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  • 19. Dezember 2006, noch kein Kommentar

Es muss nicht immer Key West sein: Im Westen Floridas liegt einer der homofreundlichsten Flecken der USA

Von Dennis Klein

Winter Pride klingt irgendwie nach einem Drag-Queen-Skirennen mit anschließendem Eierpunsch auf der Homo-Hütte. In Tampa ist das anders: Dort wandeln durchtrainierte Amerikaner für ihre Rechte durch die Straßen - und präsentieren dabei ihren muskulösen Oberkörper völlig textilfrei. Der "Winter Pride" findet in der Florida-Metropole am 24. Februar statt - um diese Zeit liegen die Durchschnittstemperaturen schon bei 23 Grad. Ein großartiges Rahmenprogramm bietet auch Touristen die Möglichkeit, mal die schöne Seite Amerikas kennenzulernen.

Schwule siedeln sich ohnehin in Massen in Tampa an. So wurde Uptown Tampa von "Gayghettos.com" als eine der Up-and-coming Homo-Viertel benannt. Die Bezirke Height Park und Seminole Heights sind schon seit Jahrzehnten fest in Homo-Hand. Die drittgrößte Stadt Floridas ist für Schwule geradezu ein Paradies. Mit einer Riesenauswahl an Shopping, die im Bundesstaat ihresgleichen sucht, und dazu einem reichen Kulturleben wirbt Tampa sowohl um Touristen als auch um neuer Einwohner. So gibt es ein international anerkanntes schwul-lesbischen Filmfestival jedes Jahr im Oktober. Und geile Cruisingstrände sind auch nicht weit.

Auch in der Szene tut sich einiges. Besonders empfehlenswert: Valentines Nightclub (7522 North Armenia Avenue), der täglich von 15 bis 3 Uhr seine Pforten öffnet. Hier wird Südstaatenfreundlichkeit geboten - und gleichzeitig alles, was das schwule Leben anzubieten hat: Die besten Drag Shows in Florida, Stripshows bis zum Abwinken und für einen Trash-Abend auch mal Karaoke. Wer es etwas ruhiger angehen lassen will, sollte die Bar Metropolis (3447 West Kennedy Boulevard) aufsuchen. In dieser Cruising-Bar kann man sehr gut Einheimische kennenlernen - für eine Nacht und in so manchem Fall auch mal fürs ganze Leben... Am Wochenende gibt es zudem noch Stripshows. Eintritt verlangt dieser auch sonst preiswerte Schuppen nicht.

Zwar hat Tampa noch bei weitem nicht den Status von Palm Beach erreicht. Allerdings lohnt sich der Trip: Denn dort ist alles noch etwas weniger künstlich als in den ganz südlichen Gefilden - und der Spaßfaktor mindestens genau so groß.

30. Dezember 2006