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Harare (queer.de) - Die Öffnung der Ehe im benachbarten Südafrika hat eine Welle homophober Äußerungen von Politikern Simbabwes zur Folge. So hat Staatssicherheitsminister Didymus Mutasa Medienberichten zufolge eine Gruppe von 60 südafrikanischen Diplomaten wegen der Einführung der Homo-Ehe beschimpft. Die Regierung ließ später verlautbaren, dass es sich dabei nur um einen Witz des Ministers gehandelt habe. Die Oppositionspartei "Bewegung für Demokratische Veränderung" (MDC) stellte im Parlament den Antrag, Südafrika offiziell zu verurteilen. Als die Regierung das ablehnte, sagte der MDC-Abgeordnete Moses Mzila-Ndlovu, mehrere Regierungsmitglieder seien schwul, ohne Namen zu nennen. Später entschuldigte er sich für die "Beleidigung". Emmerson Mnangagwa, Fraktionsführer der Regierungspartei Zanu-PF, stellte klar, dass auch er gegen Homosexualität sei: "In Simbabwe stellen wir sicher, dass Männer Frauen heiraten und Frauen nur Männer ehelichen. Aber wir haben keine Verpflichtung, die Gesetze zu verurteilen, die in einem anderen Land erlassen worden sind." In dem von Präsident Robert Mugabe seit 1980 regierten Entwicklungsland ist selbst Händchenhalten unter Personen des gleichen Geschlechts verboten und kann bis zu drei Jahre Haft bedeuten. (dk)



14 Kommentare

#1 FloAnonym
  • 08.12.2006, 14:21h
  • Schockierend, dass immer die ärmsten Länder die faschistischsten sind! Hunger, Elend und mangelnde Bildung sind wohl ein optimaler Nährboden für faschistische Hassprediger....
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#2 StarletAnonym
  • 08.12.2006, 17:55h
  • Ich habe Verständnis dafür, wenn Regierungen sich gegen eine "Sexualisierung" der Gesellschaft aussprechen, kann aber in keiner Weise nachvollziehen, wenn Menschen, die bereit sind, Verantwortung füreinander - und auch für Kinder - zu übernehmen, ausgegrenzt werden oder ihnen ihre Verantwortlichkeit abgesprochen wird!
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#3 WolfgangAnonym
  • 08.12.2006, 19:12h
  • Irgendwie paradox:

    Von meinen Steuergeldern die ich als Schwuler in Deutschland aufbringe geht auch ein Teil als Entwicklungshilfe in dieses Land.

    Hätte(n) ich(wir) die gleichen Vorurteile gegen sie, währen sie längst verhungert, vielleicht sollte man die Hilfen einfach mal stoppen oder 10 % abziehen, um zu zeigen wieviele Schwule und Lesben es gibt.
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#4 JanAnonym
  • 08.12.2006, 19:50h
  • Naja was heißt schon "Nährboden". Das geht ja
    nicht unbedingt von der Bevölkerung aus. Ist es
    nicht vielmehr so, dass der Faschismus als
    Staatsform einfach zu Hunger und Verelendung
    führt und man die Regierung da gerne ablenkt?
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#5 gerdAnonym
  • 08.12.2006, 21:03h
  • Simbabwe ist halt ein Drittweltstaat, in dem Menschenrechte und Minderheitenschutz nicht beachtet werden.

    Da kann man dann auch nicht viel anderes von dortigen Politikern erwarten.
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#6 hwAnonym
  • 09.12.2006, 13:09h
  • @ jan

    die antwort auf deine frage lautet:
    wirtschaften, das zu hunger und elend führt,
    führt oft zu faschismus.

    vorformen von hunger und elend zu autoritären regimen. vom polizeistaat bis zur militärdiktatur im schlimmsten fall faschistisch.
    wenn die gesamtwirtschaftliche rechnung nicht aufgeht, bleibt als ausweg noch der raubkrieg. immer erst gegen die eigene bevölkerung, dann gegen nachbarn.

    im iran ist der schlimmste fall noch nicht eingetreten.
    Pragmatischer Iran, ideologischer Westen?

