Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse Tagesbild TV Termine
© Queer Communications GmbH
http://queer.de/?6111

Denver (queer.de) - Ein weiterer Pfarrer einer evangelikalen Mega-Kirche um Denver hat zugegeben, homosexuelle Affären gehabt zu haben. Der 54-jährige Paul Barnes, Gründer und Chef der 2.100 Mitglieder zählenden Grace Chapel, zieht sich ins Privatleben zurück, nachdem er via Video seiner Gemeinde vom verlorenen "Kampf gegen Homosexualität" berichtet hat. Erst vergangenen Monat ist Pfarrer Ted Haggard, Vorsitzender des evangelikalen Dachverbandes, von allen Ämtern zurückgetreten, nachdem ihn ein Callboy geoutet hatte (queer.de berichtete). "Ich habe mit Homosexualität gerungen, seit ich fünf Jahre alt war", erklärte Barnes nach Angaben der "Denver Post" in einem Video an seine Gemeinde. "Ich kann Ihnen nicht sagen, wie oft ich mich in den Schlaf geweint und Gott angefleht habe, diese Last von mir zu nehmen." Er glaube weiterhin, dass ausgelebte Homosexualität eine Sünde sei. Die "Post" berichtet, die Kirchenleitung habe vor einer Woche einen anonymen Anruf erhalten, in dem Barnes ihm homosexuelle Affären vorgeworfen wurden. Als er von seinen Kollegen zur Rede gestellt wurde, habe Barnes zugegeben, schwul zu sein. Der verheiratete Vater von zwei erwachsenen Kindern hatte zuvor 28 Jahre lang die Kirche geführt. (dk)



Haggard: Hohes Alter rettete mich vor Bisexualität

Der gefallene evangelikale Pfarrer Ted Haggard erklärte, er würde sich nur bisexuell fühlen, wenn er jung wäre - zudem habe er mit Callboy Mike Jones nie richtigen Sex gehabt.
"Geheilter" Ted Haggard wird Reality-TV-Star

Der frühere Evangelikalen-Chef Ted Haggard, der nach einer Callboy-Affäre zurücktreten musste, kehrt mit einer Reality-Show im US-Kabelfernsehen zurück in die Öffentlichkeit.

12 Kommentare

#1 PeterAnonym
  • 12.12.2006, 15:03h
  • Hoffentlich geht der bald mal zum Psychiater, ist doch alles kaum noch zu fassen.

    Jetzt noch das Outing einiger, hoher katholischer Würdenträger und mein Feindbild gegen Kirche stimmt wieder.

    Peter
  • Antworten » | Direktlink »
#2 SebiAnonym
#3 CarstenFfm
  • 12.12.2006, 17:15h
  • @ Peter:
    Gute Idee. Man sollte mal einen Callboy ausfindig machen, der es dem Papst besorgt hat. Das gäb einen Spaß :-)
  • Antworten » | Direktlink »
#4 manni2Anonym
#5 volkerAnonym
  • 13.12.2006, 08:48h
  • ..... bigotte predigten sind zum kotzen. darüber werden sich sicher alle einig sein.

    aber bitte lasst die menschliche tragödie nicht außer acht. ich bin selbst pfarrer und habe auch mit meinem schwulsein gerungen. ich habe mir das nicht ausgesucht und konnte gott nicht verstehen. auch ich habe ein zwangs-outing hinter mir mit all den schrecklichkeiten, die man sich vorstellen kann. alle sind davon betroffen: mitmenschen, nachbarn, freunde, familie.
    sicher, jetzt lebe ich glücklich mit meinem mann und einer kirche, die sich an meinem schwulsein nicht stört. ich habe viel rückhalt gerade wegen des zwangsoutings von meiner kirche (ev.) erfahren und arbeite natürlich weiter als pfarrer.

    ... alles in allem bleiben aber viele verletzungen und zerstörte beziehungen, so sicher auch bei meinen amerikanischen kollegen.
    bitte nicht zusätzlich noch dreck auf diese menschen schütten und ein zwangsouting ist einfach grausam!!
  • Antworten » | Direktlink »
#6 sajoAnonym
  • 13.12.2006, 12:10h
  • Ja, eigentlich kann einem dieser Pfarrer leid tun, weil ihm so eine Scheiße ins Gehirn getrichert wurde (dass Homosexualität etwas schlechtes ist) . Solche Tragödien wären vermeidbar, wenn man Homosexualität endlich als das betrachten würde, was es ist: etwas völlig normales!!
  • Antworten » | Direktlink »
#7 CarstenFfm
  • 13.12.2006, 12:10h
  • @ Volker

    Niemend sagt etwas gegen schwule Pfarrer. Und es ist gut, dass man als evangelischer Pfarrer in Deutschland offen schwul sein darf... anders als bei den Katholiken und den Ami-Fundis.

    Das Problem bei Haggard etc. wie auch bein katholischen Klerus ist die Verlogenheit, dass sie gene Schwule predigen obwohl sie selber schwul sind.
  • Antworten » | Direktlink »
#8 hwAnonym
  • 13.12.2006, 12:19h
  • @ volker

    ...und wie oft hast du verkündet, dass
    ausgelebte homosexualität sünde sei ?
    ..oder bildlich gesprochen:

    es gibt ja einen unterschied zwischen dem sa-mann in uniform, der das aufhängen von hitler-bildern kontrolliert und bsp.-weise dem apache-piloten der waffen-us, der irakische familien ausradiert.
    bei tragen talare.

    was hast du getan ?
  • Antworten » | Direktlink »
#9 hwAnonym
  • 13.12.2006, 12:29h
  • ( jetzt mit e-mail-adresse)

    @ volker

    ...und wie oft hast du verkündet, dass
    ausgelebte homosexualität sünde sei ?
    ..oder bildlich gesprochen:

    es gibt ja einen unterschied zwischen dem sa-mann in uniform, der das aufhängen von hitler-bildern kontrolliert und bsp.-weise dem apache-piloten der waffen-us, der irakische familien ausradiert.
    bei tragen talare.

    was hast du getan ?
  • Antworten » | Direktlink »
#10 volkerAnonym
  • 13.12.2006, 12:58h
  • @hw

    das habe ich natürlich nicht verkündet, sondern mich ebenso wie viele meiner amtskollegen und kolleginnen für eine änderung der einstellung meiner ev. kirche eingesetzt.

    bigotte predigten, die von schwulen pfarrern gehalten werden, sind das letzte. das habe ich aber schon gesagt. es geht um den konflikt, den man selber mit sich und gott austragen muss. manchmal ist es schwer, das anzunehmen, was für einen bestimmt ist. das gilt übrigens nicht nur für das schwulsein. und für diese selbstannahme braucht es zeit. zwangsouting kann da sehr zerstörerisch sein.
  • Antworten » | Direktlink »