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Dodoma (queer.de) - Tansanias anglikanische Kirche hat gestern alle Verbindungen mit den amerikanischen Glaubensbrüdern gekappt. Grund dafür ist die homofreundliche Haltung der US-Kirche. Die Episkopalkirche, wie sich die amerikanischen Anglikaner nennen, hatte vor drei Jahren einen Schwulen zum Bischof von New Hampshire gemacht (siehe queer.de-Interview mit Bischof Gene Robinson). In einer Erklärung kündigte die Kirche Tansanias an, "keine finanzielle und materielle Hilfe von Diözesen, Gemeinden, Bischöfen, Priestern, Einzelpersonen und Institutionen der Episkopalkirche" anzunehmen, "die homosexuelle Akte dulden oder gleichgeschlechtliche Paare segnen." Kontakte seien nur möglich zu US-Gemeinden, die sich abspalteten. Besonders die nigerianischen Anglikaner hatten zuvor die Amerikaner kritisiert und forderten, sie "wie ein Krebsgeschwür" aus der Gesamtkirche zu entfernen (queer.de berichtete). Weltweit gibt es rund 80 Millionen Anglikaner. (dk)



Auch Westerwelle lobt Papst

Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) hat sich positiv über die Aussagen von Papst Franziskus zur Homosexualität geäußert.

10 Kommentare

#1 mezzoAnonym
#2 AndréAnonym
  • 13.12.2006, 15:07h
  • Denen muss es ja sehr gut gehen, wenn die es sich leisten können, Hilfslieferungen abzulehnen...

    Wie dumm und arrogant kann man eigentlich noch sein?
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#3 TorstenAnonym
  • 13.12.2006, 16:35h
  • @ Mezzo und André:

    Ohne selber tiefer gehendes Wissen von den sozialen und wirtschaftlichen Problemen der afrikanischen Länder zu haben, glaube ich trotzdem nicht, daß man diese Probleme mit europäischer Rationalität angehen kann oder auch nur verstehen kann. Mit einem einfachen "die sind dumm und arrogant bla bla" ist es jedenfalls nicht getan.

    Nur mal angenommen, sie seien wirklich so arrogant, wie groß ist dann erst die Arroganz, mit welcher die reichen Länder sich vor die armen stellen, und diese jeglicher Chancen berauben, irgandwann in ferner Zukunft mal ihre Probleme unabhängig lösen zu können. Wie groß muß erst die Arroganz der USA gewesen sein, als sie in Lateinamerika Terrorregimen an die Macht geholfen hat im Glauben sie wüßten besser, was gut für den Subkontinent sei. Oder in Irak, dem man eine Demokratie nach westlichem Vorbild aufzwingen will, was eigentlich so ziemlich keiner dort will.
    Arrogante Länder mit arroganter Politik und arroganter Religion gibt es viele, aber meist sind es nicht die armen.
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#4 mezzoAnonym
  • 13.12.2006, 16:54h
  • @ Torsten
    Hier geht es in keinster Weise um die Arroganz eines westlichen Systems sondern um die Beziehungen zwischen Diozösen, wobei die eine wohl die andere unterstützt und die andere die dies nun ablehnt, wenn Homosexualität ins Spiel kommt. Die zu unterstützende Diozöse wird dadurch wahrscheinlich weniger Unterstützung als bisher erhalten. Mehr nicht! Dies hat nichts mit der Politik irgendeines Landes zu tun. Wenn Dir jemand etwas schenken will und Du es nicht annimmst, weil Dir der andere nicht gefällt hast Du am Ende das Geschenk nicht.
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#5 dogay3bmAnonym
  • 13.12.2006, 17:48h
  • Die Religion verurteilt ja auch die Klugen und Weisen, Einfalt wird heiliggesprochen.

    Ich zitiere mal den Lieddichter August Gottlieb Spangenberg (*1704, +1792):

    Heilge Einfalt, Gnadenwunder,
    tiefste Wahrheit, höchste Kraft,
    schönste Zierde, Liebeszunder,
    Werk, das Gott alleine schafft.
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#6 TorstenAnonym
  • 13.12.2006, 18:52h
  • @ mezzo:

    Stimmt, wenn man ein Geschenk ablehnt, hat man es nicht.
    Aber mir geht es um was anderes, und zwar darum, daß man Homophobie auf dem afrikanischen Kontinent nicht mit den gleichen Kommentaren, Gründen und Lösungsvorschlägen begegnen kann wie in Europa. Und das läßt sich nicht nur auf die Beziehung von Kirchen untereinander, sondern auch auf die Gesellschaften untereinander übertragen, Afrika ist nicht Europa, und braucht andere Wege aus seiner Krise.
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#7 SvenAnonym
  • 13.12.2006, 20:00h
  • Da hab ich mal ein paar harte Worte:
    Lasst die Deppen verrecken!

