus!
    Da kann ich auch gleich den Ehrenmord legalisieren!
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#7 tux2006Anonym
  • 07.12.2006, 19:58h
  • @manni2: Was bist du denn fürn dummchen? Solche kommentare erhöhen nur die mauern in den köpfen. Die devise sollte doch eigewntlich sein, das wir voneinander lernen und uns nicht gegenseitig ausgrenzen!
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#8 DerDaAnonym
#9 manni2Anonym
  • 08.12.2006, 09:10h
  • an tux...was bist du den für ne studierte betschwester??

    Ich habe nur gesagt was viele denken, dass heisst
    nich das ich das auch meine....
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#10 skydiverProfil
  • 08.12.2006, 10:08hStuttgart
  • Sehr interessant dazu ein Artikel hier aus queer.de vom April 2006

    Studie: Sachsen am homophobsten

    In den neuen Bundesländern sind Vorurteile weit mehr verbreitet als im Westen, so eine Studie der Universität Bielefeld.

    Von Dennis Klein

    Nach dem ausländerfeindlichen Anschlag in Potsdam ist die Debatte um Vorurteile in Ost und West wieder neu entfacht. Eine Untersuchung des Instituts für interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung der Universität Bielefeld hat nun die Abneigung gegen Minderheiten untersucht und sich dabei besonders auf das Bundesland Sachsen konzentriert. Das Ergebnis: In Ostdeutschland und insbesondere in Sachsen ist die Abneigung gegen Gruppen wie Ausländer, Obdachlose und Homosexuelle größer als in den alten Bundesländern. Die Studie mit dem Titel "Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit in Sachsen" ist hier als PDF-Datei erhältlich.

    42 Prozent der Sachsen sagen demnach, es sei "ekelhaft, wenn Homosexuelle sich in der Öffentlichkeit küssen". In den übrigen neuen Ländern finden das 37 Prozent, in den alten Länder 35 Prozent. Bei der Frage, ob die Ehe zwischen zwei Frauen oder zwei Männern erlaubt sein sollte, antworteten 47 Prozent der Sachsen mit Nein. 41 Prozent in den restlichen neuen Ländern und den alten Ländern waren der selben Meinung. "Die Sachsen erweisen sich damit als die homophobste Substichprobe", so die Studie.

    Noch deutlicher sind die Ergebnisse bei Ausländerfeindlichkeit: 45 Prozent der Sachsen und 44 Prozent in den neuen Bundesländern würden Ausländer ausweisen, wenn in Deutschland die Arbeitsplätze knapp werden. Im Westen meinen das nur 29 Prozent. Auch Obdachlose und Behinderte werden im Osten eher gering geschätzt. Dagegen gibt es im Westen mehr Vorurteile gegen Juden. Auch der klassische Sexismus - Stichwort "Frauen an den Herd" - ist in den alten Ländern weiter verbreitet als in den neuen. In ganz Deutschland neigen besonders Über-65-Jährige zu menschenfeindlichen Einstellungen. Beim Thema Homophobie gibt es die größten Unterschiede zwischen Jungen und Alten. Besonders stark ist dieser Unterschied in Sachsen: Während junge Menschen unter 35 Homosexuellen überwiegend aufgeschlossen gegenüber stehen, haben Ältere besonders starke Vorbehalte.

    Die Studie zählt für das Bundesland Sachsen weitere Faktoren für menschenfeindliche Einstellungen auf: So sind Frauen eher fremdenfeindlich und islamophob eingestellt, Männer dagegen eher antisemitisch und homophob. Feindlicher gegenüber Minderheiten sind zudem Menschen mit niedriger Bildung, aus ländlichen Gegenden und Angehörige christlicher Konfessionen.

    Zwischen 2002 und 2005 wurden für die Untersuchung bundesweit fast 10.000 Deutsche nach ihren Einstellungen befragt.

    24. April 2006
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