Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse Tagesbild TV Termine
© Queer Communications GmbH
http://queer.de/?6127

Los Angeles (queer.de) - Eine ehemalige Schülerin hat die Santiago High School in Südkalifornien verklagt, weil der Rektor sie bei ihren Eltern geoutet hatte und sie wiederholt für ihre Sexualität gemaßregelt wurde. Der Anwalt der jetzt 18-jährigen Charlene Nguon sagte bei der gestern beginnenden Verhandlung, seine Mandantin solle für die erlittenen Qualen zwischen 300.000 und 1,3 Millionen Dollar erhalten (230.000 bis 990.000 Euro). Grundlage für die Klage ist das von der US-Verfassung garantierte Recht auf Privatsphäre. Nguon musste auf eine andere High School wechseln, weil der Rektor sie von ihrer ein Jahr jüngeren Freundin trennen wollte. Die beiden hätten wegen ihrem "ungebührlichen Verhalten" den Schulbetrieb gestört. Er sagte auch, er habe Nguon nicht geoutet, sondern den Eltern nur gesagt, sie werde bestraft, weil sie "ein anderes Mädchen küsste". Die Noten von Nguon, einst eine der besten Schülerinnen ihres Jahrganges, sackten infolge der Versetzung ab. Nachdem sich die Bürgerrechtsorganisation American Civil Liberties Union (ACLU) ihres Falles angenommen hatte, durfte sie zurück an ihre alte High School. Die ACLU erklärte aber, die Schule hätte nichts dafür getan, um das homofeindliche Klima zu ändern. (dk)



#1 klaraAnonym
  • 14.12.2006, 13:18h
  • einer freundin von mir ist etwas ähnliches an ihrer schule passiert (in der ex-DDR). sie konnte nicht viel machen, die deutschen gerichte sind viel zu lasch. ich finde das ist eine echte sauerrei!

    toll, das das drüben anders ist. amerika, du hast es besser...
  • Antworten » | Direktlink »
#2 gravitationAnonym
  • 14.12.2006, 15:48h
  • "ungebührliches verhalten"... die haben sie doch nicht alle...
    unglaublich, dass jemand so erzkonservativ sein kann...
    obwohl, die formolierung erinnert mich an den film "but i'm a cheerleader":
    -ungebührliches verhalten wird bestraft...
    -ungebührlich?...wie flüchen??
    -nein, ungebührlich wie ficken!!!
    *hahahaha*
  • Antworten » | Direktlink »
#3 nicAnonym
  • 14.12.2006, 17:44h
  • Ich war mal für eine Weile im Land der begrenzten Unmöglichkeiten und das was dieser Schülerin passiert ist, ist leider kein Einzelfall. In diesem Land werden 4jährige wegen sexueller Belästigung angezeigt, weil sie ihre Erzieherin stürmisch umarmt haben, oder sich gegenseitig heftig umarmen, was Kinder halt so tun, wenn sie überschwenglich sind.

    Dafür werden dann am Nachmittag Gewaltszenen im Fernsehen gezeigt, die hier sofort zensiert werden würden. Filme, in denen gleichgeschlechtliche Küsse zu sehen sind, werden nicht ohne Warnhinweis gesendet. In einigen Staaten kann man für einen gleichgeschlechtlichen Kuss in der Öffentlichkeit sogar verhaftet und eingesperrt werden. Da wird sogar ehelicher Verkehr reglementiert. Wie immer man das auch kontrollieren will. Aber ganz nebenbei ist die USA eines der Länder, in denen Pornofilme jeglicher Art Rekordumsätze erzielt.

    Die USA war, ist und wird immer das scheinheiligste Land der Erde bleiben.
  • Antworten » | Direktlink »
#4 AlexanderAnonym
  • 14.12.2006, 17:49h
  • So was gibts auch nur in den USA. Einerseits die Beschränktheit, andere in ihrer Lebensqualität einzuschränken, selber aber alles andere als "koscher" zu leben, andererseits die Möglichkeit alles und jeden gleich zu verklagen und dies auf Schadenersatz in Millionenhöhe. Amerika du tust mir leid.
  • Antworten » | Direktlink »
#5 SarekAnonym
  • 14.12.2006, 22:24h
  • amerika, du hast es besser... Hast keine Burgen, keine Schlösser... na von wem ist das?

    Wenn ich jemals nach Amerika fliegen werde und mir pinkelt ein Hund ans Bein - ich verklage den Halter auf 80,000,000 $

    Das Land der unbegrenzten Möglichkeiten.
  • Antworten » | Direktlink »
#6 alexAnonym
  • 16.12.2006, 07:03h
  • ich würde bloss nicht in amiland leben wollen oder da hin reisen, weil mir diese doppelmoral und dieses assoziale system auf den zeiger geht. man ist ja hier auch alle naslang versucht, europa zu einem zweiten amerika umzustricken. vor allem diese perfide psychologie, mit denen sogenannte staatsbürger bei bedarf in die pfanne gehauen werden. kommt noch soweit, dass sozialdemokraten als kommunisten nach guantanamo kommen, obwohl sie davon äonenweit entfernt sind. viel systemkritik steckt zb in den dort produzierten filmen.
  • Antworten » | Direktlink »
#7 nicAnonym
  • 16.12.2006, 11:47h
  • @alex
    Leider einem systemkritischen Film 100 Filme gegenüber, die systemverherrlichend angelegt sind. Die sogar Kriegseinsätze rechtfertigen und der Soldatenanwerbung dienlich sind. Man denke mal an Topgun. Filme sind in Amerkia Propaganda, seit jeher. Filmemacher wie Michael Moore sind dünn gesäht und leben sogar häufig gefährlich. Dagegen stehen Waffenbeführworter wie Charlton Heston oder Todesstrafen-Heroes wie Arnold Schwarzenegger.

    Die Amerikaner lieben Gewalt und können dieses weiche Gehabe im alten Europa schlichtweg nicht verstehen. Und genau das ist gefährlich. Bei den Amerikaner trifft die Technik des 21. Jahrhunderts mit der weitverbreiteten Moral des Mittelalters aufeinander.
  • Antworten » | Direktlink »
#8 blumen-freundAnonym
  • 17.12.2006, 19:08h
  • @ #1 (klara):
    du willst ernsthaft heutige us-amerikanische gerichte mit gerichten in der ehemaligen DDR vergleichen?

    man darf übrigens nicht vergessen, dass in amerika die hippie-friedensbewegung ihren anfang machte.
    es gibt auch eine breite bevölkerungsschicht (allerdings nicht die mehrheit), die mit krieg und waffen nichts zu tun haben möchte.
  • Antworten » | Direktlink »
#9 tux2006Anonym
  • 17.12.2006, 23:25h
  • @klara: Wenn "da drüben" alles so toll ist, warum gehst du dann nicht hin?
    So toll ist es nämlich nicht, wie es immer wieder dargestellt wird...

    @blumen-freund: Jo, die anti-kriegs-bewegung wird immer stärker. Dank Leuten wie Michael Moore u.a. wird das auch so bald nicht aufhören...
  • Antworten » | Direktlink »