    www.heise.de/tp/r4/artikel/24/24160/1.html

    ***wirklich lesenswert, junger iranischer blogger...***
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#7 hwAnonym
  • 09.12.2006, 13:26h
  • ...ach, dazu paßt dann auch das ergebnis
    der un-university, die in einem bericht über die verteilung des reichtums auf der erde feststellt, dass in zimbabwe die schere zwischen
    arm und reich am größten ist. gefolgt von namibia(relativ)
    in kalorienreicheren gegenden gefolgt von:
    usa und schweiz.
    ***unbedingt zu gemüte führen****
    zählen, wiegen, messen, schätzen - global !!!

    www.heise.de/tp/r4/artikel/24/24160/1.html
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#8 seb1983
  • 09.12.2006, 15:37h
  • @wolfgang und gerd

    Simbabwe trägt wie viele afrikanische Läner noch immer die Last eine ehemalige Kolonie zu sein, nicht auf Selbstverwaltung und Eigenversorgung ausgelegt, dann (meiner Meinung nach) überhastet in die Unabhängigkeit entlassen und seinem Schicksal überlassen. Dann mehr oder weniger von Rivalitätskämpfen und Korruption zerfressen, ab und an ein kleiner Bürgerkrieg mit Afrikas Gewehr Nr.1 G3 (frage mich warum ich beim Bund daran ausgebildet wurde wenn doch jeder Kindersoldat damit schießen kann)

    Südafrika als eher westlich orientierter, für afrikanische Verhältnisse enorm erfolgreicher Staat ( sehr überraschend trotz seiner langen Isolierung) wird da natürlich gerne für seine "unmoralische" Politik kritisiert, reiner Neid.

    Schade allerdings dass man sich mit so einem Unsinn beschäftigt anstatt zu versuchen das Land nach vorne zu bringen.
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#9 LeanderAnonym
  • 10.12.2006, 11:55h
  • Wolfgang, von Deinen Steuergeldern, die Du als Schwuler in Deutschland bezahlst, geht sicherlich kein Teil nach Zimbabwe. Das Land gehört nicht zu den geförderten Ländern der BRD.

    seb1983, Zimbabwe ist gerade nicht in der selben Situation wie andere afrikanische Länder. Dem Land ging es nach dem Ende der weißen Minderheitsregierung sehr gut. Bis in die 90er Jahre war Zimbabwe, dank Rohstoffvorkommen, Agrarprodukten und Tourismus, eines der wirtschaftlich erfolgreichsten Länder des Kontinents. (Beste Vorraussetzung also, um auch gesellschaftliche Reformen anzustoßen.)

    Dass die Mugabe-Regierung nun seit einigen Jahren Schwule als argumentativ besonders nützliche Sündenböcke identifiziert hat, ist nichts Neues. Diese Grundhaltung ist stellvertretend für den gesamten Kontinent, wenngleich sie sicherlich durch die Umstände der Vita von Mugabe (von ihm nicht bestätigt) erheblich an Fahrt gewonnen hat.
    Beunruhigend dagegen ist vor allem, dass die MDC in die selbe Kerbe schlägt. Damit hat sie sich als Alternative zu Mugabe disqualifiziert und zeigt im Grunde, dass die Situation in Zimbabwe unter ihr nicht viel anders sein wird.
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#10 hwAnonym
  • 10.12.2006, 14:17h
  • der egomane schwule meint:
    selbstvertrauen ist gut, selbstkontrolle noch besser !
    d.h.: Ich habe bei 7.) stuss verlinkt...

    jetzt, nach kontrolle:

    www.heise.de/tp/r4/artikel/24/24149/1.html

    Gähnende Kluft
    Florian Rötzer 06.12.2006

    Der ärmeren Hälfte der Menschheit gehört nur ein Prozent des globalen Reichtums
    Nach einem Bericht des World Institute for Development Economics Research an der UN University ist der Reichtum auf der Welt extrem ungleich verteilt. Die Analyse der Haushaltseinkommen ergab, dass die Hälfte des globalen Reichtums einer reichen, aber winzigen Superschicht von zwei Prozent der Weltbevölkerung gehört, während die ärmere Hälfte praktisch leer ausgeht und nur über ein Prozent verfügt. Aus dieser Perspektive gesehen ist es eigentlich erstaunlich, dass es so wenige Konflikte und keinen globalen Aufstand der Armen auf der Welt gegen die vergleichsweise winzige Schicht der Superreichen im feudalistischen Kapitalismus gibt.
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