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London (queer.de) - Einer globalen Umfrage des BBC World Service zufolge sind fast die Hälfte der 15- bis 17-Jährigen der Ansicht, Schwule und Lesben sollten nicht die gleichen Rechte haben wie Heterosexuelle. Dazu wurden Jugendliche in acht Städten weltweit befragt (New York, Nairobi, Lagos, Rio de Janeiro, Neu-Delhi, Jakarta, Moskau, London). Am homofreundlichsten sind demnach die brasilianischen und amerikanischen Jugendlichen. 74 Prozent der Befragten in Rio sagen, sie seien für die volle Gleichberechtigung von Schwulen und Lesben (New York: 67 Prozent), 25 Prozent sind dagegen (in New York nur 15 Prozent). Die meisten Vorbehalte gegen Homos existieren dagegen im indonesischen Jakarta (69 Prozent gegen gleiche Rechte), im kenianischen Nairobi (81 Prozent) und im nigerianischen Lagos (86 Prozent). Überraschenderweise zeigen sich die Jugendlichen aus Neu-Delhi und Moskau homofreundlicher als die jungen Londoner. Von den Briten ist eine knappe Mehrheit gegen die Gleichstellung Schwuler und Lesben (39 gegen 36 Prozent). Ben Summerskill von der Homo-Gruppe Stonewall zeigt sich angesichts dieser Zahlen nicht überrascht: "Es gibt immer noch viele Vorurteile gegen Schwule und Lesben in der Welt und leider sogar hier in Großbritannien", so Summerskill zu "Pinknews.co.uk". "Das zeigt, wie wichtig neue Gesetze sind, die sicherstellen, dass Schwule und Lesben in der Schule fair behandelt werden." Andere Ergebnisse der Studie: Terrorismus wird von den 15- bis 17-Jährigen als weltweit wichtigstes Problem angesehen. 86 Prozent glauben ferner an Gott oder ein höheres Wesen und rund die Hälfte spricht sich für die Todesstrafe aus. Insgesamt befragte die BBC über 3.000 Jugendliche. (dk)



27 Kommentare

#1 FloAnonym
  • 08.12.2006, 17:30h
  • Da sieht man, dass die Kirchen und Konservativen schon erste Erfolge verbuchen! In den 90ern war unter den Jugendlichen noch die Mehrheit dafür...

