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Alleinstehend, kinderlos – und am Heiligabend irrt er durch die dunkelsten Viertel der Stadt…

Von Micha Schulze

Es ist ja allgemein bekannt, dass die nach außen hin Unauffälligsten unter ihrer Bettdecke die größten "Schweinereien" betreiben. Für den Promi-Erfolg scheint so ein Doppelleben geradezu unvermeidlich. Wir haben diese Scheinheiligkeit jedoch satt und müssen heute einen der größten Hüter des Familienglücks outen: Ja, der Weihnachtsmann ist schwul!

Beim Helden des 24. Dezember deutet schon beim ersten Hinsehen vieles auf gleichgeschlechtliche Neigungen: In seinem hohen Alter ist der Weihnachtsmann alleinstehend und kinderlos. Den Heiligen Abend verbringt er nicht im Kreise der Familie, sondern irrt durch die dunkelsten Viertel der Stadt. Damit niemand seinen richtigen Namen erfährt, lebt er unter Pseudonym; erst steht nicht einmal im Telefonbuch. Und auf der Straße versucht er stets, sein Gesicht hinter einem großen Rauschebart und unter einer weiten Kapuze zu verbergen.

In der Berliner Szene ist der Weihnachtsmann dagegen kein Unbekannter. Ausgestattet mit einem prall gefüllten Sack und einer langen Rute, besitzt er genau das, was man in der Sub kennt und liebt. Während der Weihnachtsmann im SchwuZ mit einem knallroten Frauenmantel als Transgender daherkommt, macht er bei den wilden S/M-Party im "Stahlrohr" von seiner Rute kräftig Gebrauch. Durch ständiges Süßigkeitenverteilen hat er in der Stricherbar "Pinocchio" allerdings den Ruf des Knabenliebhabers weg.

Der Weihnachtsmann führt ein promiskes Leben. Nur manchmal taucht er in Begleitung eines gewissen Ruprecht auf. Man erzählt, dass er im vergangenen Dezember an nur einem einzigen Abend in Dutzenden fremden Wohnungen gewesen sei. Liebe muss sich der Weihnachtsmann jedoch mit Geschenken erkaufen.

Was bleibt, ist eine Sensation: Niemand Geringeres als der Weihnachtsmann könnte die schwule Vielfalt besser verkörpern! Mein Gott, wenn das die Kinder wüssten…