    Schön, dass die keine Hilfe mehr wollen.
    Besser wäre es natürlich wenn man ihnen die Hilfe verwährt, bis sie zur Vernunft kommen (sei es durch Entwicklung oder Tod).

    Wir brauchen gar nicht tiefer auf irgendwelche Umstände und weiteren Argumente eingehen. Fakt ist wir haben hier das "Problem des Aussterbens der Bevölkerung", dort herrscht Überbevölkerung.
    Homosexualität würde sich da also ziemlich lohnen!
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#8 SebiAnonym
  • 13.12.2006, 22:55h
  • @Torsten
    Auch wenn du dir nicht darüber im Klaren bist, ist deine Anschauung ganz schön rassistisch geprägt. Afrikaner sind keine andere Art von Menschen und ihre Kulturen finden auch keine alternative (lebenswerte!!) Lebensweise zur Demokratie. Dieses gönnerhafte Getue gegenüber anderen Kulturen ist nichts als ein Messen mit unterschiedlichem Maß, die andere Seite der Rassismus-Medaille. In dem Zusammenhang ist es wichtig zu wissen, dass es in Schwarzafrika durchaus lange üblich war, Häuptlinge und den Rat der Dorfältesten demokratisch zu wählen, bis die europäische Kolonialisierung kam...tja.
    Man kann durchaus auch von Afrikanern erwarten, dass sie sich den Menschenrechten verpflichtet fühlen (Menschenrechte sind unteilbar und somit kulturübergreifend). Die Leute können das sehr wohl, auch wenn so manche Prediger des "andere Kulturen andere Sitten"-Gelabers (Helmut Schmidt tut sich da ja auch hervor) sie für primitive Wilde halten mögen (ohne europäische Rationalität [Eintrag 3], sondern mit afrikanischer Irrationalität).
    @Sven
    Ich denke, dass die Kirche die Unterstützung für das arme Volk zurückgewiesen hat, was nun zu deiner Befriedigung verrecken wird. DIe Kirchenmänner selbst werden ihre Schäfchen (ich meine die Pfründe, nicht die Gläubigen) im Trockenen haben.
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#9 TorstenAnonym
  • 14.12.2006, 11:51h
  • @ Sebi:

    Stimmt, ich bin mir nicht bewußt rassistisch zu sein.
    Mit "europäischer Rationalität" habe ich nicht anderen ihre Rationalität abgesprochen. Ich bin nur der Meinung, daß an europäischen Maßstäben die Welt nicht genesen wird. Dein Kommentar zeugt hingegen von dieser typischen Europäer- und Nordamerikanerkrankheit, sie wüßten am besten, was gut für alle anderen ist. Es geht nicht um das Ziel, wir sind uns wahrscheinlich darin einig, daß am Ende Demokratie und Menschenrechte stehen sollten, aber der Weg dorthin ist ein anderer, weil die Voraussetzungen nun einmal andere sind. Ich bin Argentinier, und vor einigen Jahren noch hat die USA in meinem Land einen Putsch der rechten Militärs unterstützt, um mein Land vor einem "Abgleiten" in den Kommunismus zu schützen, auch viele US-Amerikaner haben noch heute eine unerträgliche Arroganz, sie hätten uns vor dem Kommunismus gerettet und wüßten ja eigentlich sowieso am besten, was gut für Lateinamerika ist. Dabei ging es nie darum, was gut für Lateinamerika ist, sondern immer nur darum, was gut für ihre eigenen wirtschaftlichen und politischen Interessen ist. Das Verhältnis zwischen Europa und Afrika sehe ich im Übrigen ganz ähnlich. Noch mal: Der Weg zum Ziel ist ein anderer in verschiedenen Regionen der Erde, das Ziel an sich ist ganz in Ordnung, glaube ich.
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#10 StarletAnonym
  • 14.12.2006, 13:18h
  • Christen bekennen sich in Glaubensbekenntnis zur "Gemeinschaft der Heiligen". Es hat den Anschein, als ob sich jetzt eine Splittergruppe bildet, die sich zur "Gemeinschaft der Heterosexuellen" bekennt. Sie sondert sich damit von der allumfassenden Kirche ab, zu der keineswegs nur Heterosexuelle gehören.
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