    Wir dürfen nicht nachlassen...
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#2 hwAnonym
  • 08.12.2006, 17:40h
  • also ohne einkommensgrößen, bildungsnähe oder -ferne bei entsprechendem kulturellem hintergrund
    und den sozioökonomischen stimmungen
    kommt man da glaube ich nur zu indizien.
    das mit terrorismus und weihnachtsmann glaub ich sofort. die behauptung, dass es da welche gibt die dresche androhen und man deswegen sein verhalten radikal ändern müsse funktioniert ansonsten ja auch. weiss man wie´s santa laden geht ?
    das mit afrika glaube ich sofort und ganz.
    ich habe da zwei bekannte beide hetero,
    der eine mit angelsächsischem bildungshintergrund, christ aus nigeria, der andere mit francophonen bildungshintergrund, moslem aus mauretanien, beide frustrierte afrikanische obere mittelschicht. spannend was wann gerade aus ihnen durchbricht. der afrikaner immer( bzw. in mir der europäer) die homophobie ist ohne bildungshintergrund glaube ich urwüchsig bis zur gefahr. sie hat viel mit "bösem geist" zu tun. manchmal würde ich gerne eine kamara beim thema mitlaufen lassen, um ihnen ihre gesichtsausdrücke vorzuspielen.
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#3 dantonblnAnonym
  • 08.12.2006, 18:51h
  • Ich würde solche Zahlen nicht überinterpretieren. Jugendliche, zumal solche, die sich in der Phase von sozialer und sexueller Orientierung befinden, neigen gerne mal dazu , sich radikal zu geben.
    Neben: das in einem muslimschen Land wie Indonesien die Ablehnung besonders hoch ist, sollte nicht überraschen.
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#4 www0815Anonym
  • 08.12.2006, 19:31h
  • Das einzige, was ich an dieser Statistik ablesen kann, ist, wie dumm die Jugend von heute noch ist.
    50% für Todesstrafe? Hallo? Ist da überhaupt noch alles in Ordnung? Da hat die Erziehung doch völlig versagt.
    Dann, dass eine Mehrheit gegen gleiche Rechte sind. Gehts noch? Es geht hier um Menschenrechte, wie kann es sein, dass Menschen anderen ihre Menschenrechte absprechen und dass dann sogar noch verstanden wird. In einer freiheitlichen Gesellschaftsordnung sollte das überhaupt keine Frage sein, dass alle gleiche Rechte haben, es geht hier um die Menschenwürde.
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#5 manni2Anonym
  • 09.12.2006, 09:10h
  • Mehr Aufklärungsarbeit ist notwendig und Trennung von Staat und Kirche. Kein Benny mehr!!!
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#6 madridEUAnonym
  • 09.12.2006, 11:27h
  • Dass sich Einwohner von Nairobi,Jakarta und Lagos mehrheitlich gegen Homos im allgemeinen aussprechen würden, konnte man sich doch an allen 10 Fingern ausrechnen. Rio war schon früher eine äusserst homofreundliche Region, was man eigentlich eher von London angenommen hätte. Delhi ist eine Überraschung, wie wohl alles, was aus diesen aufstrebenden "Tigerländern" neuerdings berichtet wird.
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#7 v3g0Anonym
  • 09.12.2006, 14:25h
  • also ich halte die umfrage durchaus für repräsentativ, da sie von BBC durchgeführt wurde. nur die stichprobe von insgesamt 3000 ist bischen klein. müssten mindestens soviele je land sein

    zu den ergebnissen: da spielen kirchen, sonstige religiöse gemeinschaften, eltern, schule und auch die medien des jeweiligen landes eine große rolle. es bleibt noch viel zu tun...

    cya v3g0
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#8 tuetenbauerAnonym
  • 09.12.2006, 15:48h
  • Und laut der Studie sagen 20% dass Frauen nicht die gleichen Rechte haben sollten wie Männer. Bildung braucht die Welt!

    In dieser Studie ist auch die Frage gestellt worden, ob man sich vorstellen kann einen Menschen anderer Religion zu heiraten. Ergebnis: 47% nein! Erschreckend!
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#9 santosAnonym
  • 10.12.2006, 03:23h
  • Meiner Meinung nach sind die Schwulen zu einem nicht unerheblichen Anteil selbst daran schuld.

    Auf Veranstaltungen wie dem CSD wird der "breiten" Öffentlichkeit suggeriert, das Schwule entweder krasse Lederkerle, Tunten oder andere Exoten sind, die Toleranz einfordern.

    Dieses Bild wirkt selbst auf andre Schwule sehr befremdlich. Der überwiegende Anteil der Schwulen ist doch eigentlich so "normal" das er sich von denen einer anderen sexuellen Orientierung nicht unterscheidet.
    Schwule wollen doch gar nicht auffallen, sie wollen doch nur so leben wie heterosexuelle Menschen.
    Auf mich wirken tuntige Paradiesvögel auch sehr befremdlich. Wenn nun die Schwulen, die in der Öffentlichkeit nur mit Lederriemen oder Federn bekleidet sind, irgendwelche Rechte Einforden überfordert das die Toleranz der meisten Menschen.
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#10 TorstenAnonym
  • 10.12.2006, 06:56h
  • @ Flo:

    Ich wage zu bezweifeln, daß in den 90iger Jahren eine Mehrheit in Nairobi, Lagos oder Jakarta für die Gleichstellung von Homosexuellen war.

    Was mich hingegen ebenfalls wundert ist London. Ich dachte, es seien die Briten und die US-Amis, die der Welt Frieden, Gerechtigkeit etc. bringen wollen, alles mal wieder gelogen, aber das wußte ich ja zum Glück schon vorher.
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