25 Kommentare

#1 HampiAnonym
  • 23.12.2006, 03:11h
  • so etwas geschmackloses habe ich schon lange nicht mehr gelesen, der Weihnachtsmann soll schwul sein? Ok, ich nehme mal an, dass es sich hierbei um Satire handelt, andrerseits im vollen Ernst: Es ist echt ätzend wenn Homos gleich hinter jedem alten Mann der unverheiratet ist und keine Kinder hat, eine gleichgeschlechtliche Schwester vermuten oder erhoffen. Verdammt noch mal, es gibt auch unverheiratete alte Männer und ledige alte Frauen, die heterosexuell sind! Ich hatte selbst eine 96-jährige Grosstante die nie geheiratet hatte und die ganz zufrieden damit war, wenn die eine verkappte Lesbe gewesen sein soll dann bin ich ab sofort zu 100% hetero! Sie war einfach das, was man früher gerne als "alte Jumpfer" bezeichnete, und nur weil die Redaktion von queer sich nicht vorstellen kann, dass es auch Menschen gibt die keinen Sex brauchen heisst das noch lange nicht,dass es solche Menschen nicht gibt! Wegen sexlosem Leben ist noch niemand gestorben, wegen zuviel Sex dagegen schon...Fredy Mercury lässt grüssen aus der Gruft! Der Weihnachtsmann ist ein lieber alter Mann der es nicht nötig hat, sich durch die schwule Comunity hindurchzuficken, auch wenn er von diesen Typen dort für deren abartige Fantasien missbraucht wird, immerhin ist Santa Claus für die unschuldigen Kinder "erfunden" worden, und nicht für "verfickte" Erwachsene.
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#2 BertramAnonym
  • 23.12.2006, 06:52h
  • Ich denke, es handelt sich hier eindeutig um Satire - und über Geschmack läßt sich ja einerseits gar nicht, andererseits vortrefflich streiten ...
    Also: A very merry Christmas und Friede, Freude, Klebkuchen ...
    eMail: bga@gmx.li
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#3 BertramAnonym
#4 madridEUAnonym
  • 23.12.2006, 10:33h
  • @hampichen: Wie sehen den z.B. "abartige Fantasien" aus , wenn man es unter der Bettdecke allein und züchtig von Hand treibt ? Unnötig, auf die Satire dieses Themas zu verweisen, bin ich doch etwas geschockt über den Kaliber Deines Kommentars, der so gar nicht in die ansonsten gelassene Art passt, die ich von meinen eidgenössischen Freunden gewohnt bin. Ich wünsche Dir ein besinnliches Fest im selbst auferlegten Zölibat, denn wir können ja nun nicht alle so promisk wie der schwule Weihnachtsmann oder gar Freddy Mercury sein......
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#5 Diz!Anonym
#6 SaschaAnonym
  • 23.12.2006, 13:02h
  • @hampi: Eine der am meisten entlarvenden Eigenschaften von Menschen, die im Konflikt mit sich selbst leben, ist ihre Humorlosigkeit.
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#7 HampiAnonym
  • 23.12.2006, 14:13h
  • ok, ich will meine Humorlosigkeit wiederlegen indem ich die Satire eines Pädophilen einnehme: Der Weihnachtsmann ist pädophil, der nimmt sehr gerne kleine Kinder auf seinen Schoss, angeblich um ihnen harmlose Geschichten zu erzählen, aber wir alle wissen es natürlich besser....
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#8 dantonAnonym
  • 23.12.2006, 16:17h
  • weihnachtsmann ? ist das nicht der mit dem prallen sack, der aber nur einmal im jahr kommt ?
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#9 Axel BerlinAnonym
  • 23.12.2006, 17:31h
  • @hampi
    also hampi, Deine Bemerkung über die "alte Jumpfer" ist Ausfluss des Elends, welches auf Grund der sexuellen Prüderei in der Gesellschaft resultiert.
    Ja so hat man früher unverheiratete Frauen verspottet und unverheiratete Männer nannte man Onkel. Es waren Onkels für das ganze Dorf. Wie niedlich das klingt.
    Niemand hat nach dem seelischen Leid dieser Menschen gefragt und ich denke sie hatten genug davon zu tragen; sei es dass sie lesbisch oder homosexuell waren oder bei Frauen, dass sie einfach nicht heiraten konnten, weil viele Männer im Krieg gefallen waren.
    Jeder gefühlsmäßig empfindende Mensch hat Verlangen nach Sexualität. Asexualität hat die Natur m. E. nicht vorgesehen; in Ausnahmefällen jedoch kann diese in Krankheitsfällen auftreten.
    Auch die Bergvölker werden sich hier nicht von den Bewohnern des Flachlandes unterscheiden.
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#10 HampiAnonym
  • 23.12.2006, 17:48h
  • @AxelBerlin: Leider muss ich Dich vom Gegenteil überzeugen,meine Eltern führen seit 40 Jahren eine asexuelle Ehe, das weiss ich zu 100% da es mein Vater auch schon bestätigt hat,indem er sagte,er sei seit dieser Zeit impotent,aber na und,das sei doch nicht so wichtig. Meine Mutter wollte eigentlich einfach nur eigene Kinder,und nach deren Zeugung war sie an Sex nicht mehr interessiert. Mag sein, dass Du Frigidität und Impotenz als dramatische Krankheit bezeichnest,aber meine Eltern sind jetzt Mitte siebzig und kerngesund,meine Mutter spielt noch Tennis und mein Vater hat bis vor wenigen Jahren immer in der eigenen Firma gearbeitet, und beide waren praktisch nie krank und belasteten weder Krankenkasse noch irgendwelche Invaliditätsversicherungen.
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